Das Hochzeitsversprechen

aramäisches Märchen (AaTh 881: Frau in Männerkleidung) From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Hochzeitsversprechen ist ein aramäisches Märchen (AaTh 881: Frau in Männerkleidung).[1]

Handlung

Zwei Brüder aus dem Irak versprachen ihre Kinder einander und nachdem einer der Brüder nach Syrien ausgewandert war und einen Sohn namens Buschr bekommen hatte, machte sich dieser, als er erwachsen war, auf in den Irak, um seine Cousine Hosna zu heiraten. Nach der Hochzeit nahm er seine Braut mit nach Syrien, doch seiner Mutter passte diese nicht, denn sie wollte ihren Sohn eigentlich mit der Tochter ihrer Schwester, die Dalla hieß, verheiratet wissen. Also ließ sie Dalla, als Buschr auf Pilgerfahrt war, als Mann verkleiden und sich ins Bett der schlafenden Hosna legen und zudem zwei Zeugen bestellen, die das gesehene bestätigen konnten. Wieder zu Hause erfuhr Buschr von der vermeintlichen Liebschaft seiner Braut und setzte sie daraufhin in der Wildnis aus. Es begab sich, dass ein junger Fürstensohn sie fand und heiraten wollte. Buschr jedoch kam hinter das Geheimnis seiner Mutter und Dalla, entriss dem Fürstensohn seine Braut, nahm sie wieder an sich und verbrannte seine Mutter sowie Dalla auf einem Scheiterhaufen.[1]

Hintergrund

Das Märchen wurde in Werner Arnolds Das Neuwestaramäische I. Texte aus Baxca (Wiesbaden 1989, Text 83) veröffentlicht und erhielt im Deutschen den Titel Das Hochzeitsversprechen. Erzählt wurde es von einem Bauern und Hirten namens cAyyōš Hammūd. Es wird sich auch in Dschubbadin erzählt und ist ebenfalls in Arnolds Das Neuwestaramäische II. Texte aus Ğubbcadīn (Wiesbaden 1990, Text 83, S. 378) abgedruckt.[1]

Literatur

Einzelnachweise

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