Cord Meckseper

deutscher Bauforscher und Architekturhistoriker From Wikipedia, the free encyclopedia

Cord Meckseper (* 29. Oktober 1934 in Bremen) ist ein deutscher Bauforscher und Architekturhistoriker.

Leben und Wirken

Cord Meckseper besuchte 1945–1954 das humanistische Eberhard-Ludwigs-Gymnasium Stuttgart. Es folgte ein Studium der Architektur an der TH Stuttgart (mit Nebenfächern Germanistik, Geschichte, Kunstgeschichte und Philosophie), in dessen Folge er am dortigen Lehrstuhl für Baugeschichte und Bauaufnahme als Wissenschaftlicher Assistent arbeitete und 1969 über die hochmittelalterliche Stadtbaugeschichte von Rottweil am Neckar bei Harald Hanson und Hansmartin Decker-Hauff zum Dr.-Ing. promovierte.[1] Die Dissertation wurde 1970 zugleich als Habilitationsschrift anerkannt.[2] 1971–1973 war er Universitätsdozent für das Lehrgebiet „Stadtbaugeschichte“ an der Universität (TH) Stuttgart.[1] 1973–1974 war er Professor für Geschichte, Theorie und Kritik der Architektur an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste Berlin (in der Nachfolge von Julius Posener).

Seine Hauptwirkungszeit verbrachte Cord Meckseper von 1974 bis 1999 ein Vierteljahrhundert lang als ordentlicher Professor für Bau- und Kunstgeschichte an die Universität Hannover. Ab 1979 war er wesentlich an den Vorbereitungen zur Niedersächsischen Landesausstellung „Stadt im Wandel. Kunst und Kultur des Bürgertums in Norddeutschland“ in Braunschweig beteiligt, die 1985 im Braunschweigischen Landesmuseum und der Burg Dankwarderode gezeigt wurde. Nach seiner Emeritierung 1999 widmet er sich weiterhin Forschungen zur Baugeschichte insbesondere des Mittelalters.

Mitgliedschaften, Ehrungen

In den Jahren 1986 bis 1994 war Meckseper Vorsitzender der Koldewey-Gesellschaft – Vereinigung für baugeschichtliche Forschung (2006 Ehrenmitgliedschaft[1]) und 1989 bis 1995 Vizepräsident der Deutschen Burgenvereinigung (1992 Ehrenmitgliedschaft[1]). 2007–2013 war er Vorstandsmitglied im Freundes- und Förderkreis des Museums August Kestner Hannover.[1]

Meckseper ist Mitglied in der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen und korrespondierendes Mitglied im Institut für vergleichende Städtegeschichte, Münster.[1] Seit 1992 ist er Mitglied der Klasse für Geisteswissenschaften der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft.

1985 erhielt er das Verdienstkreuz Erster Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens.[1]

Privates

Cord Meckseper ist der ältere Bruder des Malers und Grafikers Friedrich Meckseper.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Ein ausführliches Schriftenverzeichnis von Cord Meckseper befindet sich auf der Website des Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur der Leibniz-Universität Hannover.[3]

Literatur

  • Maike Kozok (Hrsg.): Struktur, Symbol. Streifzüge durch die Architekturgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart. Festschrift für Cord Meckseper zum 65. Geburtstag. Imhof Verlag, Petersberg 1999, ISBN 978-3-932526-52-7.
  • Burgenforschung. Festschrift für Cord Meckseper zum 85. Geburtstag (= Veröffentlichungen der Deutschen Burgenvereinigung, Reihe A: Forschungen. 20). Deutsche Burgenvereinigung, Braubach 2019, ISBN 9783927558458. (Enthält einen von Mecksepeper kommentierten Nachdruck von 15 eigenen Aufsätzen.)

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI