Denise Linke
deutsche Journalistin und Autorin
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Denise Linke (* 1989 in Elmshorn) ist eine deutsche Journalistin und Autorin.

Leben
Als sie 12 Jahre alt war, wurde ihre Hochbegabung erkannt. Sie wechselte später wegen Schulschwierigkeiten auf eine Gesamtschule mit Inklusion.[1]
Linke studierte in Berlin und Potsdam Politikwissenschaften und Zeitgeschichte. Sie war Hospitantin bei der Zeit und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, bei denen sie erste Artikel schrieb.[2][3]
2011 wurde bei Linke das Asperger-Syndrom diagnostiziert, 2014 ADHS. Noch im selben Jahr gründete sie als Herausgeberin die Zeitschrift N#mmer[4], ein Magazin für Autisten und Menschen mit ADHS.[5][6][7] Auf Startnext sammelte sie für die erste Ausgabe dieses Heftes, das in einer Auflage von 2500 Stück erschien,[8] über 10.000 Euro mittels Crowdfunding.[9][4][10] Hierfür erhielt sie 2015 den Crowd-Funding-Preis One Spark, der ein Preisgeld von 1.000 Euro beinhaltete,[11] und im selben Jahr die Hälfte des mit insgesamt 10.000 Euro dotierten ADHS-Förderpreises des Pharmaunternehmens Shire Deutschland.[12] Nach der dritten Ausgabe wurde die Publikation von N#mmer eingestellt.
Publikationen
- mit Chris Linke: Laß mich doch mal ausreden. Szenen einer Pubertät. Ullstein Verlag, Berlin 2006, ISBN 978-3550078743.
- Inwieweit können internationale Ereignisse das Parteiensystem der BRD beeinflussen? Eine Analyse am Beispiel der Landtagserfolge von Bündnis 90/Die Grünen. GRIN Verlag, München 2011, ISBN 978-3-640-97032-2 (Seminararbeit).
- Der Zusammenhang zwischen Wahlbeteiligung und Geschlecht: Veralteter Mythos oder moderne Realität? GRIN Verlag, München 2011, ISBN 978-3-640-89916-6 (Seminararbeit).
- Nicht normal, aber das richtig gut. Mein wunderbares Leben mit Autismus und ADHS. Berlin Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-8270-1278-4.
- Taschenbuchausgabe: Nicht normal, aber das richtig gut. Mein wunderbares Leben mit Autismus und ADHS. Piper, München 2018, ISBN 978-3-8270-1278-4.
- mit Joachim Gerhard: Ich hole euch zurück: Ein Vater sucht in der IS-Hölle nach seinen Söhnen. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-596-29614-9.
- Joahims Gerhards, Denīze Linke: Es to nepieļaušu: tēvs meklē savus dēlus "Islāma valsts" ellē. Jumava, Riga 2017, ISBN 978-9934-21-009-9 (lettische Übersetzung).
- mit Tamika Campbell: Wie die Freiheit schmeckt – Wie ich einer Sekte entkam und das Leben entdeckte. Berlin Verlag, Berlin 2020, ISBN 978-3-8270-1403-0.
Weblinks
- Literatur von und über Denise Linke im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Kathrin Hollmer: „Händeschütteln ist immer eklig.“ jetzt.de, 16. Juni 2014.
- Elektrischer Reporter: Von Autisten und Astronauten.
- WR314 Denise Linke – Autistin. In: Wer redet ist nicht tot. Holger Klein, 25. Juli 2014, abgerufen am 8. März 2026 (Podcast; Audio verfügbar im Internet Archive).