Daniel Buser

Berner Zahnarzt From Wikipedia, the free encyclopedia

Daniel Albin Buser[1] (* 2. Januar 1954) ist ein Schweizer Zahnmediziner und emeritierter Professor für Oralchirurgie und Stomatologie an den Zahnmedizinischen Kliniken der Universität Bern.

Leben

Aufgewachsen in Olten, absolvierte er die Kantonsschule in Solothurn mit Matur in 1973. Daniel Buser studierte von 1975 bis 1980 Zahnmedizin an der Universität Bern (Schweiz). Dann durchlief er als Assistent eine Weiterbildung in Oralchirurgie an der gleichen Universität, ab 1983 als Oberarzt. Er entschied sich 1985 für eine akademische Karriere und hatte zwei akademische Mentoren, Prof. André Schoeder und Prof. Robert K. Schenk. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Harvard University mit einem Stipendium des Schweizerischen Nationalfonds (1989–1991) kehrte er an die Universität Bern zurück und habilitierte sich 1992 in Oralchirurgie. Nach einem weiteren Sabbatical am Baylor College of Dentistry in Dallas (1995) wurde er von der Universität Bern im Jahr 2000 zum Ordinarius und Direktor der Klinik für Oralchirurgie und Stomatologie an den Zahnmedizinischen Kliniken der Universität Bern ernannt.[2] In der Folgezeit baute er an seiner Klinik ein Team für die Bereiche Oral- und Implantatchirurgie, Stomatologie und Dento-maxillo-faziale Radiologie auf. In dieser Zeit folgten zwei weitere Sabbaticals an der Universität Melbourne (2007/2008) und erneut an der Harvard University (2016). Ab 2000 baute er in enger Zusammenarbeit mit Prof. Urs Belser (Universität Genf) hochwertige Fortbildungskurse mit Live Operationen, wie die ITI Education Week in Bern (ab 2000), der GBR Master Course (ab 2001) und der Esthetic Master Course (ab 2001). Diese FB-Kurse wurden schnell zu einem grossen internationalen Erfolg, weshalb die Organisation dieser Kurs ab 2010 über einen Spin-off Company der Universität Bern abgewickelt wurde, Das Center for Continuing Dental Education (CCDE). Im Juli 2019 wurde er an der Universität Bern emeritiert, blieb aber weiterhin mit einem 20-%-Pensum an seiner ehemaligen Klinik tätig. 2020 entschied er sich, in den Privatsektor zu wechseln. So operiert er seither mit diesem 20-%-Pensum im Zentrum für Implantologie Buser + Frei in Bern-Bümpliz. Die chirurgische Tätigkeit ist Grundlage für seine weiterhin grosse Aktivität als Referent für die chirurgischen Aspekte der Implantattherapie, ein «global Knowledge Sharing to the young generation».

Er war Präsident mehrerer Fachgesellschaften, unter anderem der European Association for Osseointegration (EAO | 1996/97), der Schweizerischen Gesellschaft für Orale Implantologie (SGI | 2001-03), der Schweizerischen Gesellschaft für Oralchirurgie und Stomatologie (SSOS | 2002-07), des International Team for Implantology (ITI | 2009-13), der weltweit grössten Fachgesellschaft in der Implantologie. Als ITI Präsident initiierte er mit voller Energie die globale Etablierung von ITI Study Clubs, wodurch das ITI in diesen 4 Jahren ein enormes Wachstum auf mehr als 14'000 Mitglieder aufwies. Zudem war er auch Initiator und Stiftungspräsident der Swiss Implant Foundation (2007-23).

Neben der Zahnmedizin engagiert er sich in Bern als Präsident des Verwaltungsrats bei der Kursaal Bern AG. Im Weiteren war Daniel Buser VR Präsident der sitem-insel AG (sitem=Swiss Institute for Translational and Entrepreneurial Medicine) von 2019 bis 2025. , das Entdeckungen und Produkte aus der industriellen Entwicklung und der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung überführt.

Forschungsschwerpunkte

Seine Forschungsgebiete sind im Bereich der Oberflächentechnologie von Zahnimplantaten, den Augmentationstechniken und der Langzeitstabilität von Implantaten. Buser ist mit seinem Team Autor und Ko-Autor von mehr als 400 Publikationen und Buchkapiteln.

Engagement

Daniel Buser ist Präsident und Mitbegründer der Stiftung Spirit of Bern, die den Dialog zwischen Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik fördert. Er ist Vorstandsmitglied des Handballclubs BSV Bern, Präsident des "Bärenclubs und Stiftungspräsident der Stiftung Jugendförderung Sport for Kids.

Auszeichnungen

Er erhielt zahlreiche wissenschaftliche Auszeichnungen, unter anderem eine Honorarprofessur durch die University of Buenos Aires, dem Brånemark Osseointegration Award in den USA, dem Ehrensenator durch die University of Szeged in Ungarn, dem Schweitzer Research Award, der ITI Honorary Fellowship und dem Escow Implant Dentistry Award der New York University.

Er ist außerdem Ehrenmitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Orale Implantologie.[3]

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • mit Jun-Young Cho, Alwin Leo: Chirurgisches Handbuch der oralen Implantologie: praktische Arbeitsschritte. Quintessenz-Verl.-GmbH, Berlin 2007, ISBN 978-3-938947-45-6
  • mit Stephen Chen: Implant placement in post-extraction sites: treatment options. Quintessenz-Verlags-GmbH, Berlin 2008, ISBN 978-3-938947-14-2
  • mit Stephen Chen: Implantationen in Extraktionsalveolen: Behandlungsansätze. Quintessenz-Verl.-GmbH, Berlin 2009, ISBN 978-3-938947-15-9
  • Membrangeschützte Knochenregeneration in der Implantologie. Quintessenz-Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-86867-010-3

Einzelnachweise

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