Corralejo
Siedlung im Norden von Fuerteventura in Spanien
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| Corralejo Gemeinde La Oliva:Corralejo | ||
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| Wappen | Karte der Kanarischen Inseln | |
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| Basisdaten | ||
| Land: | ||
| Autonome Gemeinschaft: | ||
| Provinz: | Las Palmas | |
| Insel: | Fuerteventura | |
| Koordinaten: | 28° 44′ N, 13° 52′ W | |
| Einwohner: | 16.319 (2014) INE | |
| Postleitzahl(en): | E–35660 | |
| Ortskennzahl: | 35014000200 | |
| Nächster Flughafen: | Puerto del Rosario (FUE) | |
Corralejo [] ist ein Ort in der Gemeinde La Oliva, an der Nordspitze der Kanarischen Insel Fuerteventura, etwa 40 Kilometer nördlich des internationalen Flughafens. Neben den Ferienzentren auf der Halbinsel Jandía und Caleta de Fuste ist Corralejo das größte touristische Ballungsgebiet der Kanareninsel. Vom Hafen aus verbinden mehrmals täglich große Autofähren mit der Nachbarinsel Lanzarote.
Geschichte
Gegenüber der Insel Lobos gelegen, war Corralejo im 17. Jahrhundert ein Piraten- und Schmugglerhafen. Steuern und Zölle für den Import von Nahrungsmitteln (Ziegen, Getreide, Käse) wurden durch Schmuggel umgangen. Die Inselregierung hatte damals ihren Sitz in Betancuria, fern genug, um gegen diese Geschäfte machtlos zu sein.
Ab den 1950er-Jahren gab es Landverkäufe an ausländische Touristikunternehmen (Belgier, Niederländer und Deutsche), erste Appartementanlagen und Hotels wurden gebaut.
Mitte der 1970er-Jahre entstanden südlich von Corralejo zwei große Hotelgebäude (RIU Tres Islas und Riu Oliva Beach) inmitten des später erklärten Dünengebietes Parque Natural de Corralejo. Nach der Umwidmung zum Naturpark durften keine weiteren Hotelkomplexe südlich der Ortsbebauung errichtet werden.
Heute ist Corralejo in erster Linie ein Touristenort, der auch von der regelmäßigen Fährverbindung zur etwa acht Kilometer entfernten Nachbarinsel Lanzarote profitiert, die Überfahrt dauert lediglich eine halbe Stunde. In dem mittlerweile weitläufigen Ferienkomplex konzentriert sich die Tourismusindustrie des nördlichen Teils der Insel.
Region
Südlich von Corralejo erstreckt sich das Dünengebiet des Naturparks auf etwa elf Kilometern Länge. Seeseitig grenzen die Dünen an kleinere und auch lang gestreckte Strände mit feinem weißen Sand. Die Strände von Corralejo enden im Meer meist mit steinigem Grund. Im Südwesten des Dorfes befinden sich einige gut erhaltene Vulkankrater. Die Volcanes de Bayuyo, zu denen auch der Calderón Hondo gehört, sind über einen teilweise befestigten Wanderweg erschlossen.
- Eine Hauptstraße von Corralejo
- Hafen, im Hintergrund der Stadtstrand
- Dünenlandschaft im Parque Natural de Corralejo
- Fähre nach Lanzarote
Wirtschaft
Hauptwirtschaftszweig ist der Tourismus (z. B. Hotels, Appartementanlagen, Restaurants, Reiseunternehmen), der weiter wächst. Die Landwirtschaft ist von untergeordneter Bedeutung und besteht hauptsächlich aus Ziegenhaltung und Käserei. Auch der Fischfang spielt keine große Rolle mehr.
Umwelt
Baudruck
Die spanische Umweltorganisation Ecologistas en Acción (Ökologinnen in Aktion) kritisiert den Ort Corralejo in ihrem Bericht "Black Flags 2024". Der Sprecher der Ecologists in Action de Canarias Cristóbal López kritisierte das Gebiet für seine „räuberische Stadtplanung“, die überproportional großen Hotelketten zugutekommt und die negativen Auswirkungen des Tourismus und des Baudrucks verschärft.[1]
Plastikmüll
Die touristisch stark frequentierten Strände von Corralejo sind, vor allem während der Urlaubssaison, durch Müll belastet. Die Abfälle kommen sowohl von Strandgästen als auch aus dem Meer.[2]

