Conor Leahy
australischer Radrennfahrer
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Conor Leahy (* 16. April 1999 in Stirling) ist ein australischer Bahnradsportler, der auf Ausdauerdisziplinen spezialisiert ist. 2024 wurde er mit dem australischen Bahnvierer Olympiasieger in der Mannschaftsverfolgung.
| Zur Person | |
|---|---|
| UCI-Id | 10055347372 |
| Geburtsdatum | 16. April 1999 (27 Jahre) |
| Geburtsort | Stirling |
| Nation | |
| Disziplin | Bahn, Straße |
| Körpergröße | 189 cm |
| Internationale Team(s) | |
| 2023 2025 2026 |
Team BridgeLane CCACHE x Bodywrap Team Brennan |
| Wichtigste Erfolge | |
| Letzte Aktualisierung: 9. April 2026 | |
Sportlicher Werdegang
In seiner Jugend spielte Leahy zunächst Fußball. Zum Radfahren kam er durch seinen Vater, der ihn mit dem Versprechen von Kaffee und Kuchen auf seine Ausfahrten lockte.[1] 2014 trat er dem örtlichen Radsportverein bei.[2]
Leahy entwickelte sich zum Spezialisten für Ausdauerdisziplinen auf der Bahn, wo er von 2017 bis 2024 neun australische und sechs ozeanische Meistertitel einfuhr. Besonders erfolgreich war er in der Einerverfolgung; in diesem Wettbewerb gewann er von 2020 bis 2024 fünfmal in Folge die australischen Meisterschaften.[3] Dabei brach er 2022 den elf Jahre alten Landesrekord von Jack Bobridge auf 4:10,113 min[4] und verbesserte die Zeit später auf unter 4:10 min.[5]
Leahys wichtigste Erfolge außerhalb Ozeaniens waren drei Podiums im Weltcup bzw. Nations Cup, darunter der Sieg in der Mannschaftsverfolgung beim Nations Cup 2022 in Milton, und zwei Bronzemedaillen bei den Commonwealth Games in Birmingham. Bei den Olympischen Spielen von Tokio war er 2021 Reservist, kam aber nicht zum Einsatz.[1] Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris gehörte er zum australischen Team, das mit einem neuen Weltrekord die Goldmedaille in der Mannschaftsverfolgung gewann. Sein bestes Resultat bei Bahnradsport-Weltmeisterschaften war der zweite Platz in der Mannschaftsverfolgung 2025.
Im Straßenradsport gehörte Leahy von 2020 bis 2022 dem Vereinsteam InForm TMX Make an und bestritt hauptsächlich Rennen in Australien. Mit Team BridgeLane, einem australischen UCI Continental Team, nahm er Mitte 2023 an mehreren kleineren Rennen in Europa teil, ohne größere Erfolge. 2026 wurde er Ozeanienmeister im Einzelzeitfahren.
Erfolge
- 2017
Ozeanien-Meisterschaften 2018 – Einerverfolgung, Mannschaftsverfolgung (mit Jarrad Drizners, Joshua Harrison, Braden O’Shea und Thomas Bolton)[6]- 2018
Ozeanien-Meister 2019 – Einerverfolgung
Ozeanien-Meisterschaften 2019 – Madison (mit Godfrey Slattery)- 2019
Ozeanien-Meister 2020 – Einerverfolgung, Mannschaftsverfolgung (mit Godfrey Slattery, Josh Duffy und Lucas Plapp)- 2020
Australischer Meister – Einerverfolgung, Omnium[7]
- 2021
Australischer Meister – Einerverfolgung
- 2022
Australischer Meister – Einerverfolgung, Madison (mit Josh Duffy)
Ozeanien-Meister – Madison (mit Josh Duffy), Mannschaftsverfolgung (mit Graeme Frislie, James Moriarty, Josh Duffy und Oliver Bleddyn)
Ozeanien-Meisterschaften – Einerverfolgung
Nations Cup in Milton – Mannschaftsverfolgung (mit Graeme Frislie, James Moriarty und Josh Duffy)
Commonwealth Games – Einerverfolgung, Mannschaftsverfolgung (mit Josh Duffy, Graeme Frislie, Lucas Plapp und James Moriarty)- 2023
Australischer Meister – Einerverfolgung
Ozeanien-Meister – Mannschaftsverfolgung (mit Blake Agnoletto, Oliver Bleddyn und Josh Duffy)
Ozeanien-Meisterschaften – Omnium- 2024
Australischer Meister – Punktefahren, Einerverfolgung, Mannschaftsverfolgung (mit John Carter, Jack Dohler und Stephen Hall)
Ozeanien-Meisterschaften – Mannschaftsverfolgung (mit John Carter, Graeme Frislie und Liam Walsh)
Olympische Spiele – Mannschaftsverfolgung (mit Oliver Bleddyn, Kelland O’Brien und Sam Welsford)- 2025
Weltmeisterschaft – Mannschaftsverfolgung (mit Oliver Bleddyn, Blake Agnoletto, James Moriarty und Liam Walsh)- 2026
Australischer Meister – Einerverfolgung
Ozeanien-Meister – Einzelzeitfahren
Weltcup in Perth – Mannschaftsverfolgung (mit Liam Walsh, Noah Blannin, Joshua Duffy und Thomas Cornish)
Weblinks
- Conor Leahy in der Datenbank von ProCyclingStats.com (englisch)
- Conor Leahy in der Datenbank von Radsportseiten.com
- Conor Leahy in der Datenbank von FirstCycling.com
- Conor Leahy in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)