Der Kinderflüsterer
Film von James Ashcroft (2026)
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Der Kinderflüsterer (Originaltitel The Whisper Man) ist ein Kriminalthriller von Regisseur James Ashcroft aus dem Jahr 2026 mit Robert De Niro, Michelle Monaghan und Adam Scott. Das Drehbuch von Ben Jacoby und Chase Palmer basiert auf dem 2019 veröffentlichten gleichnamigen Roman von Alex North.[2]
| Film | |
| Titel | Der Kinderflüsterer |
|---|---|
| Originaltitel | The Whisper Man |
| Produktionsland | Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Länge | 114 Minuten |
| Altersempfehlung | ab 16 (DE)[1] |
| Produktionsunternehmen | AGBO |
| Stab | |
| Regie | James Ashcroft |
| Drehbuch |
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| Produktion |
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| Musik | Colin Stetson |
| Kamera | Peter Deming |
| Schnitt | Christopher Tellefsen |
| Besetzung | |
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| → Synchronisation | |
Handlung
Detective Amanda Beck vom Garretton Police Department entdeckt bei der Suche nach dem vermissten Neil Spencer die Leiche eines Jungen mit einem um den Kopf gewickelten Kleidungsstück. Beck vermutet einen Zusammenhang mit dem Serienmörder Frank Carter, der als „Der Kinderflüsterer“ bekannt wurde und in den 1990er-Jahren Jungen ermordete, bevor er von Detective Peter „Pete“ Willis gefasst wurde und seitdem im Gefängnis sitzt. Bald darauf erhält Beck eine Tonaufnahme, auf der der Flüsterer mit Neil spricht.
Der verwitwete Krimiautor Tom Kennedy übersiedelt mit seinem kleinen Sohn Jake, der sehr unter dem Tod seiner Mutter leidet, nach Garretton, dem Heimatort der Mutter. Jake hat Probleme, neue reale Freunde zu finden, und spricht stattdessen mit seiner imaginären Freundin, einem Mädchen in einem blauen Pullover. Eines Nachts erwischt Tom Jake dabei, wie er an der Haustür mit jemandem spricht, obwohl niemand zu sehen ist. Am nächsten Tag entdeckt Tom eine Person im Keller, die daraufhin die Flucht ergreift. Am darauffolgenden Abend betrinkt sich Tom und verliert die Beherrschung, als Jake sagt, seine imaginäre Freundin habe Angst vor dem Jungen im Boden, und er fordert Jake auf, erwachsen zu werden. Bald darauf ist Toms Sohn verschwunden und Detective Beck beginnt mit den Nachforschungen.
Tom bittet seinen entfremdeten Vater Pete Willis um Hilfe, der seinen Enkel nie kennengelernt hat und sich Amandas Ermittlungen anschließt. Tom findet zwischenzeitlich heraus, dass der vorherige Mieter des Hauses, Dominic Barnett, Franks Komplize war. Nachdem die Leiche von Neil Spencer gefunden wurde, lässt Pete dessen Fingernägel prüfen. Carter hatte seinen Opfern immer die Fingernägel geschnitten, damit sie ihn nicht kratzen können. Dieses Detail wurde jedoch nie öffentlich, sodass Pete vermutet, dass Frank einen Komplizen hatte, der jetzt nach demselben Muster verfährt.
Bei der Überprüfung der häufigen Gefängnisbesucher stößt Peter auf Norman Collins, der Erinnerungsstücke an Serienmörder sammelt, aber Alibis für die Entführungen hat. Amanda und Peter hegen weiterhin den Verdacht, dass er mit Frank in Kontakt stand. Tom erkennt Norman als den Mann aus seinem Keller. Tom und Peter durchsuchen den Keller und entdecken im Boden die Skelettreste von Franks letztem Opfer Tony Smith sowie Barnetts mumifizierte Leiche. Amanda und Peter konfrontieren Norman und finden heraus, dass er den Nachahmungstäter mit Frank bekannt gemacht und Barnett ermordet hat, nachdem dieser ihn verspottet hatte. Norman begeht Suizid, um einer Gefängnisstrafe zu entgehen.
Peter erinnert sich an Franks Worte bei seinem letzten Gefängnisbesuch und erkennt, dass der Mörder Franks Sohn Francis Jr. ist, der versucht, seinem abwesenden Vater nachzueifern. Amanda sucht das Haus von Dr. Sharmatz auf, der ehemaligen Therapeutin von Francis Jr. Sie findet heraus, dass der Bewohner Francis Jr. ist, und stößt im Obergeschoss auf die Leiche von Dr. Sharmatz. Zwischen Francis Jr. und Amanda kommt es zu einem Kampf, bei dem er mehrfach auf sie einsticht. Francis Jr. packt Jake und flieht zu Toms Haus.
Dort gelingt es Tom und Peter, Jake zu befreien, allerdings wird Peter dabei tödlich von Francis Jr. verletzt. Francis Jr. folgt Jake auf den Dachboden, wo er durch den morschen Boden bricht und in die Tiefe stürzt. Einige Zeit später erhält Amanda einen Brief von Frank, in dem er ihr und Peter für ihre Hilfe dankt. Im Gefängnis wird Frank in Francis Juniors Zelle geführt und er erwürgt dort seinen Sohn. Zuhause bittet Jake seinen Vater, mit anderen Kindern spielen zu dürfen. Beim Durchsehen von Fotos seiner Frau entdeckt Tom eines von ihr als junges Mädchen in einem blauen Pullover.
Synchronisation
Die deutschsprachige Synchronisation übernahm die EVA Studios Germany GmbH. Dialogregie führte Karlo Hackenberger, das Dialogbuch schrieb Änne Troester.[3]
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher[3] |
|---|---|---|
| Thomas „Tom“ Kennedy | Adam Scott | Kim Hasper |
| Det. Amanda Beck | Michelle Monaghan | Gundi Eberhard |
| Det. Insp. Peter „Pete“ Willis | Robert De Niro | Christian Brückner |
| Francis „Frank“ Carter Sr. | Michael Keaton | Joachim Tennstedt |
| Francis „Frank“ Carter Jr. | Owen Teague | Sebastian Fitzner |
| Dealer | DazMann Still | Kaze Uzumaki |
| Jake Kennedy | Acston Luca Porto | Wanja Gisbertz |
| Norman Collins | Hamish Linklater | Jaron Löwenberg |
| Sgt. John Dyson | Will Brill | Gerrit Hamann |
| Victor Tyler | Robert Clohessy | Peter Reinhardt |
Produktion und Hintergrund
Der Film wurde von AGBO produziert, als Produzenten fungierten Anthony und Joe Russo, Angela Russo-Otstot, Michael Disco und Kassee Whiting.[4][5] Executive Producer waren Marcus Viscidi, Tim Connors und Alex Leb.[5]
Die Dreharbeiten fanden ab April 2025 in Plainfield im US-Bundesstaat New Jersey statt.[6] Die Kamera führte Peter Deming, die Montage verantwortete Christopher Tellefsen und das Casting Susanne Scheel. Das Production-Design gestaltete Anastasia White.[4] Der zugrunde liegende Roman wurde in den USA 2019 veröffentlicht. Fast ein Jahr vorher optionierten die Russo-Brüder die Verfilmungsrechte.[5]
- Unterschiede zwischen Roman und Film
Während der Roman im englischen Featherbank angesiedelt ist spielt der Film im Nordosten der USA. Im Film wird Jake wesentlich früher entführt. Im Roman stehen Tom und Pete bereits wieder miteinander in Kontakt, bevor Jake verschwindet. Gegenüber dem Buch wird Pete im Film viel stärker zum aktiven Teil des Falls. Die Figur Karen Shaw aus dem Roman wurde im Film komplett gestrichen. Im Roman ist Tom mit Karen unterwegs, während Pete bei Jake bleibt und Jake entführt wird.[7]
Veröffentlichung
Rezeption
Am 29. August 2026 waren 16 der 37 bei Rotten Tomatoes aufgeführten Kritiken positiv, mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,80 von 10 Punkten.[11] Bei Metacritic erhielt der Film am 29. August 2026 einen Metascore von 57 von 100 möglichen Punkten, der auf 14 Rezensionen basierte.[12]
Dani Maurer vergab auf outnow.ch fünf von sechs Sternen. Getragen von gestandenen Darstellenden, mit viel Spannung präsentiert und in schönen gräulichen Tönen gehalten, mache er nicht viel verkehrt, schlage aber dann im Finale über die Stränge. Das hätte die Story gar nicht nötig gehabt.[13]
Jan Werner befand auf filmtoast.de, dass der Film an die ganz großen Titel des Genres bei weitem nicht herankomme. Aber die Atmosphäre sei dicht, die Geschichte halte das Interesse und der Cast sei über jeden Zweifel erhaben.[14]
Oliver Armknecht bewertete die Produktion auf film-rezensionen.de mit sechs von zehn Punkten. Diese sei atmosphärisch gelungen und streckenweise stark gespielt. Umso bedauerlicher sei, dass die Romanadaption inhaltlich nicht übermäßig interessant sei.[15]
Oliver Jungen kritisierte in der Frankfurter Allgemeine Zeitung, dass vom Buch mit den Höhen und Tiefen von Vater-Sohn-Beziehungen, Verlusterfahrungen, Verantwortung und vererbten Ängsten im Film nicht viel übriggeblieben sei. Die psychologisch-dramatische Ebene werde stark überlagert von der weit weniger feinsinnigen Spannungshandlung rund um einen psychopathischen Serienkiller nach Schema F.[16]
Jonas Schilberg (50 von 100 Punkte) urteilte auf filmpluskritik.com, dass die Variation einer altbekannten Geschichte weder einen eigenen Ansatz gewinne noch wirkliche Dynamik. Zu viel sei an diesem Thriller über gestörte Vater-Kind-Verhältnisse banal. Ernsthafte Schnitzer erlaube er sich zwar nicht, ernsthafte Einfälle aber ebenso wenig.[17]
Weblinks
- Der Kinderflüsterer bei IMDb
- Der Kinderflüsterer bei Netflix
- Der Kinderflüsterer in The Movie Database (englisch)
- Der Kinderflüsterer bei Fernsehserien.de
- Der Kinderflüsterer bei Rotten Tomatoes (englisch)