Dennis Oppenheim
US-amerikanischer Land- und Body-Art-Künstler
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Dennis Oppenheim (* 6. September 1938 in Electric City, Washington; † 21. Januar 2011 in New York City[1]) war ein US-amerikanischer Künstler. Er gilt als Wegbereiter der Land Art und der Body-Art und trat später mit raumgreifenden Installationen und Skulpturen hervor.

Leben und Werk
Oppenheim wurde in einer kleinen Gemeinde in nördlichen Grant County im Bundesstaat Washington als Sohn von David Oppenheim und Katharina Belknap geboren. Er studierte am California College of Arts and Crafts (CCAC) in Oakland. Zwischen 1958 und 1962 wohnte er in Honolulu, Hawaii, wo er neben seiner Kunstproduktion als Bauarbeiter und im Public-Relation-Bereich tätig war. An der Stanford University machte er 1965 seinen Master-Abschluss.[2] 1966 zog er nach New York und erteilte dort zunächst Kunstunterricht an verschiedenen Schulen. 1968 hatte er seine erste Einzelausstellung in New York in der John Gibson Gallery. Sein erstes Earth Work-Projekt führte er 1967 zusammen mit den befreundeten Künstlern Robert Smithson und Michael Heizer durch.
Anschließend wandte er sich mehr und mehr der Body Art zu. In seinen unter dem Titel Aspen Projects durchgeführten Performances untersuchte er das Verhältnis zwischen Körper und Objekt. „Dennis Oppenheim bediente sich in diesen Performances seines eigenen Körpers als künstlerisches Medium, erkundete Wechselwirkungen mit Naturelementen, reflektierte biologische Prozesse und konstatierte früh die Grenzen des Mediums Video.“[3] Seit Anfang der 1970er Jahre kombinierte Oppenheim Baumaterialien, Stein, Holz und Metallsysteme zu Großskulpturen und raumfüllenden Installationen. International bekannt wurde Oppenheim mit provokanten Skulpturen im öffentlichen Raum. Sein wohl bekanntestes Werk, Device to Root Out Evil (1997), zeigt eine auf der Turmspitze stehende, kopfüber gedrehte Kirche. Es wurde erstmals auf der Biennale von Venedig 1997 präsentiert, von der Stanford University 2003 abgelehnt, 2005 bis 2007 im Rahmen der Vancouver Biennale gezeigt und 2008 nach Calgary versetzt.[4]
Anfang der 1980er Jahre heiratete er die Bildhauerin Alice Aycock, mit der er die Werkgruppen Ghost Towns und Baumhäuser realisierte; die Ehe endete später, beide blieben eng befreundet. 1998 heiratete Oppenheim Amy Plumb, die bis zu seinem Tod seine Frau blieb und seinen künstlerischen Nachlass verwaltet.[5]
Ausstellungen (Auswahl)

- 1969: Below Zero Snow Projects. John Gibson Gallery, New York; When Attitudes Become Form, Kunsthalle Bern
- 1972: Dennis Oppenheim. Tate Gallery, London
- 1972: Continuous Outdoor Projects. Sonnabend Gallery, New York
- 1972: documenta 5, Kassel in der Abteilung Individuelle Mythologien
- 1976: Dennis Oppenheim. Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam
- 1977: documenta 6, Kassel
- 1978: Retroperspective Works 1967–1977. Musee d’Art Contemporain, Montreal
- 1979: Dennis Oppenheim. Kunsthalle Basel, Basel; Dennis Oppenheim, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart
- 1981: Constructions II. Contemporary Arts Center, Cincinnati (USA)
- 1982: Launching Structure #2. Vancouver Art Gallery, Vancouver (Kanada)
- 1983: Seattle Art Museum, Seattle (USA); Whitney Museum of American Art, New York
- 1986: Sculpture and Related Drawings by Dennis Oppenheim. Cleveland Museum of Art, Cleveland (USA)
- 1991: Selected Works: 1967–90, And the Mind Grew Fingers. P.S.1 Contemporary Art Center, Long Island City (USA)
- 1996: Recent Sculpture and Large Scale Project Proposals. Mannheimer Kunstverein, Mannheim
- 1996: Museu Serralves, Porto (10. Oktober bis 1. Dezember 1996)
- 1997: Recent Acquisitions: Vintage Photo Works by Dennis Oppenheim. Los Angeles County Museum of Art, Los Angeles
- 2001: Dennis Oppenheim: Land and Body Art from the 1960s and 70s. Irish Museum of Modern Art, Dublin; anschließend: Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen
- 2003: Dennis Oppenheim: Aspen Projects. Whitney Museum of American Art, New York
- 2003: Fernsehgalerie Gerry Schum/videogalerie schum. Kunsthalle Düsseldorf, Düsseldorf
- 2009: Dennis Oppenheim: Electric Kisses. MARTa Herford
Literatur
- Dennis Oppenheim, Germano Celant: Dennis Oppenheim. Wasmuth, 1997, ISBN 88-8158-127-2.
- Dennis Oppenheim: Land and Body Art. Skira, 2001, ISBN 978-88-8118-744-7.
- Ruggero Montrasio, Raffaele Bedarida (Hrsg.): Dennis Oppenheim: Short Circuit. Silvana, 2007, ISBN 978-88-366-0869-0.
Weblinks
- Literatur von und über Dennis Oppenheim im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Website von Dennis Oppenheim
- Marcia Growdon, Diane Evans: Dennis Oppenheim. Eintrag in Online Nevada Encyclopedia, 11. September 2009.
- Dennis Oppenheim in der Datenbank Find a Grave