Corinna Simon
deutsche Pianistin
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Leben und Wirken
Corinna Simon erhielt ihren ersten Klavierunterricht im Alter von fünf Jahren. Mit zwölf Jahren wurde sie in das Julius-Stern-Institut aufgenommen.[1] Ihre Ausbildung zur Konzertpianistin begann sie an der Hochschule der Künste Berlin bei Ingeborg Wunder sowie ab 1987 an der Musikhochschule München bei Ludwig Hoffmann. Meisterkurse bei György Sebök, Malcolm Frager, Karl-Heinz Kämmerling, Maria Curcio und Halina Czerny-Stefańska vervollständigten ihr Studium.[2]
1984 hatte sie ihr Solo-Debüt in der Berliner Philharmonie. Es folgten Engagements in zahlreichen europäischen Städten sowie in China, Indonesien, Singapur, Indien, Südafrika und den USA. Dabei arbeitete sie mit renommierten Dirigenten wie Jakov Kreizberg, Marc Piollet, Lior Shambadal, Cristóbal Halffter, Walter Weller und Hans Werner Henze zusammen.[2]
Seit 1989 leitet Simon in Berlin eine Ausbildungsklasse für hochbegabte Jugendliche. Daraus gingen unter anderem Sophie Mautner (Echo-Musikpreis) und Martin Helmchen hervor. Außerdem gibt sie regelmäßig international Meisterkurse an Musikhochschulen und ist Jurorin im Wettbewerb Jugend musiziert[3] sowie beim internationalen Steinway-Klavierspiel-Wettbewerb. Simon veröffentlichte mehrere CDs machte Einspielungen für den Rundfunk.[2]
Im Jahr 2010 hatte sie großen Erfolg mit einem Soloprojekt, das Werke zeitgenössischer deutscher Komponisten umfasste. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Deutschen Einheit trat sie in zahlreichen europäischen Ländern sowie in den USA auf.[2] Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls gab sie ein Konzert an der Vietnam National Academy of Music in Hanoi. Mit finanzieller Förderung durch die Deutsche Botschaft in Hanoi leitete sie dort einen Meisterkurs.[4]
Gemeinsam mit einem Wissenschaftler entdeckte sie zahlreiche Klavierwerke von Reinhold Glière in der Staatsbibliothek zu Berlin, eine CD mit den Stücken erschien 2011.[5]
Literatur (Auswahl)
- Burkhard Schäfer, Corinna Simon. „Ein später Einstieg in die Klavierkarriere wird einem nicht geschenkt.“, in: Pianonews, Heft 1/2017, S. 24–27
Diskographie (Auswahl)
- 2011: Reinhold Glière, Piano Works (Deutschlandradio Kultur / Crystal Classics)
- 2013: George Gershwin, Rhapsody in Blue – Piano Works (Musikproduktion Dabringhaus & Grimm)
- 2013: Jean Françaix, Piano Rarities (Deutschlandradio Kultur / Crystal Classics)
- 2016: Witold Lutosławski, Complete Piano Works (Deutschlandradio Kultur / CAvi Music)
- 2019: L’Album des Six, mit Werken von Auric, Durey, Honegger, Milhaud, Poulenc, Tailleferre (Deutschlandfunk Kultur / Sony Music)
- 2019: Klavier für Kinder Sony Classical / Deutschlandfunk Kultur engl. Version "Piano for Kids" mit Werken von u. a. Bach, Haydn, Mendelssohn Bartholdy, Schumann, Schostakowitsch, Elgar
- 2020: Klavier für Kinder 2 Sony Classical / Deutschlandfunk Kultur mit Werken von u. a. Bach, Händel, Cimarosa, Beethoven, Tschaikowsky, Debussy, Bartók, Prokofiew, Bloch
