Cosmic Vision 2015–2025
Rahmenprogramm der Europäischen Weltraumbehörde ESA für Projekte im Bereich Space Science
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Cosmic Vision 2015–2025 ist das wissenschaftliche Rahmenprogramm der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) in Nachfolge der Programme Horizon 2000 und Horizon 2000 Plus. In der Struktur der ESA befasst sich dieser Bereich mit Fragen der Astronomie und Astrophysik, Erforschung des Sonnensystems und Grundlagen der Physik. Das Nachfolgeprogramm Voyage 2050 wurde nach Vorbereitungen ab 2019 im Juni 2021 offiziell mit seinen wissenschaftlichen Schwerpunkten verabschiedet.[1]
Entstehung
Die 2004 von der wissenschaftlichen Gemeinschaft eingebrachten und auf einer Konferenz in Paris diskutierten Themen für eine Cosmic Vision wurden 2005 in einem Gesamtplan der ESA zusammengefasst. Die darin identifizierten übergreifenden Fragen sind:
- Was sind die Bedingungen für die Entstehung von Planeten und das Aufkommen des Lebens?
- Wie funktioniert das Sonnensystem?
- Was sind die grundlegenden physikalischen Gesetze des Universums?
- Wie entstand das Universum und woraus besteht es?
Diese Themen sollten durch eine Reihe von Weltraummissionen mit Start ursprünglich im Bereich 2015–2025 angegangen werden, wobei mittelgroße (M, Kosten unmittelbar für ESA ca. 500 Millionen Euro) und große (L, ca. 900 Millionen Euro) Missionen vorgesehen waren. 2012 wurden kleine Missionen (S, 50 Millionen Euro) hinzugefügt, Ende 2014 die Sonderkategorie „ESA-CAS Mission“ für eine gemeinsame Mission mit der Chinesischen Akademie der Wissenschaften.[2] Zudem wurde das Programm um „schnelle“ Missionen (F-Klasse) erweitert. Es besteht auch die Möglichkeit der Nutzung von Gelegenheiten zur Beteiligung an Missionen anderer Raumfahrtagenturen in Missions of Opportunity.
Missionen
Die Missionen wurden schrittweise definiert und ausgewählt. Ein Großteil der Missionen befindet sich bereits im aktiven Betrieb im All oder in der finalen Bauphase.[3]
- Klein (S-Missionen)
- S1 – CHEOPS (im Dezember 2019 gestartet, aktiv)
- ESA-CAS-Mission
- Mittel (M-Missionen)
- M1 – Solar Orbiter (im Februar 2020 gestartet, aktiv)
- M2 – Euclid (im Juli 2023 gestartet, aktiv)
- M3 – PLATO (Missionsannahme 2021, Start für Januar 2027 geplant)[5]
- M4 – ARIEL (Missionsannahme 2020, Start für 2029 geplant)
- M5 – EnVision (Missionsannahme 2024, Start für 2031 geplant)[6]
- Groß (L-Missionen)
- L1 – JUICE (im April 2023 gestartet, auf dem Weg zum Jupiter)
- L2 – Athena (aufgrund von Budgetüberschreitungen 2023 als NewAthena neu strukturiert, Start für ca. 2035 geplant)[7]
- L3 – LISA (Missionsannahme im Januar 2024, Start für ca. 2035 geplant)[8]
- Schnell (F-Missionen)
- F1 – Comet Interceptor (ausgewählt 2019, Start für 2029 gemeinsam mit ARIEL geplant)
- F2 – ARRAKIHS (ausgewählt im November 2022, Start für 2030 geplant)[9]
Weblinks
- Cosmic Vision bei ESA (englisch)
- Cosmic Vision 2015-2015 – Gesamtplan von 2005 (PDF; 2,0 MB, englisch)