Conte-di-Cavour-Klasse

Schlachtschiffklasse der italienischen Marine From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Conte-di-Cavour-Klasse war eine Klasse von drei Schlachtschiffen der Königlich Italienischen Marine.

Schnelle Fakten Schiffsdaten, Schiffsmaße und Besatzung ...
Conte-di-Cavour-Klasse
Die Conte di Cavour im Jahr 1914
Die Conte di Cavour im Jahr 1914
Schiffsdaten
Land Italien Königreich Italien
Schiffsart Schlachtschiff
Bauzeitraum 1910 bis 1915
Stapellauf des Typschiffes 10. August 1911
Gebaute Einheiten 3
Dienstzeit 1914 bis 1955
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 176,1 m (Lüa)
169,0 m (Lpp)
Breite 28,0 m
Tiefgang (max.) 9,4 m
Verdrängung Konstruktion: 23.088 tn.l.
Maximal: 25.086 tn.l.
 
Besatzung 1.000 bis 1.197 Mann
Maschinenanlage
Maschine 20–24 × Dampfkessel
3 × Parsons-Turbinen
Maschinen­leistung 31.000 PS (22.800 kW)
Höchst­geschwindigkeit 21,5 kn (40 km/h)
Propeller 4
Bewaffnung

Bei Indienststellung:

  • 10 × Sk 30,5 cm L/46 M1909
  • 18 × Sk 12 cm L/50
  • 13 × Sk 7,62 cm L/50 M1909
  • 3 × Torpedorohr ∅ 45 cm
Panzerung
  • Gürtel: 80–250 mm
  • Zitadelle: 130 mm
  • oberes Panzerdeck: 30 mm
  • unteres Panzerdeck: 24–40 mm
  • Batteriedeck: 13–15 mm
  • Barbetten: 240 mm
  • Türme: 85–280 mm
  • Kasematten: 110–130 mm
  • vorderer Kommandoturm: 100–280 mm
  • achterer Kommandoturm: 100–180 mm
Schließen

Geschichte

An Bord der Leonardo da Vinci lösten 1916 Cordit-Treibladungen, die chemisch instabil geworden waren und sich selbst entzündet hatten, eine Munitionsexplosion aus. Die italienische Marine beharrte jedoch lange darauf, dass österreichische Saboteure das Schiff mit Haftminen versenkt hätten.

Die beiden Schlachtschiffe Conte di Cavour und Giulio Cesare wurden von 1933 bis 1937 umfassend modernisiert und dabei so weit wie möglich auf den technischen Stand der Littorio-Klasse gebracht. Sie nahmen im Zweiten Weltkrieg an der Seeschlacht bei Punta Stilo teil. Die Conte di Cavour wurde bei einem britischen Luftangriff auf den Kriegshafen von Tarent in der Nacht vom 11. auf den 12. November 1940 schwer beschädigt und konnte trotz umfangreicher Reparaturen nicht mehr an Kriegsoperationen teilnehmen. Die Giulio Cesare hingegen war an einigen weiteren Seeschlachten zwischen der italienischen und der britischen Flotte im Mittelmeer beteiligt. Von 1943 bis 1945 verblieb sie in Malta; 1949 wurde sie der Sowjetunion als Reparationsleistung zugesprochen.

Einheiten

Weitere Informationen Name, Kiellegung ...
NameKiellegungStapellaufIndienststellung
Giulio Cesare 26. Juni 191015. Oktober 191114. Mai 1914
Leonardo da Vinci 18. Juli 191014. Oktober 191117. Mai 1914
Conte di Cavour 10. August 191010. August 19111. April 1915
Schließen

Technische Daten

Nachstehende technische Daten beziehen sich auf die modernisierte Version der Schiffe.

Hauptabmessungen

  • Länge über alles: 186,4 m
  • Breite über alles: 28 m
  • Tiefgang: 10,4 m
  • Verdrängung: 29.100 ts (maximal)

Antriebsanlage

Panzerung

  • Vertikal: 250 mm
  • Horizontal: 135 mm
  • Artillerie: 280 mm
  • Aufbauten: 260 mm

Besatzung und Bewaffnung

  • Besatzung: 1.236 Mann
  • 10 × 32,0 cm L/44 Sk in 2 Doppel- und 2 Drillingstürmen (ursprünglich 13 × 305-mm-Geschütze in 3 Drillings- und 2 Zwillingstürmen)
  • 12 × 12,0 cm L/50 Sk in Doppeltürmen
  • 8 × 10,0-cm-L/47-Flak
  • 8 × 3,7-cm-L/54-Flak
  • 12 × 2-cm-L/65-Flak

Literatur

  • Siegfried Breyer: Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer 1905–1970. J. F. Lehmanns Verlag, München 1970, ISBN 3-88199-474-2, S. 398–402.
  • Michael J. Whitley: Schlachtschiffe des II. Weltkrieg. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 978-3-613-02289-8.
Commons: Conte-di-Cavour-Klasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Related Articles

Wikiwand AI