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Daphne Hahn

deutsche Gesundheitswissenschaftlerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Daphne Hahn (* 1960) ist eine deutsche Gesundheitswissenschaftlerin. Sie ist Professorin an der Hochschule Fulda[1] und war zudem Bundesvorsitzende von Pro familia.

Leben

Hahn ist eine Gesundheitswissenschaftlerin und Professorin für empirische Sozialforschung an der Hochschule Fulda.[2] Hahn lebt und arbeitet in Fulda, wo sie lehrt und Forschungsprojekte auf verschiedenen Gebieten durchführt.[2]

Hahn engagiert sich auch gesellschaftspolitisch, unter anderem war sie als Bundesvorsitzende von Pro familia, wo sie sich für die Rechte und die medizinische Versorgung von Frauen starkmacht, tätig.[2] Zu ihren Positionen gehört ebenfalls die Mitgliedschaft im wissenschaftlichen Beirat des Frauengesundheitszentrums Frankfurt/Main.[2]

Forschungsschwerpunkte

In ihrer akademischen Laufbahn hat sie sich mit Forschungsmethoden, Evaluationsmethoden, Public-Health-Strategien und der Gesundheitsförderung auseinandergesetzt.[2] Ihre Lehrgebiete umfassen vor allem die Handlungsfelder der Prävention.[2]

Hahn hat Beiträge zu den Bereichen Gesundheitswissenschaft und Sozialforschung geleistet.[2] Zu ihren Arbeiten zählen Studien zur Prävention von Partnergewalt, zur Erkennung des Befindens von Menschen mit Demenz und zur emotionsorientierten Kommunikation in der Pflege.[2] Ihre Forschungsprojekte zielen auf die Entwicklung von Unterstützungsangeboten und die Verbesserung der Pflegesituation.[2]

Besonders einflussreich war ihre Leitung der Studie zu ungewollten Schwangerschaften in Deutschland, welche die Versorgungslage und den sozialen Druck auf die betroffenen Frauen beleuchtete.[3] Diese Studie führte zu wichtigen Erkenntnissen über die regional unterschiedliche Verfügbarkeit und die Stigmatisierung von Schwangerschaftsabbrüchen.[3]

Daphne Hahn betont die Bedeutung der Anerkennung von Schwangerschaftsabbrüchen als medizinische Grundversorgung und den Abbau der Stigmatisierung von ungewollt Schwangeren sowie von Ärzten, die Abbrüche vornehmen.[4] Sie fordert den rezeptfreien Zugang zur Pille danach, um Frauen unmittelbare Kontrolle über ihre reproduktive Gesundheit zu ermöglichen.[5] Sie weist zudem auf die erheblichen gesellschaftlichen Fortschritte und verbleibenden Herausforderungen in der Sexualpädagogik und Familienplanung hin.[5]

Im März 2023 wurde sie von den Bundesministern Karl Lauterbach, Marco Buschmann und der Bundesministerin Lisa Paus in die Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin berufen.[6] Dort gehörte sie zur Arbeitsgruppe 1 – Möglichkeiten der Regulierung für den Schwangerschaftsabbruch außerhalb des Strafgesetzbuches. Die Arbeitsgruppe 1 übergab am 15. April 2024 den Bundesministern Karl Lauterbach, Marco Buschmann und Lisa Paus ihren Abschlussbericht.[7]

Einzelnachweise

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