Crombie Halls

Bauwerk im Vereinigten Königreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Crombie Halls, auch Crombie Hall of Residence, sind ein Studentenwohnheim der University of Aberdeen in der schottischen Stadt Aberdeen. 2004 wurde das Bauwerk in die schottischen Denkmallisten in der höchsten Denkmalkategorie A aufgenommen.[1]

Blick von Süden auf den höchsten Gebäudeteil

Geschichte

Nach einer längeren Periode sinkender Studentenzahlen, prognostizierte die Universität Aberdeen einen signifikante Anstieg der Immatrikulationen. Um Wohnungen für die erwarteten Studenten zu schaffen, wurde der bedeutende schottische Architekt Robert Matthew mit der Planung des Komplexes betraut. 1953 präsentierte Matthew die ersten Entwürfe. Die Planung war 1955 abgeschlossen. Budgetbegründet wurde der Baubeginn auf 1957 verschoben und der Komplex schließlich 1960 fertiggestellt. Er gilt als eines der bedeutendsten Bauten der Moderne in Schottland und wurde in mehreren Fachpublikationen thematisiert. Die Crombie Halls waren des Weiteren das erste gemischtgeschlechtliche Studentenwohnheim in Schottland, was als revolutionär galt.[1][2]

Beschreibung

Matthew beschrieb den Charakter der Universität Aberdeen als eher als kleinstädtisch und informell, weshalb er für die Ausgestaltung der Crombie Halls auf volkstümliche Motive zurückgriff. Auch siedelte er den Bau nicht entlang der High Street in direkter Nachbarschaft zu bestehenden universitären Gebäuden an, sondern versetzte ihn zurück in den damaligen hinteren Campusbereich.[1] Heute befinden sich die Crombie Halls weitgehend im Zentrum des Campus, der im Norden Aberdeens gelegen ist.[3]

Der Komplex besteht aus fünf- bis dreigeschossigen Wohngebäuden, die über eingeschossige Verbindungsbauten verbunden sind. Die Fassadengestaltung ist bewusst abwechslungsreich und umfasst neben dem traditionellen Harl-Verputz auch Sichtmauerwerk aus zu ungleichmäßigen groben Quadern behauenem Bruchstein, der an manchen Flächen zu einem Bossenwerk gelegt ist. Zuletzt sind insbesondere die Fassaden der Verbindungsbauten teils holzverkleidet. Die Holzrahmenfester sind meist horizontal gesetzt. Die Innenseiten der verglasten Eingangstüren sind markant gerundet. Hofseitig taucht das Motiv L-fömig gesetzter Elemente aus Türen und schmalen Oberlichtern mehrfach auf.[1]

Einzelnachweise

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