DO-178B Software Standard

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Die Norm DO-178B, auch bekannt unter der englischen Bezeichnung Software Considerations in Airborne Systems and Equipment Certification (deutsch etwa: „Richtlinien zur Zertifizierung von Avionik-Software“), ist ein international anerkannter Standard, der Richtlinien für die Entwicklung von sicherheitskritischer Software in der Luftfahrtindustrie festlegt.[1]

Der Standard wurde von der Radio Technical Commission for Aeronautics (RTCA) entwickelt und dient dazu, die Sicherheit und Zuverlässigkeit von Software, die in Flugzeugen und anderen Luftfahrtsystemen eingesetzt wird, zu gewährleisten.

DO-178B ist von Luftfahrtbehörden wie der Federal Aviation Administration (FAA) und der Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) anerkannt.

Geschichte und Entwicklungen

RTCA veröffentlichte das Dokument im Jahr 1992 als DO-178B, während die European Organization for Civil Aviation Equipment (EUROCAE) das Dokument als ED-12B bezeichnet[2], worunter es insbesondere in Europa bekannt war. Obwohl es sich technisch gesehen um eine Richtlinie handelt, war es eine De-facto-Norm für die Entwicklung von Avionik-Softwaresystemen.

Ab 2012 wurde die DO-178B durch die DO-178C ersetzt.[2]

Die FAA publizierte im Jahr 2011 Advisory Circular (AC) AC 20-171, welche Herstellern eine Alternative für die FAA-Zulassung von Bordsoftware.[3]

Inhalte

Der Standard definiert verschiedene Entwicklungsstufen und -prozesse, die sicherstellen sollen, dass die Software den erforderlichen Sicherheitsanforderungen entspricht. Dazu gehören unter anderem die Planung, die Anforderungsanalyse, das Design, die Implementierung, das Testen und die Verifizierung der Software. DO-178B legt auch fest, wie die Nachverfolgbarkeit von Anforderungen und die Dokumentation der Entwicklungsprozesse erfolgen müssen.[4]

Einzelnachweise

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