Cornwall Minerals Railway
ehemalige britische Bahngesellschaft
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Die Cornwall Minerals Railway war eine britische Eisenbahngesellschaft in Cornwall in England.
| Cornwall Minerals Railway | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 1873 |
| Auflösung | 1896 |
| Auflösungsgrund | Verkauf an die Great Western Railway (GWR) |
| Sitz | St Blazey, Cornwall, |
| Branche | Eisenbahngesellschaft |

Geschichte
Die Gesellschaft wurde am 21. Juli 1873 gegründet, um eine breitspurige (2140 mm) Bahnstrecke von Fowey nach Newquay zu bauen. Gleichzeitig erhielt die CMR das Recht, andere Bahngesellschaften auf dieser Route zu übernehmen. Übernommen werden durften die Newquay and Cornwall Junction Railway (Burngullow-Nanpean), die Pferdebahnen von Joseph Treffry: Par Tramway (Par-Bugle) und Newquay Railway (Newquay-Newlyn East/Hendra). Die Abschnitte zwischen St. Dennis Junction (Hendra) bei Nanpean bis nach Bugle und von Par bis Fowey mussten neu gebaut werden. Dazu kamen noch die Konzessionen für einige Nebenstrecken, unter anderen von Bugle nach Carbus und von Treloggan Junction nach East Wheal Rose.
Am 1. Juni 1874 nahm die Gesellschaft den Betrieb auf und am 20. Juni 1876 war die Strecke durchgängig befahrbar. Zum 1. Juli 1877 pachtete die Great Western Railway die Cornwall Minerals Railway. 1892 wurden die Strecken auf Normalspur umgestellt. Am 27. Juni 1893 wurde die Lostwithiel and Fowey Railway in die CMR eingegliedert. Die endgültige Übernahme durch die GWR erfolgte am 7. August 1896.
Lokomotiven
Für die Fahrzeugunterhaltung wurde in St. Blazey ein Lokschuppen und die Werkstätten errichtet. Die CMR beschaffte 18 dreifach gekuppelte Tenderlokomotiven (CMR Nr. 1 bis 18) von Sharp, Stewart and Company. Die Lokomotiven wurden ohne hinteren Kohlenkasten gebaut, damit bei schweren Zügen zwei Lokomotiven Rücken an Rücken gekuppelt eingesetzt werden konnten.[1] Ab 1876 übernahm die GWR den Betrieb der Bahn und damit auch die Lokomotiven Nr. 1 bis 9, die restlichen Lokomotiven wurden für den Betrieb nicht benötigt und wurden deshalb an den Hersteller Sharp, Stewart and Company zurückverkauft, der sie an die Colne Valley and Halstead Railway (1 Lokomotive) und an die Lynn and Fakenham Railway (8 Lokomotiven) vermittelte. Die von der GWR übernommenen Lokomotiven wurden in die Klasse 1392 eingereiht und zu Satteltanklokomotiven mit klassischem Führerhaus umgebaut. Sie bildeten die Grundlage der GWR-Klasse 1361.[2][3]
Literatur
- Christopher Awdry: Encyclopaedia of British Railway Companies. Stephens, Wellingborough 1990, ISBN 1-85260-049-7.