Cynthia Lindquist
US-amerikanische Hochschuladministratorin und Expertin für indigene Gesundheit und Bildung
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Cynthia A. Lindquist Mala, in der Dakotasprache Ta’Sunka Wicahpi Win, auch bekannt als Star Horse Woman, ist eine US-amerikanische Hochschuladministratorin und Expertin für indigene Gesundheit und Bildung. Sie ist Angehörige des Spirit Lake Tribe in North Dakota. Der Spirit Lake Tribe gehört zur östlichen Dakota-Gruppe (Santee Dakota). Von 2003 bis 2024 war sie Präsidentin des Cankdeska Cikana Community College in Fort Totten, North Dakota. Seit Januar 2025 ist sie Direktorin für Tribal Initiatives & Collaboration an der University of North Dakota.

Leben und Ausbildung
Lindquist wurde in Devils Lake, North Dakota, geboren und ist eingeschriebenes Mitglied des Spirit Lake Tribe. Sie wuchs teilweise auf dem Spirit-Lake-Reservat auf. Ihre Mutter ist Dakota, ihr Vater skandinavischer Abstammung. Lindquist ist nach eigenen Angaben sowohl in der Dakota-Kultur, als auch in der skandinavischen Kultur verwurzelt.
1981 erwarb sie einen Bachelor of Arts in Indian Studies und Englisch an der University of North Dakota. 1988 folgte ein Master of Public Administration (MPA) an der University of South Dakota mit Schwerpunkt auf Gesundheitssysteme für indigene Bevölkerungen. 2006 promovierte sie an der University of North Dakota im Fach Educational Leadership. Ihre Dissertation behandelte den Rassismus an Hochschulen gegen Studierende indigener Herkunft.[1]
Beruflicher Werdegang
Frühere Tätigkeiten
Nach ihrem Bachelorabschluss arbeitete Lindquist für die Sioux Manufacturing Corporation in Fort Totten. Später war sie Gesundheitsdirektorin und Planerin für den Spirit Lake Tribe.
In den 1990er Jahren war sie Exekutivdirektorin der North Dakota Indian Affairs Commission unter Gouverneur Ed Schafer. Anschließend arbeitete sie als leitende Beraterin beim Indian Health Service (IHS) in Washington, D.C., wo sie während der Clinton-Administration als Stabschefin des Direktors tätig war. Sie war an der Entwicklung der Initiative Northern Plains Healthy Start beteiligt und gehörte zu den Mitbegründerinnen des National Indian Women’s Health Resource Center.[2]
Cankdeska Cikana Community College
2003 wurde Lindquist Präsidentin des Cankdeska Cikana Community College (CCCC) in Fort Totten. Bei Amtsantritt befand sich die Hochschule in einem Akkreditierungsverfahren. Während ihrer Amtszeit erhielt das College eine zehnjährige Akkreditierung, baute seine Infrastruktur aus und erhöhte sowohl Einschreibungen als auch Abschlusszahlen.[3][4]
2004 wurde sie in den National Advisory Council on Indian Education (NACIE) berufen und übernahm dort später den Vorsitz. Außerdem gehörte sie dem Director’s Council of Public Representatives der National Institutes of Health (NIH) an.[5]
Im August 2024 schied sie aus dem Amt der Hochschulpräsidentin aus.
Tätigkeit an der University of North Dakota
Im Januar 2025 wurde Lindquist zur Direktorin für Tribal Initiatives & Collaboration an der University of North Dakota ernannt. In dieser Funktion ist sie für den Ausbau der Beziehungen zwischen der Universität und Stammesnationen sowie für die Entwicklung von Konsultationsrichtlinien zuständig.[6][7]
Ethikkommission
Sie ist auch Vorsitzende der Ethikkommission von North Dakota. Die North Dakota Ethics Commission ist eine unabhängige Verfassungsbehörde, die 2018 durch eine Bürgerinitiative ins Leben gerufen wurde, um die Transparenz und Rechenschaftspflicht in der Bundesstaatsregierung zu stärken. Sie operiert unabhängig von der Exekutive, Legislative und Judikative.[8][9][10]