Der Kommissar und der See – Das fremde Kind

deutscher Fernsehfilm (2025) From Wikipedia, the free encyclopedia

Das fremde Kind ist ein deutscher Fernsehfilm von Esther Rauch aus dem Jahr 2025. Es handelt sich um die vierte Folge der Kriminalfilmreihe Der Kommissar und der See, einem Spin-Off der Reihe Der Kommissar und das Meer, mit Walter Sittler, Nurit Hirschfeld und Dominik Maringer.[1][2]

TitelDas fremde Kind
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Länge90 Minuten
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Folge 4 der Reihe Der Kommissar und der See
Titel Das fremde Kind
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Länge 90 Minuten
Produktions­unternehmen Network Movie
Regie Esther Rauch
Drehbuch Esther Rauch
Produktion
Musik Mario Grigorov
Kamera Mario Minichmayr
Schnitt Cordula Werner
Premiere 8. Nov. 2025 auf ORF 2
Besetzung
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Handlung

Die Polizistin Annika Wagner und der pensionierte Kommissar Robert Anders sind am Bodensee unterwegs, als ihnen ein Mädchen vor ihr Fahrzeug läuft. Wagner hatte zuvor am Markt bei Hannes Buck zwei Honigschnäpse getrunken, sich aber trotz Warnung von Anders hinters Steuer gesetzt. Gegenüber dem Polizeibeamten Martin Keller behauptet Anders, dass er gefahren sei, obwohl er ebenfalls einen Honigschnaps getrunken hat. Bei Anders werden beim Atem-Alkohltest 0,27 Promille festgestellt. Die Verunfallte wird ins Krankenhaus eingeliefert und ins künstliche Koma versetzt. Bei dem Unfallopfer handelt es sich um Hannah Brunner, deren Eltern Philipp und Sophia nicht auffindbar sind. Sie hatte 100.000 Schweizer Franken in bar bei sich sowie ein Fährticket von Friedrichshafen nach Romanshorn und zurück.

Aufgenommene Ermittlungen führen zu dem Ingenieur Dr. Jochen Krimmer, der in leitender Position im Unternehmen von Johanna Leyer beschäftigt ist. Krimmer hatte die Familie Brunner vor circa drei Jahren auf seinem Hof aufgenommen, diese unterstützte ihn dafür bei der Bewirtschaftung seines Anwesens. In der Wohnung der Familie findet Wagner mehrere Fährtickets in die Schweiz. Wagner und Anders vermuten, dass die Eltern Bargeld geschmuggelt hatten. Außerdem werden medizinische Unterlagen von Sophia gefunden, wonach diese unter einer chronischer Nierenerkrankung leidet und drei Mal die Woche zur Dialyse muss.

Vor Krimmers Hof steht das Fahrzeug des Sicherheitsdienstes von Leyer. Die Firma Leyer ist in der Informationstechnik tätig und arbeitet auch für die Rüstungsindustrie. Anja, die Frau von Krimmer, ist vor drei Jahren bei einem Brand im Serverraum der Firma Leyer ums Leben gekommen. Sie war mit Susanne Graf, einer Schulfreundin von Anders, befreundet. Die Frauen hatten sich auf Demonstrationen getroffen, Graf war eine Gegnerin der Rüstungsindustrie. Anja und Jochen Krimmer hatten sich beim Informatikstudium kennengelernt. Laut Dr. Hämmerle und dem Obduktionsbericht ist Anja an einer Rauchgasvergiftung erstickt und später verbrannt, möglicherweise wurde sie eingesperrt. Wagner vermutet, dass das Feuer gelegt wurde.

Weil der Verfassungsschutz involviert ist, untersagt deren Vorgesetzte Regine Salzmann Keller und Wagner weitere Befragungen von Krimmer und Leyer. Krimmer wird von Leyer fristlos entlassen. Sie hatte bei ihm vor einiger Zeit Wanzen installieren lassen und herausgefunden, dass Krimmer größere Geldsummen an NGOs überwiesen hatte, die sich in Kriegsgebieten engagieren. Das dafür notwendige Geld hatte er dafür erhalten, dass er den Mitbewerbern Betriebsinterna verraten hatte. Krimmer unternimmt daraufhin einen Suizidversuch, indem er sich mit Benzin übergießt. Das nicht funktionierende Feuerzeug kann ihm Anders abnehmen. Krimmer gesteht Anders, dass er sich mit dem Informationsverkauf an dem Unternehmen Leyer für den Tod seiner Frau rächen wollte. Die Brunners hatten für ihn regelmäßig Geld in die Schweiz geschmuggelt.

Das Gutachten zum Verkehrsunfall bestätigt die Aussage von Anders sowie ein Bluttest dessen Alkoholgehalt im Blut; laut Gutachten gab es keine Möglichkeit den Unfall zu vermeiden. Die Staatsanwaltschaft stellt die Untersuchungen ein. Auf dem Video einer Überwachungskamera sieht Wagner den Zollbeamten Simon Welke, der Sophia und Philipp Brunner in seinen Dienstwagen verfrachtet und anschließend Hannah verfolgt. Michael Bachner arbeitet für den Sicherheitsdienst von Leyer, er hatte Krimmer abgehört und ist der Cousin von Welke, dem er die Information gegeben hat, dass die Brunners Schwarzgeld schmuggeln. Welkes Kollegin Lara Kamp hatte die Wohnung der Brunners nach Bargeld durchsucht, während Welke Hannah verfolgt hat, bis sie vors Auto gelaufen ist. Nachdem Lara kein Geld gefunden hatte, hatte sie die Brunners in eine Jagdhütte gebracht und Krimmer erpresst.

Kamp wird in der Jagdhütte festgenommen und die Eltern von Hannah befreit. Während Hannah im Krankenhaus aufwacht, stirbt ihre Mutter aufgrund ihrer Nierenerkrankung, da eine Dialyse nicht rechtzeitig durchgeführt werden konnte.

Produktion

Die Dreharbeiten des Films fanden vom 9. Oktober bis zum 8. November 2024 in Lindau und Umgebung sowie in Hamburg statt. Produziert wurde der Film von der Network Movie (Produzenten Jutta Lieck-Klenke und Dietrich Kluge) im Auftrag des ZDF in Zusammenarbeit mit dem ORF.[3][4] Drehorte waren unter anderem der Friedrichshafener Hafen und die Burg Gießen.[5]

Das Drehbuch schrieb Esther Rauch, die Kamera führte Mario Minichmayr, die Musik komponierte Mario Grigorov, die Montage verantwortete Cordula Werner und das Casting Rebecca Gerling und Lina Behr. Das Szenenbild gestaltete Marcus A. Berndt, das Kostümbild Nana Kolbinger, den Ton Thomas Thutewohl und das Maskenbild Meike Pitke und Alexandra Lebedynski. Als Stuntkoordinator fungierte Ronnie Paul.[1][2][3]

Veröffentlichung

In der ZDF Mediathek wurde der Film am 5. November 2025 veröffentlicht und beim Sender ORF ON am 7. November 2025. Die Erstausstrahlung im Fernsehsender ORF 2 war am 8. November 2025, im ZDF wurde der Film am 12. November 2025 erstmals ausgestrahlt.[1][2]

Rezeption

Kritiken

Tilmann P. Gangloff vergab bei tittelbach.tv vier von sechs Sternen. Einige Dialoge klängen etwas unrund, aber ansonsten sei die Folge dank Bildgestaltung, Musik und der interessanten Geschichte ein sehenswerter Krimi.[6]

Oliver Armknecht bewertete den Film auf der Seite film-rezensionen.de mit vier von zehn Punkten. Der Umgang mit Recht und Verantwortung sei ärgerlich. Ansonsten langweile der Krimi aber eher durch seine überkonstruierte Geschichte.[7]

Quote

Die Erstausstrahlung im ZDF am 12. November 2025 verfolgten 5,07 Millionen Menschen, der Marktanteil betrug 21,8 Prozent.[8]

Einzelnachweise

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