DFV Deutsche Familienversicherung
deutsche Aktiengesellschaft der Versicherungswirtschaft
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| DFV Deutsche Familienversicherung AG | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | DE000A2NBVD5 |
| Gründung | 2007 |
| Sitz | |
| Leitung | Stefan M. Knoll (Gründer und CEO) Bettina Hornung (CIO) Ansgar Kaschel (CSO) Karsten Paetzmann (CFO) |
| Mitarbeiterzahl | 106[1] |
| Umsatz | 204 Mio. Euro[1] |
| Branche | Versicherungswesen |
| Website | deutsche-familienversicherung.de |
| Stand: 31. Dezember 2025 | |

Die DFV Deutsche Familienversicherung AG ist eine deutsche Aktiengesellschaft der Versicherungswirtschaft mit Sitz in Frankfurt am Main. Das Unternehmen richtet sich vor allem an Privatkunden und vertreibt seine Versicherungsprodukte überwiegend über Direkt- und Onlinekanäle.[2] Seit dem Jahr 2020 werden Sachversicherungen neben Deutschland auch in Österreich vertrieben.[3]
Unternehmen
Die DFV Deutsche Familienversicherung AG wurde im Jahr 2006 gegründet. Zu den Mitgründern zählt Stefan M. Knoll, der seitdem auch als Vorstandsvorsitzender des Unternehmens tätig ist. Zum 1. Januar 2007 erhielt das Unternehmen die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb als Erstversicherungsunternehmen durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Das Unternehmen ist vertrieblich als Direktversicherung organisiert und bietet Versicherungsprodukte insbesondere in den Bereichen Zahnzusatz-, Pflegezusatz-, Tierkranken-, Betriebliche Pflegezusatz- sowie Kombiversicherungen an. Neben diesen werden Krankenversicherungen[4], Unfallschutz und Lebensversicherungen beziehungsweise Altersvorsorgeprodukte vertrieben. Vertriebswege der Produkte sind neben dem direkten Vertrieb per Internet und Telefon der Maklervertrieb und der über Mehrfachagenten.
Die DFV Deutsche Familienversicherung AG ist organisatorisch als Versicherungsgruppe strukturiert und hält Beteiligungen an mehreren Tochtergesellschaften, die innerhalb der Gruppe unter anderem Service-, Verwaltungs- und vertriebsnahe Aufgaben übernehmen.
Börsengang 2018
Für den 14. November 2018 war ein Börsengang im Prime Standard an der Frankfurter Börse vorgesehen.[5][6] Aufgrund des Marktumfeldes war eine Platzierung zu einem Aktienpreis von 27 bis 23 Euro jedoch nicht möglich. Daher erfolgte der Börsengang drei Wochen später mit einem reduzierten Ausgabepreis von 12 Euro, dafür wurde das Volumen auf 4,37 Millionen Aktien erhöht. Die Einnahmen des Unternehmens aus dem IPO betrug damit 52 Millionen Euro (statt wie ursprünglich vorgesehen 79 Millionen Euro). Die bisherigen Aktionäre halten im Zusammenhang mit dem Börsengang ihre Anteile. 2020 sind der DFV durch eine Kapitalerhöhung, der Ausgabe von weiteren 1.326.160 Aktien zu einem Aktienkurs von 24,40 Euro, noch einmal über 30 Millionen Euro zugeflossen.[7]
Das Unternehmen verfügte zum Zeitpunkt des Börsengangs über einen Bestand von 420.000 Policen. Zum Ende des Jahres 2024 verwaltete das Unternehmen über 569.000 Erstversicherungsverträge. Die Bestandsbeiträge beliefen sich zum 31. Dezember 2024 auf 198 Millionen Euro.[8]
Im Geschäftsjahr 2022 erzielte die Deutsche Familienversicherung ein Ergebnis von 1,7 Millionen Euro, getragen von Beitragswachstum und Kostensenkungen.[9]
Im September 2024 gab das Unternehmen den Abschluss einer Delisting-Vereinbarung mit der Luxemburger Holdinggesellschaft Haron bekannt, die bis dahin 9,3 % der Aktien hielt und deren Eigentümer Luca Pesarini weitere 15,7 % hielt.[10] Im Rahmen dieser Vereinbarung wurde den Aktionären ein freiwilliges öffentliches Übernahme- und Delisting-Angebot unterbreitet, das eine Barabfindung in Höhe von 6,60 Euro pro Aktie vorsah. Das Delisting wurde zum Jahresende 2024 abgeschlossen.[11]
Weblinks
- Offizielle Website
- DFV Deutsche Familienversicherung in der Unternehmensdatenbank der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
- Philipp Krohn und Daniel Mohr, "Deutschland ist kein Börsenland", In: F.A.Z., 12. Januar 2025
