Crazy Taxi
Computerspiel
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Crazy Taxi ist ein actionlastiges Rennspiel, das 1999 von der Firma Hitmaker (ehemals AM3) für Sega entwickelt wurde. Nach der Veröffentlichung als Arcade-Spiel folgten Portierungen auf Dreamcast (2000), PlayStation 2 (2001), Nintendo GameCube (2001), Microsoft Windows (2002) und PlayStation 3[2] (2010). Es ist das erste Spiel der Crazy-Taxi-Reihe.
| Crazy Taxi (Automat) | |
| Entwickler | Hitmaker |
|---|---|
| Publisher | Sega |
| Veröffentlichung | 1999 |
| Genre | Arcade-Rennspiel |
| Spielmodus | Einzelspieler |
| Steuerung | Lenkrad, Pedale und Schaltung (Automatik) |
| Gehäuse | Sit-down |
| Arcade-System | SEGA NAOMI = Haupt-CPU: Hitachi SH-4 64 Bit RISC CPU @200 MHz GPU: PowerVR 2 (PVR2DC) @100 MHz Sound-CPU: 32 Bit RISC @45 MHz Sound Chips: ARM7 Yamaha AICA |
PlayStation 2
GameCube
PC
PlayStation 3/Xbox 360
| Crazy Taxi (Konsolenfassung) | |||
| Zählt zur Reihe Crazy Taxi (Computerspielreihe) | |||
| Entwickler | Hitmaker | ||
|---|---|---|---|
| Publisher | Sega, Acclaim Entertainment (Konsolen-Umsetzung), Strangelite (PC-Umsetzung) | ||
| Veröffentlichung | Dreamcast PlayStation 2 GameCube PC PlayStation 3/Xbox 360 | ||
| Plattform | Dreamcast, PlayStation 2, PlayStation 3, GameCube, Xbox 360, Windows, iOS, Android | ||
| Genre | Arcade-Rennspiel | ||
| Spielmodus | Einzelspieler | ||
| Steuerung | Gamepad | ||
| Medium | GD-ROM, DVD-ROM, MiniDVD, Download | ||
| Sprache | Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch | ||
| Altersfreigabe |
| ||
| PEGI-Inhaltsbewertung | Schimpfwörter | ||
Spielablauf
Das Spielgeschehen findet in einer virtuellen Stadt (West Coast, die optisch an San Francisco orientiert ist) statt. Als Taxifahrer versucht der Spieler möglichst viele Passagiere nacheinander aufzunehmen und zu verschiedenen Zielpunkten zu bringen. Das Spiel erlaubt ein freies Befahren der großen Areale und Entscheidungsfreiheit, welche Personen befördert werden sollen. Schon vorher ist an einem farbigen Ring (und dessen Radius), der die Kunden umgibt, erkennbar, wie weit diese befördert werden wollen. Zu Spielbeginn erhält man eine gewisse Anzahl Sekunden als „Startkapital“, welche sofort beginnen, herunterzuzählen. Sobald man einen Fahrgast aufnimmt, werden einem weitere Sekunden dazugerechnet, um den Kunden zum Ziel zu bringen. Zusätzlich beginnt über dem Kopf des Fahrgastes eine weitere Uhr, die anzeigt, wie viele Sekunden für diesen Fahrgast übrigbleiben, herunterzuzählen. Durch ein erfolgreiches Abliefern erhält man die zu Beginn der Fahrt festgelegte Summe und beim Absetzen des Kunden weitere wertvolle Sekunden je nach Geschwindigkeit: Bei „Speedy“ 5 Sekunden, bei „Normal“ noch 2 und bei „Slow“ überhaupt keine mehr. Zudem hat man die Möglichkeit, durch diverse Stunts, wie waghalsiges Fahren, Sprünge oder Drifts, ein sich steigerndes Trinkgeld zu erhalten. Schafft man es nicht, die Passagiere innerhalb der verlangten Zeit zum Zielort zu fahren, springen diese, ohne zu bezahlen, aus dem Auto. Während der Fahrt weist ein großer grüner Pfeil in der Mitte des oberen Bildschirmrandes, auf den Zielort.
Die Konsolen- und PC-Portierungen enthalten eine weitere Stadt und den neuartigen „Crazy-Box“-Modus als Spieloption. „Crazy Box“ ist eine Sammlung von Minispielen, die noch weniger als das Hauptspiel mit dem Genre der Rennspiele gemein hat. Allesamt sind sie eher den Geschicklichkeitsspielen zuzuordnen. So fungiert das Taxi in diesen beispielsweise als Bowlingkugel oder der Spieler muss versuchen, auf einer Schanze einen Weitsprungrekord hinzulegen.
Die gesamte Grafik des Spieles weist eine Mischung aus Realismus und Cartoon-Optik auf, die viele bunte Farben aufweist. Die Zeitschrift Video Games (Ausgabe 3/00) bewertete die Dreamcast-Version mit 91 %.
Soundtrack
Die populären US-amerikanischen Musikgruppen Bad Religion („Inner Logic“, „Ten in 2010“, „Hear It“ und „Them and Us“) und The Offspring („All I Want“, „Change the World“ und „Way Down the Line“) haben Musikstücke zum Spiel beigesteuert, die während des Hauptspieles, dem Titel und dem Abspann zu hören sind. Eine Ausnahme bietet allerdings die PC-Umsetzung des Spieles, die mit einem komplett anderen Soundtrack, von Pivit („Fingercuffs“ und „Middle Children“), Too Rude („The Distance“) und Total Chaos („What You Gonna Do“ und „Let It Roll“), aufwartet. Auch in der Neuauflage von 2010 für PS3/Xbox 360 ist ein anderer Soundtrack enthalten als der von The Offspring und Bad Religion. Die iOS- und Android-Fassung hingegen wurde wieder mit dem originalen Soundtrack ausgestattet.
Produktplatzierung
Die Ziele, an die die Passagiere wünschen gebracht zu werden, enthalten neben allgemeinen Orten, wie einer Polizeiwache, einem Stadion, einem Leuchtturm oder eines Bahnhofes, auch firmenbezogene. Diese waren Pizza Hut, FILA Store, Kentucky Fried Chicken, Levi’s Store und Tower Records. Auch dieses Feature fehlt in der PS3-/Xbox-360-Version, hier wurden andere Logos und Marken erfunden, die sich aber größtenteils an die originalen Marken anlehnen sollten.
Rezeption
Auf der mittlerweile eingestellten Wertungsaggregationsseite GameRankings hielt die Dreamcast-Version zuletzt einen Score von 90,19 %.[10] Spätere Fassungen für andere Plattformen erzielten allerdings deutlich niedrigere Durchschnittswertungen.[12] Die Zeitschrift Video Games vergab für die Dreamcast-Version eine Spielspaßwertung von 91 %.[7]
Oliver Schultes von M! Games bewertete die Fassung für PlayStation 2 als gelungen. Es sei ansprechend texturiert und die Verkehrsdichte sei gleichauf. Der Spielablauf sei hektisch. Von der Steuerung her böte es genügend Spieltiefe. Ihm gefiel auch der passende Soundtrack. Probleme aus der Dreamcast-Fassung seien nicht angegangen und das Spiel sei unzureichend für PAL optimiert worden.[4]
Die PC Games vergab in ihrer Rezension im September 2002 immerhin noch 81 % für die PC-Version. Die Grafik konnte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr mit damals aktuellen Rennspielen wie Need for Speed: Hot Pursuit 2 mithalten und auch im Vergleich mit GTA 3 könne das Spiel nicht bestehen, doch Animationen und Fahrgefühl stimmen. Crazy Taxi sei „Spiel gewordene gute Laune“, nur das Fehlen der Original-Musik auf PC wurde kritisiert.[6]
Weblinks
- Crazy Taxi bei MobyGames (englisch)
- Crazy Taxi in der Killer List of Videogames (englisch)


