Cumberland-Halbinsel
Halbinsel in Kanada
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Die Cumberland-Halbinsel (englisch „Cumberland Peninsula“) liegt im Nordosten der Baffininsel im kanadischen Territorium Nunavut.
| Cumberland-Halbinsel | ||
Blick auf Pangnirtung (2011) | ||
| Geographische Lage | ||
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| Koordinaten | 66° 33′ N, 63° 55′ W | |
| Lage | im Nordosten der Baffininsel | |
| Gewässer 1 | Davisstraße | |
| Gewässer 2 | Cumberland-Sund | |
| Länge | 290 km | |
| Breite | 210 km | |
| Fläche | 46.840 km² | |
Lage
Die Cumberland-Halbinsel liegt am Polarkreis. Sie grenzt im Nordosten und im Osten an die Davisstraße sowie im Südwesten an den Cumberland-Sund. Die kanadische Geographienamensdatenbank (CGNDB) definiert die Abgrenzung der Halbinsel im Westen entlang der Verbindungslinie zwischen dem Kopfende des Clearwater-Fjords im Süden und dem westlichen Kopfende des Nedlukseak-Fjords im Norden.[1] Die Fläche der Halbinsel beträgt etwa 46.840 km².[2]
Im Nordwesten der Cumberland-Halbinsel erstreckt sich die Penny-Eiskappe. Der Südosten der Halbinsel sowie die küstennahen Gebiete sind nur geringfügig vergletschert. Die Küste der Halbinsel ist geprägt von zahlreichen Fjorden. Über den zentralen Teil der Halbinsel verläuft die Arktische Kordillere. Diese erreicht im Mount Odin eine Höhe von 2147 m. In den eisfreien Gebieten dominiert die arktische Tundra. Das Klima der Halbinsel gilt als extrem trockenkalt.
Die Inuit-Siedlung Pangnirtung befindet sich am Pangnirtung-Fjord an der Südwestküste der Cumberland-Halbinsel. Auf der der Nordostküste vorgelagerten Insel Broughton Island befindet sich die Inuit-Siedlung Qikiqtarjuaq. Der Auyuittuq-Nationalpark erstreckt sich über den Westteil der Halbinsel.
Geschichte
1585 erreichte John Davis als erster Europäer die Cumberland-Halbinsel.[3] William Baffin segelte 1616 in die Baffin Bay und legte den Grundstein für den Walfang in der Region.[3] Als William Penny 1839 den Cumberland-Sund besuchte, kam es zum ersten dokumentierten Kontakt zwischen Europäern und Inuit.[3] Um das Jahr 1852 legten amerikanische Walfänger ein Winterlager am Cumberland-Sund an.[3] Britische Walfänger folgten später.[3]

