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Der Böhme

Filmdrama von Petr Václav (2022) From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Böhme (Originaltitel: Il Boemo) ist ein Filmdrama des Regisseurs Petr Václav aus dem Jahr 2022, das das Leben Josef Myslivečeks (1737–1781) zum Thema hat. Der Film ist eine tschechisch-slowakisch-italienische Koproduktion.[1]

TitelDer Böhme
OriginaltitelIl Boemo
ProduktionslandTschechien, Italien, Slowakei
OriginalspracheItalienisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Der Böhme
Originaltitel Il Boemo
Produktionsland Tschechien, Italien, Slowakei
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 2022
Länge 136 Minuten
Produktions­unternehmen
Stab
Regie Petr Václav
Drehbuch Petr Václav
Produktion Jan Macola
Kamera Diego Romero
Schnitt
Besetzung
  • Vojtěch Dyk: Josef Mysliveček
  • Elena Radonicich: Marquise
  • Barbara Ronchi: Caterina Gabrielli
  • Lana Vlady: Anna Fracassati
  • Alberto Cracco: Graf Finocchietti
  • Federica Vecchio: Cornelia Rezzi
  • Pietro Tammaro: Impresario Santoro
  • Antonio De Matteo: Barone Manciniani
  • Dario Iubatti: Carlo Fracassati
  • Fabrizio Parenti: Cornelias Vater
  • Achille Brugnini: Nobile Falier
  • Diego Pagotto: Orfeo Crispi
  • Philip Hahn: Wolfgang Amadeus Mozart
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Seine Uraufführung hatte der Film im Rahmen des Wettbewerbs des Internationalen Filmfestivals von San Sebastián im September 2022 und nahm am Italienischen Filmfestival Lissabon 2025 teil.[2][3]

Handlung

Josef Mysliveček wurde 1737 in Prag geboren. Mit 26 Jahren verließ er Prag jedoch und reiste nach Italien, um Opernkomponist zu werden. Er wurde zu einem der produktivsten und erfolgreichsten Komponisten der Opera seria seiner Zeit.[4] Als besondere filmische Referenzen nennt der Regisseur Stanley Kubricks Barry Lyndon und Miloš Formans Amadeus.[5]

Entstehung des Films

Petr Václav drehte 2015 einen Dokumentarfilm über Mysliveček, Confessions of the Vanished (Zpověď zapomenutého), der auf Festivals erfolgreich war (FIPA 2016, Biarritz – Bester Filmpreis in der Sektion Musik & Spektakel).[6]

Produktion

Das Projekt mit einem geschätzten Budget von rund 5 Millionen Euro wurde vom Tschechischen Filmfonds, Creative Europe MEDIA, der Französischen Akademie in Rom – Villa Medici, dem CNC und dem Slowakischen Audiovisuellen Fonds unterstützt.[5]

Die Aufnahmen der Opernszenen und der Musik fanden im gut erhaltenen Theater Teatro Sociale in der italienischen Stadt Como statt.[7] Die Filmmusik sowie musikalische Szenen wurden vom Collegium 1704 aufgenommen. Als Fachmann und Berater in Sachen Musik diente der Dirigent Václav Luks.[7]

Im Film traten einige namhafte Sängerinnen und Sänger auf, darunter der französische Countertenor Philippe Jaroussky, die ungarische Sopranistin Emöke Baráth, und der polnische Tenor Krystian Adam. Die slowakische Sopranistin Simona Šaturová singt wiederum die Operndiva Caterina Gabrielli.[1]

Der deutsche Pianist Philip Hahn spielte den jungen Wolfgang Amadeus Mozart.[8]

Kritik

„Aufwändige Filmbiografie [...], die in gediegener Inszenierung dem Muster von Aufstieg und Fall folgt. Der mitunter etwas trockene Film erwacht insbesondere in den ausgezeichnet interpretierten Musikszenen zum Leben, die Myslivečeks Werke neu erstrahlen lassen.“

Einzelnachweise

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