De-novo-Synthese
chemische Reaktionen zur Erzeugung von Molekülen aus vergleichsweise einfachen Vorläufermolekülen
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Die De-novo-Synthese bezeichnet chemische Reaktionen zur Erzeugung von Molekülen aus vergleichsweise einfachen Vorläufermolekülen. Da keine größeren Moleküle dafür verwendet werden, wird sie als de novo (lateinisch ‚von Neuem‘) bezeichnet.
Eigenschaften
Eine De-novo-Synthese wird in der organischen Chemie meistens weitgehend synonym zur Totalsynthese verwendet.[1][2]
In der Biochemie werden anabole Stoffwechselwege zur Biosynthese von Molekülen aus neu erzeugten Grundstoffen als De-novo-Synthesen bezeichnet.[3][4][5] Im Gegensatz zur De-novo-Synthese werden in einem Salvage-Pathway die Vorläuferstoffe aus dem biologischen Abbau von anderen Biomolekülen freigesetzt und wiederverwendet.[6]
Beispiel
Ein bekanntes Beispiel für eine De-novo-Synthese ist die Bildung polychlorierter Dibenzodioxine und Dibenzofurane (PCDD/F) im Abgas einer Müllverbrennungsanlage. In einem Temperaturfenster von 200 °C bis 400 °C entstehen über metallkatalysierte Chlorierungsreaktionen PCDD/F aus im Verbrennungsabgas enthaltenen Kohlenstoff.[7] Gegenmaßnahmen sind unter anderem eine Optimierung des Ausbrands[8] und eine Entstaubung des Abgases bei Temperaturen unter 200 °C.[7]