David Wright Wilson

US-amerikanischer Biochemiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben und Wirken

D. Wright Wilson studierte am Grinell College, zunächst mit dem Berufsziel Journalist, wo er erstmalig mit Biochemie in Kontakt kam. An der University of Illinois at Urbana-Champaign studierte er bei Philip B. Hawk Chemie (Masterabschluss 1912). Zunächst arbeitete er für Stanley Benedict am New York Hospital, wo er Lebensmittel für Krebspatienten analysierte, ging dann aber an die Yale University, wo er 1914 bei Lafayette Benedict Mendel einen Ph.D. in Biochemie (physiological chemistry) erwarb. Als Postdoktorand arbeitete er bei Walter Jennings Jones an der Johns Hopkins University.

Der Erste Weltkrieg führte Wilson an das United States Bureau of Mines in New Haven, wo er zur Wirkung von Giftgas forschte. Im Januar 1918 wurde er als First Lieutenant in das Sanitätskorps der U.S. Army aufgenommen. Im Einsatz zur Entwicklung von Schutzkleidung erlitt er selbst Verletzungen durch Chlorgas. Im Januar 1919 wurde Wilson im Range eines Captains aus dem Militärdienst entlassen.

1922 übernahm Wilson einen Lehrstuhl für Chemie und Toxikologie an der Abteilung für Physiologische Chemie (Biochemie) an der University of Pennsylvania und die Leitung der gesamten Abteilung, die unter ihm stetig wuchs. Wilson gelang es, 1940 den deutschen Nobelpreisträger und Emigranten Otto Meyerhof an seine Abteilung zu holen. 1957 wurde Wilson emeritiert, blieb aber noch wissenschaftlich aktiv.

Wilson und Mitarbeiter befassten sich mit dem Säure-Basen-Haushalt, später mit dem Stoffwechsel verschiedener Stickstoffverbindungen und zuletzt mit Gonadotropinen – jeweils in enger Verbindung mit den Patienten-versorgenden Teilen der Universität. Große wissenschaftliche Fortschritte bei der Erforschung des Stoffwechsels der Ribonukleinsäuren brachte die Übernahme verschiedener Tracer-Methoden mit stabilen und instabilen Isotopen.

D. Wright Wilson war mit Helene Connet Wilson verheiratet. Das Paar hatte drei Kinder, darunter einen Sohn namens John Ewing Wilson (benannt nach einem Vorfahren, Alexander Ewing), der im Alter von 11 Jahren starb. Der Sohn Thomas Hastings Wilson (1925–2015) wurde später Professor für Physiologie an der Harvard University.

Auszeichnungen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

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