Constantin Seibt

Schweizer Journalist und Autor From Wikipedia, the free encyclopedia

Constantin Seibt[1] (bürgerlich: Herbert Werner Constantin Seibt[1]; * 20. Februar 1966 in Frankfurt am Main[2]) ist ein Schweizer Journalist und Autor.

Constantin Seibt auf der re:publica 2014

Leben

Seibt wurde in Frankfurt am Main geboren, seine Eltern waren Deutsche. Als er zwei Jahre alt war, siedelte die Familie in die Schweiz um.[3] Später nahm Seibt die schweizerische Staatsbürgerschaft an.[4] Seibt wuchs in Bassersdorf auf und besuchte die Kantonsschule Rychenberg in Winterthur. Es folgte ein Germanistikstudium an der Universität Zürich, das er abbrach. Bei den Parlamentswahlen 1999[5] und 2003[6] kandidierte Seibt auf der Alternativen Liste für den Nationalrat, wurde aber nicht gewählt.

Seibt ist Vater einer Tochter (* 2009)[3] und eines weiteren Kindes[7] und lebt in Zürich.[4]

Journalismus

Seibt war Redaktor und Kolumnist bei der Unizeitung Zürcher StudentIn, veröffentlichte einen Krimi und arbeitete als freier Journalist, so für die Werbewoche und mit seiner Very-Short-Story-Kolumne für das Basler Magazin. Auch schrieb er eine Literaturfälschungskolumne im NZZ Folio.[8]

Von 1997 bis 2005 war Seibt Redaktor für Politik und Wirtschaft und Kolumnist bei der WOZ Die Wochenzeitung.[9] Zu Beginn schrieb er dort hauptsächlich Kolumnen wie die «Familie Monster» sowie Artikel für den Kulturteil. Grosse Beachtung fanden seine Artikel über den als Toywar bekannten Rechtsstreit um Domainnamen.[10][11] Ab 2001 zählte er zur Inlandredaktion, wo er eine zunehmend wichtige Rolle innehatte. Zwischen September 2004 und Dezember 2005 schrieb er regelmässig Kolumnen für die Weltwoche.[12]

Im Januar 2006 wechselte er zum Tages-Anzeiger. Eines seiner ersten Themen beim Tages-Anzeiger als Reporter war die gerichtliche Aufarbeitung des Swissair-Grounding.[13] Die gesammelten Artikel dazu wurden 2007 in Buchform als «Der Swissair-Prozess» veröffentlicht. Seibts zumeist wirtschaftspolitischen Kommentare und Analysen schlugen regelmässig hohe Wellen in den Online-Kommentarspalten, so etwa seine im August 2011 verfasste Analyse «Der rechte Abschied von der Politik»,[14][15] wo Seibt die Kapitalismus-Kritik des Konservativen Charles Moore rezipierte.[16]

Von Mai 2012 bis Juli 2014 schrieb Seibt für seinen Blog namens Deadline auf tagesanzeiger.ch/Newsnet zum Thema «Journalismus im 21. Jahrhundert».[17][18] Einige der Artikel sind im November 2013 unter dem Titel Deadline – Wie man besser schreibt in Buchform erschienen.

Ende 2016 verliess Seibt den Tages-Anzeiger, um künftig, u. a. mit Christof Moser von der Schweiz am Sonntag, der seine Stelle als Bundeshausredaktor ebenfalls aufgab,[19] für das eigene Start-up Republik tätig zu sein.[20] Am 13. Mai 2017 wurde die Crowdfunding-Kampagne für die Teilfinanzierung des Medien-Projekts «Project R» lanciert und schlug gemäss Schweizer Kampagnen-Experten innerhalb von 24 Stunden alle vorher in der Schweiz gekannten Crowdfunding-Rekorde, sodass die Republik noch am selben Tag offiziell gegründet werden konnte.[21][22] Das Online-Magazin Republik wurde im Jahr 2018 lanciert.

Preise

  • 2007: Journalist des Jahres, Fachzeitschrift Schweizer Journalist.[23]
  • 2008: Zürcher Journalistenpreis in der Kategorie «Zeitung» für die Reportagen zum Swissair-Prozess.[24]
  • 2012: Reporter des Jahres, Fachzeitschrift Schweizer Journalist.
  • 2013: Kolumnist des Jahres, Fachzeitschrift Schweizer Journalist.
  • 2016: Reporter des Jahres, Fachzeitschrift Schweizer Journalist.[25]

Werke

Commons: Constantin Seibt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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