Deborah-Zahl
Quotient aus Relaxationszeit und Beobachtungszeit von viskoelastischen Fluiden
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Die Deborah-Zahl (Formelzeichen: ) ist eine dimensionslose Kennzahl der Rheologie. Sie beschreibt die Zeitabhängigkeit des viskoelastischen Verhaltens eines Fluids als Verhältnis seiner Relaxationszeit zur Beobachtungszeit :[1]
| Physikalische Kennzahl | |||||
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| Name | Deborah-Zahl | ||||
| Formelzeichen | |||||
| Dimension | dimensionslos | ||||
| Definition | |||||
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| Benannt nach | Deboralied | ||||
| Anwendungsbereich | Viskoelastizität von Fluiden | ||||
Die Relaxationszeit wäre im einfachsten Fall jene aus einem Maxwell-Modell des Fluids. Als „Beobachtungszeit“ kann z. B. das Inverse einer Scherrate oder der Frequenz einer mechanischen Anregung verstanden werden.
Je kleiner die Deborah-Zahl, umso flüssiger erscheint das Fluid. Bei Deborah-Zahlen um 1 sind elastische und viskose Eigenschaften ähnlich stark vertreten.[2]
Geschichte
Der Erfinder der Deborah-Zahl, der israelische Rheologe Markus Reiner, bezog sich bei der Benennung auf eine Passage aus dem Deboralied: Die Berge ergossen sich vor dem HERRN, der Sinai vor dem HERRN, dem Gott Israels. (Ri 5,5 EU) Demnach sind die Berge im Angesicht Gottes in Bewegung, während sie menschlichen Beobachtern als fest erscheinen.