Deize Tigrona
brasilianische Funk-Carioca Sängerin
From Wikipedia, the free encyclopedia
Deize Maria Gonçalves da Silva (* 1. Januar 1979, Rio de Janeiro) ist bekannt unter ihrem Künstlernamen Deize Tigrona als eine brasilianische Funk-Carioca Sängerin. Geboren wurde sie in dem Stadtteil São Conrado in Rio de Janeiro und arbeitete vor ihrem musikalischen Durchbruch als Reinigungskraft.[1]
Karriere
Tigronas Song Injeção, was auf Deutsch „Injektion“ bedeutet, erzielte einige Erfolge. So ist Injeção auf der Baile-Funk-Compilation „Slum Dunk Presents Funk Carioca“ enthalten, die von Bruno Verner & Eliete Mejorado vom Post-Punk-Duo Tetine für das britische Plattenlabel Mr Bongo zusammengestellt wurde. Auf Spotify wurde der Song alleine über 450.000 mal gehört. Hier singt sie: „Quando eu vô ao médico, sinto uma dor / Quer me dar injeção...Injeção doi quando fura“, was grob übersetzt bedeutet: „Wenn ich zum Arzt gehe, spüre ich einen Schmerz / Er will mir eine Spritze geben... Die Injektion tut weh, wenn sie eindringt.“ Der Song, der viele andere sexuelle Metaphern enthält, hat Sampels der Bläser aus dem Lied der Rocky-Filme Gonna Fly Now.
Alex Bellos hat die Hauptmerkmale dieses Genres als „Coke. Guns. Booty. Beats.“ beschrieben – beide letzteren sind in Tigronas Song deutlich zu hören.[1] Der Funk-Carioca hat, wenn er in seinem typischen, extrem lauten, den Boden erschütternden Stil gespielt wird, oft den Effekt, „direkt zum Po zu gehen“, sagt Funk-Forscher Greg Scruggs.[2]
Viele ihrer Songs, darunter Sex-o-matic und Injeção, thematisieren Sex und Frauen auf eine Weise, die andere Funk-Carioca-Künstler wie Tati Quebra Barraco als beleidigend empfinden. Tigrona wird für einige ihrer Texte mit dem Vorwurf kritisiert, sie seinen misogyn und sie würde sich selbst sexuell objektifizieren.[3] Trotz einiger Kritiker ist Tigronas Musik allmählich bei einem breiteren Publikum beliebt geworden.
2005 veröffentlichte die erfolgreiche britische Rapperin M. I. A. den Song Bucky Done Gun, welcher auf Deizes Song Injeção basiert. Das dazugehörige Musikvideo wurde über 2,5 Millionen mal aufgerufen.[4] Sogar über die Straßen Brasiliens hinaus feiert sie Erfolge. 2025 trat sie beim Fusion Festival in Deutschland[5] ebenso wie im Berghain auf.[6]