Cornelia Schulz
deutsche Bildhauerin
From Wikipedia, the free encyclopedia
Cornelia Schulz (* 15. Januar 1940 in Berlin) ist eine deutsche Bildhauerin.
Leben und Werk
Cornelia Schulz ist die Tochter eines Buchhändlers. Sie machte das Abitur und heiratete 1958 den späteren Bildhauer Axel Schulz. Von 1959 bis 1963 studierte sie an der Humboldt-Universität zu Berlin Pädagogik. Als 1963 das Erdölverarbeitungswerk Schwedt die Produktion aufgenommen hatte, wurde ihr Mann, wie auch weitere bildende Künstler, nach Schwedt delegiert. Dadurch kam sie ebenfalls dorthin. Von 1963 bis 1969 arbeitete sie in Schwedt als Lehrerin, dann als Helferin in der Bildhauer-Werkstatt ihres Mannes. Dabei eignete sie sich künstlerische und handwerkliche Kenntnisse und Fähigkeiten der Bildhauerei an. Seit 1974/1975 ist sie als Bildhauerin freischaffend tätig. Ihr 1982/83 auf der IX. Kunstausstellung der DDR in Gips gezeigter Torso für V. fand besondere Anerkennung. So schrieb die Zeitschrift Einheit, die Plastik wirke „wie ein Hohelied auf das menschliche Leben“.[1]
Ab 1967 setzte Cornelia Schulz mit ihrem Mann in Schwedt ein früheres Wirtschaftsgebäude des Jagdschlösschens im Park Monplaisier als Wohnung für sich und ihre vier Kinder und für zwei Ateliers instand.[2] Der Schwedter Preußische Kulturverein Monplaisier e. V. erwarb das Anwesen nach ihrem späteren Auszug, verkaufte es jedoch wieder. Das Gebäude verkommt.[3]
Cornelia Schulz lebt nun in dem Örtchen Neuentempel.
Sie war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und wurde 1982 als Mitglied eines Kollektivs mit dem Kunstpreis des FDGB geehrt. 1994 wurde sie Mitglied des Schwedter Kunstvereins.
Rezeption
In den Torsi von Cornelia Schulz „kommt gleichermaßen eine herbe Körpersprache voll sensibler und doch vitaler Anmut zum Ausdruck, die die Schönheitsideale vergangener Kunstepochen mit den bildnerischen Erfahrungen unseres Jahrhunderts und einer tiefen Emotionalität zu vereinen sucht.“[4]
Weitere Werkbeispiele
- Erdkugel (1972, Brunnenplastik, Bronze; Berlin, Gelände des damaligen Pionierpalasts „Ernst Thälmann“; weitere Exemplare in Eisenhüttenstadt und Schwedt; mit Axel Schulz)[5][6][7]
- Trauer (um 1983, Gips für Bronze, 220 cm)[8]
- Brunnen Mutter Erde (1989 Figur Mutter mit Kind, Bronze, Höhe 180 cm; 2010 Bronzeplastiken Kleines Reptil, Hase und Vögelchen, Skulpturen Löwe aus roter Mainsandstein und Elefant aus Marmor, Stadtpark Schwedt)[9]
Ausstellungen (unvollständig)
Einzelausstellungen
- 2015: Schwedt, Galerie am Kietz („Axel und Cornelia Schulz – Letzte Schwedter Ausstellung“)[10]
Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR
- 1976, 1979 und 1985: Frankfurt/Oder, Bezirkskunstausstellungen
- 1977/1978, 1982/1983 und 1987/1988: Dresden, VII., IX. und X. Kunstausstellung der DDR
- 1984: Gera, Bezirkskunstausstellung
- 1979/1980: Dresden, Albertinum („Junge Bildhauerkunst der DDR“)
- 1983/1984: Magdeburg, Museum Kloster Unser Lieben Frauen („Junge Bildhauer der DDR“)
Teilnahme an weiteren Ausstellungen
- 2022: Berlin-Lichtenberg, Ratskeller-Galerie („HORIZONTE – Sechs Künstler*innen sehen die Uckermark“)[11]
Literatur
- Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 867