Das Kriminalmuseum: Die Reifenspur

Episode der Fernsehserie Das Kriminalmuseum From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Reifenspur ist der 36. Fernsehfilm der Krimireihe Das Kriminalmuseum. Die deutsche Erstausstrahlung erfolgte am 2. Februar 1968 im ZDF.

TitelDie Reifenspur
OriginalspracheDeutsch
Länge62 Minuten
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Folge 36 der Reihe Das Kriminalmuseum
Titel Die Reifenspur
Produktionsland Bundesrepublik Deutschland
Originalsprache Deutsch
Länge 62 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Intertel Television
Regie Rudolf Jugert
Drehbuch Inge Dorsky,
Hans Maeter
Produktion Helmut Ringelmann
Musik Herbert Jarczyk,
Martin Böttcher (Titelmusik)
Kamera Wolfgang Bellenbaum
Premiere 2. Feb. 1968 auf ZDF
Besetzung
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Handlung

Der Modeschöpfer Friedrich Groth und seine Frau Anna haben sich auseinandergelebt. Eines Abends besucht Anna in Begleitung von Groths Direktrice Elisabeth Bernardi eine Theaterpremiere. Auf einer anschließend stattfindenden Feier macht Anna einige abfällige Bemerkungen über Mode im Allgemeinen, wodurch sie die Gäste, insbesondere Frau Bernardi, verärgert. Anna verlässt die Gesellschaft in Begleitung des Schauspielers Peter Roland. In ihrem Auto kommt es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen den beiden, woraufhin Anna in ein Taxi steigt und zu einem Bekannten, dem Kunsthändler Georg Frick, fährt. Nach einem kurzen Aufenthalt will sie telefonisch ein Taxi für die Heimfahrt bestellen, da in der Zentrale aber besetzt ist, wählt sie eine andere Nummer und bittet die Person, sie vor Fricks Haus abzuholen. Dort wird sie von einem Auto erfasst und tödlich verletzt.

Am Tatort stellt die Polizei fest, dass die junge Frau in angetrunkenem Zustand vor das Auto gestürzt ist. Der Wagen bremste, überrollte dann aber die Frau und fuhr weiter. Anhand der Reifenspur auf dem Mantel der Toten können die Beamten den Wagentyp ermitteln, einen Saab, von dem in Berlin nur wenige gemeldet sind. Frick sagt aus, dass in dem zweiten Telefonat kein Name gefallen sei, er wisse daher nicht, wen Anna angerufen habe.

Anna selbst fuhr einen Saab, doch Roland sagt aus, er habe den Wagen zu Groths gefahren und dort in der Einfahrt abgestellt. Anna habe ihm in der Vergangenheit häufiger das Fahrzeug überlassen. Den Autoschlüssel habe er wie üblich im Handschuhfach deponiert, ein Umstand, der jedem aus Annas Umfeld bekannt sei. Doch am Morgen nach der Tat steht der Saab vor dem Grundstück auf der Straße. Auch der Kolonialwarenhändler Horn fährt ein schwedisches Modell, doch der liegt im Augenblick im Krankenhaus. Sein Sohn Felix erklärt, Frau Groth zu kennen, sie auch schon öfter beliefert zu haben, in der letzten Nacht aber bei seinem Freund Erich Pfeifer gewesen zu sein.

Frau Bernardi, die ebenfalls im Hause Groth lebt, war nach eigenen Angaben gegen 1 Uhr in der Nacht nach Hause gekommen, sie wisse aber nichts von einem nächtlichen Anruf und habe auch keinen Wagen wegfahren hören. Auch könne sie sich nicht erinnern, ob der Saab in der Einfahrt oder auf der Straße gestanden habe. Das Verhältnis zu Anna Groth sei gespannt gewesen.

Die Kriminaltechnik findet heraus, dass Frau Groth tatsächlich von ihrem eigenen Wagen überfahren worden ist. Darin finden sich die Fingerbadrücke von ihr selbst, Peter Roland, aber nicht – wie von Wolters vermutet – die von Friedrich Groth, sondern überraschenderweise von Felix Horn. Dessen Alibi ist mittlerweile geplatzt, er hat die Nacht nicht bei Erich Pfeifer verbracht. Doch Felix‘ Freundin Marion gesteht Wolters verklausuliert, dass sie und Felix in der Nacht auf einer LSD-Party gewesen waren. So verbleibt als einziger Verdächtiger Peter Roland. Der Verdacht verhärtet sich noch durch den Umstand, dass der Taxifahrer, der Anna Groth zu Frick gefahren hatte, in unmittelbarer Nähe den Wagen Annas gesehen hatte, in dem zu dem Zeitpunkt nur Roland sitzen konnte. Der gibt zu, dem Taxi tatsächlich gefolgt zu sein, dann aber den Wagen zum Hause Groth zurückgefahren zu haben. Außerdem gibt er zu bedenken, dass Anna ihn nicht habe anrufen können, wenn er vor dem Haus von Frick gewartet hätte.

Wolters und Fiedler suchen noch einmal den Kunsthändler auf. Frick erinnert sich, Anna habe, als sie den zweiten Anruf tätigte, etwas vor sich hingemurmelt: Hoffentlich ist umgestellt. Die Ermittler fahren zu Groth, der gerade zur Beisetzung seiner Frau abgefahren ist, und lassen sich von Frau Bernardi die Funktion der Telefonanlage erklären. Die Anlage lässt sich auf verschiedene Bereiche im Haus umstellen. Frau Bernardi erklärt, die Anlage sei in der Mordnacht auf die Privaträume von Friedrich Groth gestellt gewesen, sie habe sie in die Halle umgeleitet, damit Groth nicht womöglich am frühen Morgen von einem Anruf geweckt würde. Wolters sagt ihr auf den Kopf zu, dass sie den Anruf entgegengenommen habe, zu Fricks Haus gefahren sei und die wartende Anna überfahren habe.

Entscheidend ist schließlich die Aussage der Hausangestellten Frau Mahnke. Am Morgen nach der Tat habe sie von der Halle aus ein Telefonat führen wollen, doch die Anlage sei noch auf den Apparat von Herrn Groth gestellt gewesen. Damit ist klar, dass Anna ihren Mann angerufen hatte und er der Mörder seiner Frau ist. Wolters bezichtigt Frau Bernardi, es gewusst zu haben. Die fehlenden Fingerabdrücke im Saab erklären sich damit, dass Groth beim Autofahren für gewöhnlich Handschuhe trägt. Der Modeschöpfer erklärt nach der Beisetzung, dass er sich möglicherweise der Fahrerflucht schuldig gemacht habe, nachdem er seine Frau überfahren habe, die direkt vor seinen Wagen gefallen sei, so dass er nicht mehr rechtzeitig habe stoppen können. Doch da die Bremsspuren etwas anderes aussagen, wird Groth an Ort und Stelle wegen Mordes festgenommen.

Sonstiges

Dieter Hallervorden hat einen kurzen, wenige Sätze umfassenden Auftritt, wurde allerdings synchronisiert.[1]

Die abschließende Szene auf dem Friedhof wurde auf dem Waldfriedhof Dahlem gedreht.

Einzelnachweise

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