Crypto.com

Handelsplattform für Kryptowährungen From Wikipedia, the free encyclopedia

Crypto.com ist eine Kryptobörse. Sie wird von dem Unternehmen Foris DAX Asia Pte. Ltd, einer Tochtergesellschaft von Foris DAX MT (Malta) Limited, einem in Malta registriertem Unternehmen mit Hauptsitz in Singapur, betrieben. Im Jahr 2021 hatte die Börse knapp 10 Millionen Nutzer und rund 3.000 Mitarbeiter[1], im Mai 2024 nach eigenen Angaben 100 Millionen Nutzer.[2] Auf der Börse können Kryptowährungen, Derivate und Non-Fungible Token gehandelt werden. Daneben bietet die Website auch Staking, Kredite in Kryptowährungen, den Handel mit anderen Finanzprodukten wie Aktien und Derivaten und eine eigene Visa Prepaid-Debit-Karte an.

Schnelle Fakten
Crypto.com
Rechtsform Privatunternehmen
Gründung 2016
Sitz Singapur Singapur
Leitung Kris Marszalek (CEO)
Mitarbeiterzahl 3000 (2021)
Branche Kryptohandel
Website www.crypto.com
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Geschichte

Das Unternehmen wurde ursprünglich von Bobby Bao, Gary Or, Kris Marszalek und Rafael Melo im Jahr 2016 unter dem Namen Monaco gegründet und war anfangs in Hongkong tätig. Bei einem Initial Coin Offering nahm Crypto.com im Jahr 2017 knapp 25 Millionen US-Dollar ein. Die Domain crypto.com registrierte 1993 der Kryptographieforscher Matt Blaze, der dort bis 2018 Artikel und Dokumente zu seinen Forschungsthemen veröffentlichte. Im Juli 2018 verkaufte Matt Blaze die Domain mutmaßlich für einen zweistelligen Millionenbetrag an die Firma Monaco, die sich daraufhin in crypto.com umbenannte.[3][4]

Die von der Börse ausgegebene Kryptowährung Cronos erreichte im Dezember 2021 eine Marktkapitalisierung von 23 Milliarden Euro und stieg damit zu den wertvollsten Kryptowährungen auf.[5]

Im Mai 2022 ging Crypto.com eine Partnerschaft mit Shopify ein, um Unternehmen, die die E-Commerce-Plattform nutzen, die Möglichkeit zu geben, Zahlungen in Kryptowährung zu akzeptieren.[6]

Im Dezember 2024 ging Crypto.com eine Partnerschaft mit der Deutschen Bank ein, um Firmenkundenbankdienstleistungen in Singapur, Australien und Hongkong anzubieten.[7] Crypto.com arbeitete auch mit Mastercard zusammen, um digitale Zahlungen in der GCC-Region auszuweiten.[8]

Im Februar 2025 startete die Börse den Handel mit Aktien und ETFs.[9]

Am 7. Mai 2025 eröffnete Crypto.com eine Regionalniederlassung in Washington, D.C., in der Nähe des Weißen Hauses, um seine Öffentlichkeits- und Regierungsarbeit in Nordamerika auszubauen und die Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträgern und Regulierungsbehörden in den USA zu stärken.[10] Bis 2025 hatte Crypto.com 11 Millionen Dollar an Trump gespendet. Im Jahr 2025 beendete die Securities and Exchange Commission eine Untersuchung gegen Crypto.com.[11] Im August 2025 begann Crypto.com eine Partnerschaft mit der Trump Media & Technology Group, welche im Gegenzug über 100 Millionen US-Dollar in den Crypto-com-Coin Cronos investierte.[12][13]

Am 21. Mai 2025 übernahm Crypto.com das in Zypern ansässige Unternehmen A.N. Allnew Investments Ltd, um sich eine Lizenz gemäß der Richtlinie 2014/65/EU über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID) zu sichern, die es ihm ermöglicht, Wertpapiere, Derivate und Differenzkontrakte im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum anzubieten.[14]

Sponsoring

Im Jahr 2021 erwarb das Unternehmen die Namensrechte für das Staples Center in Los Angeles und zahlte Berichten zufolge 700 Millionen Dollar, um den Namen für 20 Jahre in Crypto.com Arena zu ändern. Die Namensänderung tritt am 25. Dezember 2021 in Kraft.[1] Crypto.com hat auch Sponsorenverträge mit der Formel 1, der Serie A, der UFC, Paris Saint-Germain, den Philadelphia 76ers und den Montreal Canadiens abgeschlossen und Schauspieler Matt Damon als Markenbotschafter verpflichtet.[15] Anfang 2022 sicherte sich Crypto.com als einzige Kryptohandelsplattform einen Platz als offizieller FIFA-Sponsor für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar.

Nach der Unterzeichnung von Sponsorenverträgen mit der FIFA, der Formel 1 und der UFC schloss Crypto.com für den Zyklus 2024–27, einen Vertrag mit der UEFA ab, um offizieller Sponsor der UEFA Champions League und des UEFA Super Cup zu werden.[16]

Einzelnachweise

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