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Cystathionin-β-Synthase

humanes Protein From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Cystathionin-β-Synthase (CBS) ist ein Enzym aus der Gruppe der Lyasen, das an der Übertragung von Schwefelhaltigen Molekülen (Transsulfurierung) im Aminosäurestoffwechsel beteiligt ist.

Schnelle Fakten Eigenschaften des menschlichen Proteins, Bezeichner ...
Cystathionin-β-Synthase
Cystathionin-β-Synthase
Tertiärstruktur der humanen Cystathionin-β-Synthase nach PDB 1JBQ
Andere Namen
  • Beta-Thionase
  • Cystein-Synthase
  • L-Serin-Hydrolyase (Homocystein-hinzufügend)
  • Methylcystein-Synthase
  • Serin-Sulfhydrase
  • Serin-Sulfhydrylase

Vorhandene Strukturdaten: 1JBQ, 1M54, 4COO, 4L0D, 4L27, 4L28, 4L3V, 4PCU, 4UUU

Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 551 Aminosäuren, 60587 Da (Isoform 1)

565 Aminosäuren, 61863 Da (Isoform 2)

Sekundär- bis Quartärstruktur Homodimer
Kofaktor Pyridoxalphosphat, Häm
Isoformen 2
Bezeichner
Gen-Namen
Externe IDs
Enzymklassifikation
EC, Kategorie
Reaktionsart Transsulfurierung
Substrat Homocystein, Serin
Produkte Cystathionin, Wasser
Vorkommen
Homologie-Familie Hovergen
Orthologe
Mensch Hausmaus
Entrez 875 12411
Ensembl ENSG00000160200 ENSMUSG00000024039
UniProt P35520 Q91WT9
Refseq (mRNA) NM_000071 NM_001271353
Refseq (Protein) NP_000062 NP_001258282
Genlocus Chr 21: 6.44 – 6.47 Mb Chr 17: 31.61 – 31.64 Mb
PubMed-Suche 875 12411

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Eigenschaften

Der erste Schritt der Cysteinsynthese (obere Reaktion) wird durch die CBS katalysiert

Die Cystathionin-β-Synthase katalysiert die Kopplung von Homocystein an Serin, wodurch unter Abgang eines Wassermoleküls Cystathionin entsteht.[1] Als Cofaktor wird Pyridoxalphosphat (PLP) und Häm verwendet.[1] Die Cystathionin-β-Synthase wird durch S-Adenosylmethionin allosterisch aktiviert.[1] Sie enthält an Proteindomänen ein aktives Zentrum und zwei CBS-Domänen. Eine eingeschränkte Funktion der CBS führt zu Cysteinurie und Homocysteinurie und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.[1] Mutationen im Gen CBS sind mit Homocysteinurie assoziiert.[2] In Tieren wird die CBS hauptsächlich in der Leber gebildet.[3] Die Mutation T833C ist mit einem erhöhten Risiko für einen Schlaganfall assoziiert.[4] Die Genexpression der CBS wird durch den Transkriptionsfaktor Farnesoid-X-Rezeptor eingeleitet.[1] In manchen Tumorzellen wird die CBS überexprimiert.[5]

Die Cystathionin-β-Synthase gehört zu den L-Serin-Hydrolyasen. Ursprünglich war 1961 eine Methylcystein-Synthase mit der EC-Nummer EC 4.2.1.23 klassifiziert worden. Dabei handelte es sich jedoch um eine Nebenreaktion der Cystathionin-β-Synthase, weshalb die EC-Nummer 1972 gelöscht wurde.[6]

Einzelnachweise

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