Cyberpunk (Album)
Musikalbum
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Cyberpunk ist das 1993 erschienene fünfte Studioalbum des britischen Musikers Billy Idol. Es erschien am 29. Juni 1993 bei Chrysalis Records.
| Cyberpunk | ||||
|---|---|---|---|---|
| Studioalbum von Billy Idol | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
April 1992–Januar 1993 | |||
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Format(e) |
LP, CD | |||
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Electronic Rock, Electronica, Hard Rock, New Wave, Post-Punk, Dance | ||||
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Titel (Anzahl) |
20 | |||
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71:38 | ||||
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Besetzung |
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Robin Hancock | ||||
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Hintergrund
Cyberpunk ist ein Konzeptalbum. Es war von Idols persönlichem Interesse an Technologie und seinen Versuchen, Computer in der Musik einzusetzen inspiriert. Es verarbeitete die cyberdelischen Subkulturen der späten 1980er und frühen 1990er Jahre. Das Album fiel sehr experimentell aus; Idol beabsichtigte, mehr Kontrolle über sein Songwriting zu übernehmen und zugleich seine Fans an die neuen digitalen Möglichkeiten heranzuführen.[1]
„Ursprünglich sollte Cyberpunk der Soundtrack zu einem Film werden. Tony D. hatte mich dem Regisseur Brett Leonard vorgestellt, der den ersten richtigen Cyber-Film Der Rasenmähermann gemacht hatte und uns erlaubte, alle Effekte aus dem Film zu samplen, die wir wollten. Er sprach über ein Sequel, das er Mind Fire nannte, und wir machten uns an die Arbeit. [...] Das ganze Projekt kam zum Erliegen. Das Studio halbierte das Budget für den Film und machte daraus schließlich mit einem anderen Regisseur einen Flop, mit dem wir nichts mehr zu tun haben wollten. So stand Cyberpunk plötzlich für sich allein, als neue Platte von Billy Idol.“
Das Album beinhaltete ein Narrativ im Cyberpunk-Stil mit synthetisiertem Gesang und Einflüssen aus dem Industrial Rock. Es fiel sowohl bei Kritikern und Fans durch, aber setzte einige Maßstäbe in Fragen der Promotion, die das Internet, E-Mail, Online-Communities und Multimediasoftware umfasste.[3][4][5] Auch die Videos und die Liveauftritte basierten auf dem Konzept.
Insgesamt erhielt das Album negative Kritiken und polarisierte bereits die frühen Internetcommunities. So wurde kritisiert, dass das Album Cyberpunk in opportunistischer und kommerzialisierender Art und Weise ausnutze und dem Begriff die ursprüngliche Bedeutung nehme.[6][7] Seine Unterstützer sahen Idols Ansatz als harmlos und mit guten Absichten an und fühlten sich durch sein neues Interesse an der Cyberkultur ermutigt.[8][9]
„Das Album erschien am 29. Juni 1993 und war mein bis dato erfolglosestes. Die Kritiker machten sich darüber lustig und nannten es einen inhaltlichen und konzeptuellen Fehlschlag. Musikalisch war es ambitioniert, aber zu unzusammenhängend. Meine kreativen Instinkte – und möglicherweise sogar mein Geschmack – schienen mich diesmal im Stich gelassen zu haben. Aber ich bin trotzdem stolz auf dieses Album. Die Ideen und Themen, denen ich dabei nachgespürt habe, und die Methoden, auf denen ich für Aufnahme, Promotion und die Verbreitung unter meinen Fans bestand, waren ihrer Zeit allesamt weit voraus und sollten in den kommenden Jahren die Plattenindustrie beherrschen.“
Titelliste
Alle Titel wurden von Billy Idol und Mark Younger-Smith geschrieben, außer wo angegeben.
| Nr. | Titel | Autor(en) | Länge |
|---|---|---|---|
| 1. | Untitled (Opening Manifesto) | Gareth Branwyn, editiert mit Ergänzungen von Idol, unter Lizenz von Is There a Cyberpunk Movement? (1992) | 1:01 |
| 2. | Wasteland | 4:34 | |
| 3. | Untitled (Pre-Shock) | 0:19 | |
| 4. | Shock to the System | 3:33 | |
| 5. | Tomorrow People | 5:07 | |
| 6. | Adam in Chains | Idol, Robin Hancock | 6:23 |
| 7. | Neuromancer | Idol, Younger-Smith, Hancock, Ace Mackay-Smith, Greg Stump | 4:34 |
| 8. | Power Junkie | 4:46 | |
| 9. | Untitled (That Which Beareth Thorns) | 0:27 | |
| 10. | Love Labours On | 3:53 | |
| 11. | Heroin | Lou Reed | 6:57 |
| 12. | Untitled (Injection) | 0:22 | |
| 13. | Shangrila | 7:24 | |
| 14. | Concrete Kingdom | 4:52 | |
| 15. | Untitled (Galaxy Within) | 0:38 | |
| 16. | Venus | 5:47 | |
| 17. | Then the Night Comes | 4:37 | |
| 18. | Untitled (Before Dawn) | 0:25 | |
| 19. | Mother Dawn | Durga McBroom, Martin Glover | 5:03 |
| 20. | Recap | 0:56 | |
| Gesamtlänge: | 71:38 | ||
Musikvideos
Zu folgenden Stücken aus dem Album sind Musikvideos erschienen:
- Shock to the System (Regie: Brett Leonard). 1993 Nominiert für zwei MTV Video Music Awards. Best Special Effects in a Video, Stan Winston, Best Editing in a Video, Jim Gable[10].
- Heroin (Regie: Brett Leonard)[11].
- Adam In Chains (Regie: Julien Temple)[12].
Literatur
- Billy Idol: Dancing With Myself, Simon & Schuster 2014, ISBN 978-1-4516-2850-0