Das Licht (2025)
Film von Tom Tykwer (2025)
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Das Licht ist ein deutscher Spielfilm von Tom Tykwer aus dem Jahr 2025. Das Drama handelt von einer syrischen Immigrantin mit düsterer Vergangenheit, die als Haushälterin die Gefühlswelt einer Berliner Familie unerwartet hart auf die Probe stellt und mit Hilfe einer bewusstseinserweiternden Lampe die Familiensituation – nicht uneigennützig – wieder heilen möchte. Die Hauptrollen übernahmen unter anderem Lars Eidinger, Nicolette Krebitz und Tala Al-Deen.
| Film | |
| Titel | Das Licht |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch, Englisch, Arabisch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 162 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Tom Tykwer |
| Drehbuch | Tom Tykwer |
| Produktion | Uwe Schott, Tom Tykwer |
| Musik | Johnny Klimek, Tom Tykwer |
| Kamera | Christian Almesberger |
| Schnitt | Claus Wehlisch, Alexander Berner |
| Besetzung | |
| |
Der Film eröffnete Mitte Februar 2025 die Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) und kam am 20. März 2025 regulär in die deutschen Kinos.
Handlung
Berlin in der Gegenwart: Tim Engels lebt mit seiner Ehefrau Milena, den beinahe erwachsenen Zwillingen Frieda und Jon sowie dem unehelichen Sohn Dio zusammen. Das Familienleben ist zerrüttet. Dies ändert sich, als die syrische Immigrantin Farrah bei den Engels eine Anstellung als Haushälterin bekommt. Unter ihrem starken Einfluss findet die Familie wieder zueinander. Doch als Farrah den Engels ihr eigenes dunkles Schicksal offenbart, ändert sich von Grund auf alles.[2][3]
Hintergrund
Das Licht ist der erste Spielfilm für den deutschen Regisseur und Drehbuchautor Tom Tykwer seit der internationalen Koproduktion Ein Hologramm für den König (2016). Dieser freute sich, dass er sich nach der Fernsehserie Babylon Berlin wieder einem zeitgenössischen Stoff widmen konnte. Im Film werde „gestritten, gerungen und gekämpft, aber es“ werde „auch gelacht, gesungen und getanzt“. Das Licht wolle „das Spektrum der Gefühle und die entsprechenden erzählerischen Möglichkeiten herausfordern“, so Tykwer. Die Figuren seien ihm „sehr vertraut“ gewesen.[2]
Die Dreharbeiten fanden von Ende September bis Mitte Dezember 2023 in Berlin, Köln und Nairobi statt. Insgesamt waren 50 Drehtage vorgesehen.[4] Verantwortlicher Kameramann war Christian Almesberger. Die Filmmusik komponierten Johnny Klimek und Tom Tykwer, während Uwe Schott und Tykwer (X Filme Creative Pool) als Produzenten agierten.[2] Mit den beiden hatte der Regisseur in der Vergangenheit bereits mehrfach zusammengearbeitet. Als Koproduzenten waren das ZDF, ARP Séléction, Gold Rush Pictures, Gretchenfilm und B.A. Filmproduktion beteiligt.[5] Laut Regisseur Tykwer lag das Gesamtbudget bei 12.000.000 €.[6]
Der im Film verwendete Licht-Stimulator heißt Lucia N°03, existiert auch in der Realität und wird als Mittel zur Selbsterfahrung beworben.[7]
Veröffentlichung

Das Licht eröffnete am 13. Februar 2025 die 75. Berlinale. Im Rahmen des Festivals wurde das Werk in die Sektion Berlinale Special Gala aufgenommen und wird dort außer Konkurrenz gezeigt. Tykwer hatte bereits zuvor mit Heaven (2002) und The International (2009) die Berliner Filmfestspiele eröffnet. Festivalleiterin Tricia Tuttle merkte an, Tykwer finde mit dem Film „Schönheit und Freude in unserer oft brüchigen und herausfordernden Welt“ und fange „die Essenz unseres heutigen Lebens auf magische Weise auf der Leinwand ein“.[5]
Der Kinostart von Tykwers Film erfolgte in Deutschland am 20. März 2025 von X Verleih im Vertrieb von Warner Bros. Ursprünglich sollte der Film bereits ab 19. Dezember 2024 zu sehen sein.[2] Den Weltvertrieb übernimmt Beta Film.[5]
Rezeption
Die Kritiken zu Tykwers Film fielen überwiegend positiv aus.
- Auf dem Online-Portal Filmstarts schreibt Christoph Petersen: „In den neun (!) Jahren seit seinem letzten Kinofilm hat sich bei Tom Tykwer offensichtlich etwas angestaut, das nun in »Das Licht« mit ganzer geballter Kraft auf die Leinwand drängt. Das Ergebnis ist derart kühn, draufgängerisch und thematisch wie cineastisch allumfassend, dass man sich hinterher ganz wunderbar darüber streiten kann, ob wirklich jeder Einfall zu 100 Prozent aufgeht – aber gerade deshalb ist »Das Licht« ja so aufregendes, anregendes, pures Kino!“[8]
- Ähnlich urteilt Barbara Schweizerhof in der Filmzeitschrift epd Film: „Dank seiner großartigen Schauspieler […] gelingt Tykwer ein ungeheuer stimmungsvolles Stück Kino, das seine Zuschauer fordert und frustriert, aber im besten Sinn die breite Leinwand füllt.“[9]
- Andreas Köhnemann resümiert auf kino-zeit.de: „Tykwer und seinem Team gelingt es, die überwältigende Gleichzeitigkeit von Ereignissen zu erfassen: Job und Privates, wildes Leben und plötzlicher Tod, Erschöpfung, Therapie – und im Hintergrund geht derweil die Welt zugrunde.“[10]
- Dunja Bialas bemerkt im Filmmagazin artechock: „In »Das Licht« wagt Tom Tykwer überbordenden Stilmix und Themen-Dauerregen – und kehrt trotzdem als befreiter Filmemacher auf die Kinoleinwand zurück. […] In der Summe aber ist »Das Licht« ein mutiger und kreativer Befreiungsschlag aus jedwelchem allzuengen Plotgefängnis: Mit seinem Kino-Comeback kehrt Tykwer zur inszenatorischen Lust seiner Anfänge zurück.“[11]
- Im Arthaus-Portal Programmkino.de schrieb Dieter Oßwald: „Einmal mehr sprengt Tykwer gängige Erzählregeln, setzt lieber volle Kraft auf Fantasie und Wow-Effekte. Seine visuelle Wundertüte lässt verliebte Figuren schwerelos vom Boden abheben oder Musical-Tänze mitten im Straßenverkehr aufführen.“[12]
- In der linken Tageszeitung nd.DerTag schrieb Gunnar Decker, der Film wirke „wie ein filmisches Patchwork, wie es von einer KI zusammengebaut sein könnte - im Stil von »Babylon Berlin«“. Das Drehbuch sei „randvoll mit allen nur denkbaren Klischees, die gegenwärtige Existenz einer bürgerlichen Großstadtfamilie betreffend, in der sich längst alle fremd geworden sind“.[13]
- Deckers Ehefrau Kerstin Decker urteilt in der westsächsischen Tageszeitung Freie Presse, man verlasse den Film „leicht verdüstert, mit einem Anflug von Übelkeit in Hirn und Herz. (...) Magie? Aber nicht mit mir!“. Lediglich „als Porträt einer Familie, in der alle eigentlich nur das Beste wollen, wobei sie alles noch schlimmer machen“, habe »Licht« durchaus großartige Momente.[14]
Im Gegensatz dazu wählte der Medienkanal Cinema Strikes Back den Film auf Platz 2 der schlechtesten Filme des Jahres 2025.[15]
Auch Wolfgang M. Schmitt nahm ihn in seine Liste der schlechtesten Filme des Jahres auf und urteilte: „In einer unerträglichen Selbstbezogenheit trampeln Tom Tykwer und die Seinen auf unseren Nerven herum“.[16]
Weblinks
- Offizielle Website von X Verleih
- Das Licht bei filmportal.de
- Das Licht bei crew united
- Profil im Programm der Berlinale
- Das Licht bei IMDb