Cäcilie Bode

deutsche Buchhalterin und Widerstandskämpferin From Wikipedia, the free encyclopedia

Cäcilie „Cilly“ Bode (* 8. Juni 1907 in Berlin-Schöneberg; † 1971 in Ost-Berlin) war eine deutsche Buchhalterin, Widerstandskämpferin und Mitglied der Uhrig-Römer-Gruppe.

Leben

Bode war die Tochter eines Kaufmannes und wohnte in Lankwitz. Nach dem Abschluss einer kaufmännischen Lehre Mitte der 1920er Jahre arbeitete sie als Buchhalterin in verschiedenen Berliner Betrieben, von 1936 bis 1942 in den Askania Werken in Friedenau. Sie beschaffte dort geheime Unterlagen und übergab sie ihrem Lebensgefährten Josef Römer, den sie über gemeinsame Arbeitskreise kennengelernt hatte und wurde Mitglied der von Römer mitgegründeten Uhrig-Römer-Gruppe. Zusammen mit Martha Butte, Charlotte Eisenblätter und Elfriede Tygör erstellte sie illegale Flugblätter und stellte ihre Wohnung in Lankwitz mehrfach für geheime Treffen zur Verfügung.

Nach Aufdeckung der Widerstandsgruppe wurde Bode Anfang Februar 1942 verhaftet und im Juni 1944 zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt, die sie in verschiedenen Haftanstalten zubringen musste: Polizeigefängnis Alexanderplatz, Gefängnis Tiergarten, Frauenerziehungslager Fehrbellin, KZ Ravensbrück, Justizvollzugsanstalt Moabit, Zuchthaus Cottbus, Justizvollzugsanstalt Leipzig. Auch dort leistete sie zusammen mit ihren ebenfalls inhaftierten Gefährtinnen Charlotte Eisenblätter, Elfriede Tygör, Anna Reinicke, Sophie Klopsch, Charlotte Uhrig und anderen Widerstand.

Bode wurde am 19. April 1945 aus dem Justizvollzugsanstalt Leipzig befreit und kehrte nach Berlin zurück; ihre Wohnung war 1944 im Krieg zerstört worden. 1945 lernte sie die Schauspielerin, Schriftstellerin und Journalistin Hedda Zinner kennen, der sie über ihre unmenschlichen Haft- und Lagerbedingungen berichtete. Durch die Haftzeit trug sie schwere gesundheitliche Schäden davon und war ab Januar 1959 Invalidin.[1]

Es gibt keine Gedenkobjekte an Cäcilie Bode.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI