Corpus Delicti (2026)
Film von Lena Stahl (2026)
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Corpus Delicti ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2026 von Regisseurin und Drehbuchautorin Lena Stahl mit Hannah Herzsprung, Damian Hardung und Alexander Fehling. Das Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Roman von Juli Zeh.[2][3]
| Film | |
| Titel | Corpus Delicti |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Länge | 108 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | Wiedemann & Berg Filmproduktion |
| Stab | |
| Regie | Lena Stahl |
| Drehbuch | Lena Stahl |
| Produktion |
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| Musik |
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| Kamera | Philipp Haberlandt |
| Schnitt | Barbara Gies |
| Besetzung | |
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Handlung
In der nahen Zukunft bestimmt ein Gesellschaftssystem namens Methode das Leben der Menschen. Gesundheit, Sicherheit, Transparenz und Ordnung stehen dabei im Mittelpunkt, zu Lasten der individuellen Freiheit.
Das Leben der Wissenschaftlerin Mia Holl gerät aus den Fugen, als ihr Bruder Moritz wegen Mordes verurteilt wird. Obwohl die Beweislage erdrückend ist, glaubt Mia weiter an seine Unschuld. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit und beginnt, das System infrage zu stellen. Damit erregt sie allerdings die Aufmerksamkeit des Regimes. Unklar ist für Mia auch, ob sie etwa ihrer Kollegin Christiane Bülow, dem Anwalt ihres Bruders Lutz Rosentreter oder dem Journalisten Heinrich Kramer vertrauen kann.[4][5]
Produktion und Hintergrund
Die Dreharbeiten fanden an 34 Drehtagen vom 1. Juli bis zum 28. August 2025 in Deutschland und Tschechien statt. Drehort war unter anderem Berlin.[2][6]
Der Film wurde von der Wiedemann & Berg Filmproduktion produziert, als Produzenten fungierten Quirin Berg, Max Wiedemann und Laura Mihajlovic. Unterstützt wurde die Produktion vom Deutschen Filmförderfonds, der Filmförderungsanstalt, dem FilmFernsehFonds Bayern, der Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH und dem Czech Audiovisual Fund.[2][6]
Die Kamera führte Philipp Haberlandt, die Musik stammt von Volker Bertelmann und Lennart Saathoff, die Montage verantwortete Barbara Gies und das Casting Alexandra Montag. Das Szenenbild gestaltete Christian Goldbeck, das Kostümbild Waris Klampfer, den Ton Johannes Hampel und Moritz Hoffmeister und die Maske Kerstin Gaecklein und Anna von Gwinner.[2][3][6]
Veröffentlichung
Ein Trailer wurde im Juli 2026 veröffentlicht.[5][7] Premiere war am 14. September 2026 im Delphi Filmpalast in Berlin.[8]
Am 29. September 2026 soll der Film am Filmfestival Lucas in Frankfurt am Main gezeigt werden.[6] Der deutsche Kinostart ist für den 1. Oktober 2026 im Verleih von Leonine vorgesehen.[2][3][4]
Rezeption
Christoph Petersen vergab auf filmstarts.de drei von fünf Sternen. Die Dystopie sei als Film sogar noch aktueller als vor 19 Jahren als Bühnenstück und vor 17 Jahren als Roman. Allerdings verspiele Autorin und Regisseurin Lena Stahl mit der inhaltlichen Verschiebung in die Richtung eines mäßig nervenzerrenden Zukunfts-Krimis einiges an thematischem Potenzial.[9]
Oliver Armknecht bewertete die Produktion auf film-rezensionen.de mit vier von zehn Punkten. Die Romanadaption greife zahlreiche aktuelle Themen auf, verpasse es dabei aber, diesen auch eigene Gedanken hinzuzufügen oder wenigstens zu vertiefen. Stattdessen werde es auf geradezu ärgerliche Weise plakativ und theatralisch.[10]
Anna Maria Pahlke (zwei von fünf Sterne) schrieb auf epd-film.de, dass der Film von totaler Kontrolle erzähle, dabei aber selbst erstaunlich kontrolliert bleibe. Stahl habe Roman und Theaterstück teils in einen einfachen Thriller übersetzt, was der Erzählung einiges an Gewicht nehme. Dafür glänze die Verpackung. Ärgerlich sei neben dem Mangel an Ambivalenzen die Harmlosigkeit, mit der dieses äußerst ungemütliche Gedankenexperiment erzählt werde.[11]
Filmdienst.de (drei von fünf Sterne) befand, dass die Romanadaption mit einem sterilen Szenenbild und der allgegenwärtigen Überwachung den Verlust von Privatsphäre und Individualität plastisch sichtbar mache. Zugleich übersetze der Film die komplexe Vorlage geschickt in einen geradlinigen Thriller, der die Suche der Hauptfigur nach der Wahrheit ins Zentrum rückt. So verbinde er Spannung mit einer beklemmenden Reflexion über einen Staat, der im Namen des Gemeinwohls die Freiheit abschafft.[3]
Weblinks
- Corpus Delicti bei IMDb
- Corpus Delicti in The Movie Database (englisch)