Dann passiert das Leben
Film von Neele Leana Vollmar (2025)
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Dann passiert das Leben ist ein deutsch-österreichischer Spielfilm aus dem Jahr 2025 von Regisseurin und Drehbuchautorin Neele Vollmar mit Anke Engelke und Ulrich Tukur.[2][3]
| Film | |
| Titel | Dann passiert das Leben |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland, Österreich |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 122 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen |
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| Stab | |
| Regie | Neele Vollmar |
| Drehbuch | Neele Vollmar |
| Produktion |
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| Musik | Paul Gallister |
| Kamera | Daniel Gottschalk |
| Schnitt | Heike Gnida |
| Besetzung | |
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Handlung
Hans war jahrzehntelang als Pädagoge und zuletzt als Schuldirektor tätig, jetzt steht seine Pensionierung bevor. Mit seiner Ehefrau Rita verbindet ihn eine eingespielte Routine. Ihr Sohn Tom ist lange ausgezogen, Rita genießt ihre morgendlichen Schwimmrunden und die Ruhe im Haus.
Statt sich über die neu gewonnene Zeit zu freuen, empfinden die beiden Angst und Unsicherheit. Wenn es nach Rita geht, gibt es keinen Grund, irgendetwas zu ändern. Dann passiert ein nächtlicher Verkehrsunfall, bei dem Rita am Steuer sitzt. Dabei kommt ein Mann ums Leben, der stark alkoholisiert war. Die Pensionierung und der Unfall stellen die Beziehung auf die Probe, der Film endet mit dem Tod von Rita.[3][4][5]
Produktion und Hintergrund
Die Dreharbeiten fanden unter dem Arbeitstitel Rita und Hans an 25 Drehtagen vom 18. September bis zum 25. Oktober 2024 in Bayern statt.[2][5][6]
Produziert wurde der Film von der Münchner Lieblingsfilm (Produzent Robert Marciniak) in Koproduktion mit der Wiener Dor Film (Produzenten Danny Krausz und Florian Krügel).[2][5][6] Beteiligt waren das ZDF und Arte.[6] Den Vertrieb übernahm in Deutschland der Majestic Filmverleih und in Österreich Filmladen.[2]
Unterstützt wurde die Produktion vom Österreichischen Filminstitut, vom Deutschen Filmförderfonds, vom FilmFernsehFonds Bayern, der Filmförderungsanstalt und dem Bayerischen Bankenfonds.[2][6][5]
Die Kamera führte Daniel Gottschalk, die Montage verantwortete Heike Gnida, das Casting Johanna Hellwig und die Musik Paul Gallister. Den Ton gestaltete Axel Traun, das Kostümbild Caroline Sattler, das Maskenbild Nannie Gebhardt-Seele sowie Franziska Röder und das Szenenbild Michael Binzer.[2][5][6][7]
Veröffentlichung

Die Premiere fand am 29. September 2025 auf dem Zurich Film Festival statt.[2][4] Auf dem Filmfest Hamburg wurde der Film ab dem 3. Oktober 2025 präsentiert.[8]
Der Kinostart in Deutschland war am 6. November 2025[6] und in Österreich am 27. November 2025.[2][5]
Rezeption
Kritiken
Thomas Schultze beschrieb den Film auf the-spot-mediafilm.com als tröstlichen Film, feinfühlig, leicht und doch mit der nötigen Schwere erzählt. Mit feinen Strichen etabliere Neele Leana Vollmar die Lebensrealität ihrer Figuren. Stimmig sei das Erzählte bis zum Schluss.[9]
Jochen Werner vergab auf filmstarts.de einen von fünf Sternen und kritisierte die Produktion als leb- und freudloses Ehedrama, irgendwo zwischen theatralem Zweipersonenstück und mittelgelungenem Fernsehfilm, der sich ins Kino verirrt hat.[10]
Nora Nater bewertete die Produktion auf outnow.ch mit 2,5 von 6 Sternen. Die Sorgen eines älteren Paares zu beleuchten, das sich bald mit einer neuen Lebenssituation auseinandersetzen muss, könnte so emotional, zugänglich und wichtig sein. Doch statt sich auf die Beziehung zwischen Hans und Rita zu konzentrieren, versuche der Film mit einem völlig unnötigen Twist Spannung zu erzeugen, die weder nötig noch gut umgesetzt sei.[11]
Dieter Oßwald lobte auf dem Arthaus-Portal Programmkino.de die Leistung von Anke Engelke und Ulrich Tukur als Paar am Rande des Nervenzusammenbruchs, welches ein enormes Empathie-Potenzial ins Spiel bringe. Zudem gäbe es feinsinnige Komik, die bisweilen an Loriot erinnere.[12]
Oliver Armknecht (fünf von zehn Punkte) schrieb auf film-rezensionen.de, dass der Film als präzise beobachtetes Porträt beginne, dann aber immer mehr zerfranse, bis man gar nicht mehr wisse, worum es gehen soll. Ansätze gebe es mehr als genug, jedoch keine wirkliche Aussage.[13]
Filmkritikerin Antje Wessels urteilte, dass Regisseurin Neele Leana Vollmar mit dem leisen, eindringlichen Film ein bemerkenswert authentisches Drama gelungen sei, das durch seine unaufgeregte Inszenierung und präzise Alltagsbeobachtungen überzeuge. Kein Film der großen Gesten, sondern der stillen Wahrheiten mit einem herausragenden Hauptdarstellergespann.[14]
Kinobesucher
Am Startwochenende verzeichnete der Film in Deutschland 31.000 Kinobesucher und belegte damit Platz elf der deutschen Kinocharts sowie Platz drei der von Comscore und der AG Kino ermittelten Arthouse-Kinocharts.[15] In der zweiten Woche verbesserte sich der Film in den Arthouse-Kinocharts auf Platz eins.[16]