Denny Shute
US-amerikanischer Golfsportler
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Herman Densmore „Denny“ Shute (* 25. Oktober 1904 in Cleveland (Ohio); † 13. Mai 1974 in Akron (Ohio)) war ein US-amerikanischer Berufsgolfer. Er gewann im Jahr 1933 das Open Championship und in den Jahren 1936 und 1937 das PGA Championship.[1] Damit war er der letzte Spieler, dem es zweimal in Folge gelang, das PGA Championship zu gewinnen, bis Tiger Woods dies in den Jahren 1999 und 2000 erneut gelang. Shute wurde im Jahr 2008 in die World Golf Hall of Fame aufgenommen.[2]
| Herman Densmore Shute | |
|---|---|
| Personalia | |
| Nation: | |
| Spitzname: | Human Icicle |
| Karrieredaten | |
| Turniersiege: | 17 |
| Majorsiege: | 3 (1933, 1936, 1937) |
| Auszeichnungen: | World Golf Hall of Fame (2008) |
Leben
Hermon Densmore „Denny“ Shute war der Sohn eines englischen Golfprofis. Er erhielt von seinem Vater bereits im Alter von 30 Monaten seinen ersten Schlägersatz und wurde von seinem Vater so betreut, dass er das Spiel hervorragend bereits im Kleinkindalter im Huntington Golf Club in West Virginia erlernte. Bereits als Teenager gewann er 1923 das West Virginia State Amateur Championship.
Die Presse machte hieraus stetig einen Wirbel mit abfälligen Kommentaren wie: „Als Denny Shute geboren wurde, gab ihm sein Vater einen Golfschläger anstelle einer Brustwarze.“ (Los Angeles Times)
oder: „Denny begann Golf zu spielen, bevor er Wörter wie „Divot“, „Dreiput“ und „Verdammt“ beherrschte – Wörter, deren Bedeutung für jeden Golfer unmissverständlich ist.“ (Franklin Porter in The Bystander)
Dies war mitunter der Grund, weshalb Shute als scheu galt, ungern in der Öffentlichkeit stand und jede Selbstdarstellung vermied. Oft schickte er seine Frau Hettie vor, die den Pokal und den Scheck für seinen Sieg stellvertretend entgegennahm. Auch nahm er ungern und nur an wenigen Turnieren Teil, verglichen mit anderen Golfprofis seiner Zeit. Auf dem Golfplatz und bei Siegerehrungen zeigte er sich oft ausdruckslos und ohne Empfindung, weswegen er den Spitznamen „Der menschliche Eiszapfen“ (Human Icicle) erhielt und später Forschungsgegenstand autistischer Störungen wurde.
Umso beeindruckender ist der Umstand, dass es ihm dennoch gelang, drei Major-Turniere zu gewinnen. Der erfolgreichste Golfspieler seiner Zeit Sam Snead äußerte sich zu Shute mit den Worten: „Wenn er jemals die Leidenschaft für Turniergolf verspürt hätte, wäre er mir ebenbürtig gewesen.“
Shute vertrat die USA in insgesamt drei Ryder Cup Teams.
Schwungtechnik

Shutes Schlagtechnik galt als die technisch reinste in jener Zeit, weshalb der Fotograf Harold Edgerton experimentelle Aufnahmen mit einem Stroboskop von Shute machte. Diese Aufnahmen gingen in die Golfgeschichte ein und veranschaulichen als erste bildgebende Verfahren den idealen Bewegungsablauf des Golfschlages.