Debis

ehemaliges deutsches Unternehmen From Wikipedia, the free encyclopedia

Die debis AG war eine Tochterfirma von Daimler-Benz. In sie wurden Dienstleistungsfunktionen ausgelagert.

debis-Logo als Würfel auf dem damaligen debis-Haus in Berlin
Logo der ehemaligen debis Assekuranz Makler

Die Daimler-Benz Inter Services (debis) wurde am 1. Juli 1990 als vierter Unternehmensbereich der Daimler-Benz AG gegründet. Er umfasste zu Beginn die Geschäftsfelder Systemhaus, Finanzdienstleistungen, Versicherungen sowie Handel und Marketing Services.[1] 1991 erwarb debis einen Anteil von 34 % an der Sogeti S.A., der Muttergesellschaft von Cap Gemini Sogeti.

1997 teilte sich die debis AG in fünf Bereiche auf:

  • debis Telekommunikations / Mediendienste, gründete 1991 debitel
  • debis FDL (Finanzdienstleistungen), debis Assekuranz Makler GmbH
  • debis Handel
  • debis Immobilienmanagement

Nach der Fusion von Daimler-Benz mit Chrysler 1998 gab sich die Firma den Namenszusatz „DaimlerChrysler Services“.

Am 27. März 2000 vereinbarten debis und die Deutsche Telekom, ihre Aktivitäten auf dem Gebiet der Informationstechnologie durch ein Joint Venture zu bündeln. Dazu beteiligte sich die Deutsche Telekom im Zuge einer Kapitalerhöhung mit 50,1 % am debis Systemhaus.[2] Am 1. Oktober 2000 genehmigte das Bundeskartellamt die Mehrheitsbeteiligung der T-Systems International GmbH, einer Tochter der Deutschen Telekom, an dem Joint Venture. Die unternehmerische Führung des debis Systemhauses, das DaimlerChrysler Services in das Gemeinschaftsunternehmen eingebracht hatte, ging an die Deutsche Telekom über.[3] Anfang 2002 ging debis Systemhaus vollständig an Deutsche Telekom über.[4]

Im Zuge der Strategie zur Fokussierung auf das Kerngeschäft wurde 2004 die debis AG unter dem damaligen DaimlerChrysler-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schrempp aufgelöst. Die debis Assekuranz Makler GmbH wurde 2004 Teil der Ecclesia Gruppe und firmiert seitdem als deas Deutsche Assekuranz-Makler GmbH.[5]

Der Name „debis“ und das Logo mit dem aufgefächerten grünen Würfel werden von DaimlerChrysler bzw. der Daimler AG nicht mehr verwendet, es befindet sich jedoch weiterhin an der Spitze des Abluftkamins des Tunnels Tiergarten-Spreebogen. Das 1997 als Berliner Konzernzentrale erbaute Gebäude am Potsdamer Platz trug bis 2013 den Namen debis-Haus.

Commons: Debis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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