Der Schakal und der Rabe
äthiopisches Märchen (AaTh 57: Rabe und Käse)
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Der Schakal und der Rabe ist ein äthiopisches Märchen (AaTh 57: Rabe und Käse).[1]
Handlung
Ein Rabe sitzt mit einem Stück Brot im Schnabel auf einem Baum. Da kommt ein Schakal daher und macht ihm Komplimente, ob seiner Schönheit und meint, dass er ihn gerne singen hören würde. Der Rabe glaubt dem Schakal, dass er ihn liebe und lobe, öffnet den Schnabel und kräht, woraufhin das Stück Brot zu Boden fällt und der Schakal es verspeist.[1]
Hintergrund
Das Märchen stammt aus Eugen Mittwochs Proben aus amharischem Volksmunde (In Mitteilungen des Seminars für orientalische Sprachen 10, Berlin 1907, 234 f.) und trägt in Caspar Detlef Gustav Müllers Die Märchen der Weltliteratur – Märchen aus Äthiopien (München 1992) den Titel Der Schakal und der Rabe. Eine weitere Variante aus Härär, mit Fleisch statt Brot, findet sich in Enrico Cerullis Studi etiopici 1. La lingua e la storia di Harar (Rom 1936, 209 f.). Diese erhielt bei Müller den Titel Der Rabe und der Schakal.[1]
Eine Variante des Märchens findet sich auch am Schluss des finnischen Märchens Die Elster, die Krähe und der Fuchs.
Literatur
- Caspar Detlef Gustav Müller (Hrsg.): Die Märchen der Weltliteratur – Märchen aus Äthiopien. Eugen Diederichs Verlag, München 1992, S. 117–118, 312.