Cynthia Sharma

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Cynthia Mira Sharma ist eine deutsche Biologin und Inhaberin des Lehrstuhls für Molekulare Infektionsbiologie II an der Universität Würzburg. Der Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf der Frage, wie bakterielle Krankheitserreger ihre Genexpression regulieren, um sich an veränderte Umwelt- oder Stressbedingungen anzupassen.

Leben und Ausbildung

Sharma besuchte das Steinbart-Gymnasium in Duisburg. Sie studierte Biologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und wechselte für ihre Promotion an das Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, wo sie zu kleinen regulatorischen RNAs forschte.[1] Am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie hatte sie kurzzeitig eine Postdoc-Stelle bei Jörg Vogel inne.

Forschung und Karriere

2010 wurde Sharma als unabhängige Nachwuchsgruppenleiterin an das Zentrum für Infektionsforschung (ZINF) der Universität Würzburg berufen.[2] Ihre Forschung konzentriert sich auf bakterielle Krankheitserreger und deren Anpassung an ihre Wirte und veränderte Umgebungen. Ihr besonderes Interesse gilt der Regulation der Genexpression von Bakterien. Sie interessiert sich für kleine regulatorische RNAs (sRNAs) sowie für die Proteine, die RNA binden, die für die Zellphysiologie wichtig sind.[3]

Während der COVID-19-Pandemie entwickelte Sharma zusammen mit Chase Beisel eine RNA-Diagnoseplattform zur Unterscheidung verschiedener Atemwegsviren und Virusvarianten auf der Basis von CRISPR. Der Test „Leveraging Engineered tracrRNAs and On-target DNAs for PArallel RNA Detection“ (LEOPARD) kann viele RNAs gleichzeitig nachweisen und bietet das Potenzial, mehrere krankheitsbezogene Biomarker zu identifizieren. 2022 wurde sie mit einem Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrats ausgezeichnet.[4]

Preise und Auszeichnungen

Engagement im Wissenschaftssystem

  • 2024 Konferenz-Vorsitz (VAAM) Gemeinsame Tagung von DGHM und VAAM, Würzburg, Deutschland[16]
  • 2023 Mitorganisatorin CRISPR-Konferenz 2023, Würzburg, Deutschland[17]
  • Seit 2023 Mitglied im Fachbeirat der BioM GmbH[18]
  • 2022 Mitorganisatorin des 71. Mosbacher Kolloquiums „Die Welt der RNAs“, Deutschland[19]
  • 2018 Mitorganisatorin des Symposiums der Sektionen M„ikrobielle Pathogenität“ (DGHM/VAAM) und „Gastrointestinale Infektionen“ (DGHM), Bad Urach, Deutschland[20]
  • Seit 2018 Sprecherin des Zentrums für Infektionsforschung (ZINF), JMU[21]
  • 2017–2019 Mitglied der Promotionskommission der Medizinischen Fakultät der JMU
  • Seit 2017 Lenkungsausschuss DFG SPP 2002: „Kleine Proteine in Prokaryoten“[22]
  • 2014/2016 Mitorganisatorin EMBO-Praxiskurs zu nicht-kodierenden RNAs bei Infektionen, Würzburg, Deutschland
  • 2016 Mitorganisatorin Workshop „Sensory and Regulatory RNAs in Prokaryotes“, München, Deutschland
  • 2015–2021 Vorstandsmitglied der Sektion ‚Gastrointestinale Infektionen‘ der DGHM
  • 2015 Organisatorin des Workshops ‘High-Throughput & Single Cell Approaches in Infection Biology’, München, Deutschland[23]
  • 2014 Organisatorin, 3. Mol Micro Meeting (M3W3), Würzburg, Deutschland[23]
  • 2012 Mitorganisatorin 2. Mol Micro Meeting, Würzburg, Deutschland

Ausgewählte Publikationen

Einzelnachweise

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