Der Garmisch-Krimi – Wolfsmord

Film von Saralisa Volm (2026) From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Garmisch-Krimi – Wolfsmord ist ein deutsch-österreichischer Fernsehfilm aus dem Jahr 2026 von Regisseurin Saralisa Volm nach einem Drehbuch von Leona Stahlmann und Niklas Hoffmann. Es handelt sich um die erste Folge der Kriminalfilmreihe Der Garmisch-Krimi mit Lavinia Wilson und Philine Schmölzer in den Hauptrollen.[1][2]

TitelWolfsmord
ProduktionslandDeutschland, Österreich
OriginalspracheDeutsch
Länge90 Minuten
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Folge 1 der Reihe Der Garmisch-Krimi
Titel Wolfsmord
Produktionsland Deutschland, Österreich
Originalsprache Deutsch
Länge 90 Minuten
Produktions­unternehmen
Regie Saralisa Volm
Drehbuch
Produktion
  • Karsten Günther
  • Ula Okrojek
Musik Malakoff Kowalski
Kamera Roland Stuprich
Schnitt Sebastian Schreiner
Premiere 21. Feb. 2026 auf ServusTV
Besetzung
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Handlung

Ein abgetrennter Wolfskopf wird per Post an Fabian Pongratz, den Vorstand des Naturbundes, gesendet. Die Kriminalpolizistin Daphne Meindl nimmt in Garmisch die Ermittlungen auf, sie hält dies für eine Morddrohung, während ihr Vorgesetzter Graner die Sache auf sich beruhen lassen möchte. Meindl geht dem Konflikt um den Wolf zwischen Bauern, Aktivisten und Politikern trotzdem auf den Grund. Ein Projektil aus dem toten Wolf lässt sie ohne Genehmigung der Staatsanwaltschaft analysieren.

Bald darauf wird Pongratz von seiner Kollegin Mara Kaya tot aufgefunden. Die Leiche hat eine nicht tödliche Stichwunde. Todesursache war ein Polytrauma durch ein Fahrzeug, aufgrund der zugefügten Verletzungen vermutlich durch ein Sport Utility Vehicle. Am Tatort finden sich zwar keine Bremsspuren, dafür aber Lackspuren. Meindl vermutet, dass der Absender des Wolfskopfes auch der Mörder sein könnte. Mara hatte laut ihren Kollegen Streit mit Pongratz und wollte den Wolfskopf für die sozialen Medien nutzen.

Meindls Vorgängerin Ira Zach, die den Polizeidienst quittiert hat und seitdem im Baumarkt arbeitet, ist Mutter der Teenager-Tochter Pippa, die sich für den Wolf engagiert und die sie in Gefahr sieht. Daher nimmt Zach Kontakt mit Meindl auf und die beiden beschließen, gemeinsam zu ermitteln. Pongratz wollte sich mit Michi Drexler von der Lokalpresse treffen. Mara vermutet, dass die Pläne für ein vom Landrat ursprünglich versprochenes Wolfsreservat Thema hätten sein können. Pongratz hatte herausgefunden, dass auf dem Land stattdessen ein Hotel gebaut werden soll.

Jennifer „Jenny“ Bruckner, die Berufsjägerin im Revier von Claus Korntheuer, hatte Pongratz eine Stunde vor seinem Tod angerufen. Korntheuer wollte, dass sie sein Revier nicht bejagt, damit das Rotwild für seine Jagdgäste zur Verfügung steht. Das Wild lockte die Wölfe an, Pongratz wollte das veröffentlichen. Bruckner wollte ihn davon abbringen. Ein Schaden an ihrem Fahrzeug soll von einer Bache stammen. Von Pongratz hatte Drexler Pläne für einen UNESCO-Park in der Region erhalten. Projektbetreiber waren Landrat Auler und Korntheuer. Auler behauptet allerdings, Korntheuer nicht zu kennen. Ein gemeinsames Foto von einer Großwildjagd in Afrika, das Zach aus dem Haus von Korntheuer entwendet, beweist allerdings das Gegenteil.

Johann Simader ist der Vater von Pippa. Dessen Vater, Vertreter des Bauernverbandes, soll unter den Bauern per Mail für das UNESCO-Gebiet geworben haben, damit der Wolf wieder bejagt werden darf. Das Projektil aus dem Wolfskadaver passt zum Gewehr von Bauer Schorsch, mit dem Zach befreundet ist. Jenny Bruckner war zur Tatzeit mit ihrem Mobiltelefon bei der Wohnung von Pongratz eingeloggt.

Tatsächlich ist der alte Simader ans Bett gefesselt und nicht mehr geschäftsfähig. Klara Simader, Johanns Schwester und Jennys Freundin, hatte den Hof ihres Vaters beliehen, um in Korntheuers UNESCO-Projekt zu investieren. Weil Pongratz das Projekt kurz vor der Wahl auffliegen lassen wollte, hatte Klara Pongratz umgebracht. Sie wird von der Polizei festgenommen.

Produktion und Hintergrund

Die Dreharbeiten fanden vom 18. März bis zum 15. April 2025 unter dem Arbeitstitel An der Grenze – Der Wolf in Bayern und Tirol statt.[3][4] Drehorte waren unter anderem Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck, Imst, Hall in Tirol, Rum und Stans.[5][6]

Produziert wurde der Film von der der deutschen Bavaria Fiction (Produzent Karsten Günther, Producer Florian Granert) und der österreichischen Satel Film (Produzentin Ula Okrojek, Producer Herwig Krawinkler) für das ZDF und ServusTV.[5][7] Unterstützt wurde die Produktion von FISA+, Film in Austria (ABA), dem Fernsehfonds Austria (RTR) und der Cine Tirol Film Commission.[8]

Die Kamera führte Roland Stuprich, die Musik schrieb Malakoff Kowalski, die Montage verantwortete Sebastian Schreiner und das Casting Siegfried Wagner. Das Kostümbild gestaltete Caterina Czepek, das Szenenbild Andreas Ertl und Stefan Steiner, den Ton Thomas Schmidt-Gentner, und Klaus Federer und das Maskenbild Verena Morocutti und Regina Breitfellner.[3][9][10]

Veröffentlichung

In der Mediathek von ServusTV wurde der Film am 14. Februar 2026 veröffentlicht, die Veröffentlichung auf ZDF.de erfolgte am 21. Februar 2026.

Die Erstausstrahlung auf ServusTV war am 21. Februar 2026, im ZDF war diese am 28. Februar 2026.[8][10]

Einschaltquoten

Die Erstausstrahlung im ZDF am 28. Februar 2026 verfolgten 5,65 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 24,5 Prozent, was dem Tagessieg und der Marktführerschaft beim Gesamtpublikum entsprach.[11][12][13]

Kritiken

Tilmann P. Gangloff vergab auf tittelbach.tv 3,5 von 6 Sternen. Die Story bediene sich eines typischen Heimatfilm-Motivs. Originell sei die von Lavinia Wilson betont ungeschminkt gespielte Hauptfigur. Der Inszenierung mangle es erheblich an Spannung.[14]

tvspielfilm.de nannte die Folge einen bodenständigen, bedächtigen Auftakt mit Luft nach oben. Im Gegensatz zur regionalen Färbung stehe die ambitionierte Jungermittlerin Meindl. Dass ihr Umfeld sie als kompetente Polizistin wahrnimmt und sie den ganzen Fall über keine Berührungsängste hat und durchpowert, sei eine sehr zu begrüßende Abwechslung von oft im TV gezeigten Klischees.[15]

Susanne Bald (teleschau) fühlte sich durch den Titel an Die Garmisch-Cops erinnert, fand aber, dass es hier deutlich düsterer zugehe und fände es interessant, Lavinia Wilson in dieser Ermittlerinnenrolle weiter zu begleiten.[16][17]

Oliver Alexander befand auf quotenmeter.de, dass die Zeichnung des sozialen Klimas gut gelinge. Im Ensemble überzeuge neben Wilson und Schmölzer vor allem Michael Kranz. In Summe sei Wolfsmord durchwachsen und leide unter dramaturgischen Unebenheiten. Zwischen Heimatdrama, Politthriller und Charakterstudie finde er nicht immer die richtige Balance.[18]

Oliver Armknecht bewertete den Film auf film-rezensionen.de mit vier von zehn Punkten. Der Auftakt der Krimireihe verpasse es, sowohl bei den Figuren wie auch der Geschichte genügend Eigenes zu bieten. Trotz schöner Landschaftsaufnahmen stelle sich hier bald Langeweile ein.[19]

Silke Sullivan hob in ihrer Besprechung für die dpa hervor, dass die erste Folge Konflikte zwischen Naturschützern, Landwirten und Politik aufgreife, die auch überregional diskutiert würden. Die Figuren seien überzeugend besetzt und weckten Interesse an weiteren Fällen.[20]

Auszeichnungen & Nominierungen

Jupiter Award 2027

  • Nominierung als "Bester Film (TV & Streaming)"[21][22]

Einzelnachweise

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