Der Kampfgigant
Film von Bruno Mattei (1987)
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Der Kampfgigant ist ein italienischer Actionfilm aus dem Jahr 1987 von Bruno Mattei (unter dem Pseudonym Vincent Dawn) und Claudio Fragasso (unter dem Pseudonym Clyde Anderson).
| Film | |
| Titel | Der Kampfgigant |
|---|---|
| Originaltitel | Double Target |
| Produktionsland | Italien |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1987 |
| Länge | 101 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Vincent Dawn |
| Drehbuch | Bruno Mattei, Claudio Fragasso (beide ungenannt) |
| Produktion | Franco Gaudenzi |
| Musik | Steffano Mainetti |
| Kamera | Riccardo Grassetti |
| Schnitt | Bruno Mattei (ungenannt) |
| Besetzung | |
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Handlung
Terroristen greifen amerikanische Militärbasen in mehreren südostasiatischen Staaten an. Währenddessen will Bob Ross will einfach nur seinen Sohn wiedersehen, der in Vietnam lebt. Bob kämpfte im Vietnamkrieg und obwohl er die Mutter des Jungen später ehelichte, wurde die Ehe mit dem Klassenfeind annulliert. Seine Frau musste in ein Umerziehungslager, wo sie tragischerweise verstarb. Die zuständigen Behörden wollen ihn aber nicht zu seinem zehnjährigen Sohn durchlassen und stellen ihm eine Falle, aus der er aber entkommt.
Der US-amerikanische Geheimdienst Central Intelligence Agency weiß von Bobs Schicksal und nutzt dies als Druckmittel, um an die internationale Terrorgruppe zu kommen. Bob soll als Himmelfahrtskommando und Ablenkungsmanöver dienen, damit Senator Blaster eine weiße Weste erhält. Bob macht sich auf den Weg in das fremde Land und trifft auf seinen Sohn, der sich jedoch deutlich von ihm entfremdet hat und ihn als Feind ansieht. Ross infiltriert das Camp um den korrupten Colonel Galkin, der jedoch entkommt und das Dorf angreift und die Bewohner als Geisel nimmt.
Es kommt zu mehreren Kämpfen. Bob kann seinen Sohn befreien und versucht mit ihm in die USA zu gelangen, doch Galkin ist ihm auf den Fersen. Als Bob gefangen genommen wird, nachdem ihn sein Sohn verraten hat, bringt dieser es doch nicht übers Herz seinen Vater zu erschießen. Er befreit ihn in der Nacht und es kommt zum Showdown mit Colonel Galkin. Bob nimmt seinen Sohn mit in die Vereinigten Staaten.
Hintergrund
Der Kampfgigant ist eine italienische Billigproduktion, die kostengünstig auf den Philippinen umgesetzt wurde. Als Stars wurden Donald Pleasence und Bo Svenson besetzt. Die Hauptrolle übernahm Miles O’Keeffe. Die Handlung ist offensichtlich von Rambo II – Der Auftrag inspiriert. Übernommen wurden auch Teile anderer Filme. So stammt ein Kampf mit einem Hai aus dem Der weiße Hai-Mockbuster The Last Jaws – Der weiße Killer (1981) von Enzo G. Castellari und einige Explosionen wurden etwas verzerrt, damit nicht auffiel, das sie aus dem Mattei-Film Cobra Force (1987) stammen.[2]
Veröffentlichung
Der Film lief ab dem 11. Juni 1987 in den deutschen Kinos. Es folgte eine Videoveröffentlichung über MTC und IHV Video. Alle drei Fassungen wurden von der FSK ungeschnitten ab 18 Jahren freigegeben. Von 1988 bis 2013 war der Film indiziert. Die deutsche Blu-Ray-Veröffentlichung über Cinestrange Extreme erschien in der Reihe „Bahnhofskino“ und erschien Ende 2020. Die Neuveröffentlichung wurde nur wenig überarbeitet und restauriert.[3][4][5]
Rezeption
Das Lexikon des internationalen Films urteilte: „Die völlig unglaubwürdige Geschichte dient nur als Vorwand für zahllose Tötungsszenen.“[6]
Die Website Nischenkino schreibt zu dem Film, dass er durchaus Trash-Qualitäten besäße und zum Teil aberwitzige Handlungssequenzen wie einen Kampf gegen einen Weißen Hai. Zudem setze der Film auf zahlreiche Explosionen. „Man füge noch viele andere italienische Verrücktheiten (…), einiges an cooler Location-Arbeit und eine exzellente Filmmusik hinzu, die die Action wirklich antreibt (und wahrscheinlich aus einem anderen Film geklaut wurde!?) und heraus kommt Der Kampfgigant, ein exzellenter, italienisch aromatisierter, explosionsfreudiger Aktion-Flick … mit einem Hai-Kampf!!!“[7]
Auf Filmchecker schrieb der Rezensent: „Derber und alkoholpartytauglicher Dschungelkämpfer-Actiontrash von einem Italo-Kultregisseur der zweiten Garnitur. Vietnamveteranen-Stier Miles O’Keeffe kämpft gegen den Iwan und seine eigenen schauspielerischen Behinderungen. Die abgebrühteren Reihen der Videothekengeier-Brigade applaudieren diesem Flashback aus einfacheren Zeiten mit Gusto.“[5]
Die Seite italo-cinema konstatiert: „Insgesamt ist Der Kampfgigant also schon schlampiger umgesetzt als etwa Cobra Force, macht aber großen Spaß. Ein Film mit quietschbunten Kostümen und Ausstattung, angenehm fürs Auge, entspannend fürs Prosencephalon, welches man nicht braucht.“[2]
Weblinks
- Der Kampfgigant bei IMDb