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Der Unsichtbare (2020)

Film von Leigh Whannell (2020) From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Unsichtbare (Originaltitel: The Invisible Man) ist ein US-amerikanisch-australischer Horrorfilm von Leigh Whannell. Es handelt sich um eine moderne Adaption des gleichnamigen Romans von H. G. Wells aus dem Jahr 1897 und ist eine Neuverfilmung des gleichnamigen Films von James Whale aus dem Jahr 1933.

TitelDer Unsichtbare
OriginaltitelThe Invisible Man
ProduktionslandUSA,
Australien
OriginalspracheEnglisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Der Unsichtbare
Originaltitel The Invisible Man
Produktionsland USA,
Australien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2020
Länge 124 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Leigh Whannell
Drehbuch Leigh Whannell
Produktion Jason Blum,
Kylie du Fresne
Musik Benjamin Wallfisch
Kamera Stefan Duscio
Schnitt Andy Canny
Besetzung
→ Synchronisation →
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Der Film erschien am 28. Februar 2020 in den US-amerikanischen Kinos und einen Tag zuvor in den deutschen.[2]

Handlung

Cecilia Kass sieht sich in einer gewalttätigen, kontrollierenden Beziehung mit dem wohlhabenden Optik-Ingenieur und Geschäftsmann Adrian Griffin gefangen. Eines Nachts betäubt Cecilia Adrian mit Diazepam und flieht mit der Hilfe ihrer Schwester Emily.

Cecilia wird bei dem mit Emily befreundeten Detective James Lanier und seiner Tochter Sydney untergebracht. Zwei Wochen nach Cecilias Flucht begeht Adrian scheinbar Selbstmord und vererbt ihr fünf Millionen Dollar, die über mehrere Jahre verteilt ausgezahlt werden sollen. Hierfür gelten eine Reihe von Bedingungen; unter anderem darf sie nicht straffällig werden. Über die Einhaltung der Bedingungen wacht Adrians Bruder Tom als Testamentsvollstrecker.

Cecilia vermutet nach mehreren seltsamen Ereignissen, dass eine weitere Person im Haus anwesend sein müsse, und ruft James an, doch dieser glaubt, dass sie nur traumatisiert sei. Bei einem Vorstellungsgespräch stellt sie fest, dass alle Arbeitsproben aus ihrer Mappe verschwunden sind, und fällt dann in Ohnmacht. Der Arzt teilt ihr mit, dass in ihrem Blut Diazepam gefunden wurde. Nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus steht plötzlich dieselbe Flasche Diazepam, mit der sie Adrian betäubt hatte, auf dem Waschbeckenrand.

James begleitet Cecilia zu einem Treffen mit Tom. Sie glaubt, dass Adrian seinen Tod nur vorgetäuscht und sein Know-how als Optik-Ingenieur genutzt hat, um unsichtbar zu werden und sie zu quälen, doch niemand glaubt ihr. Später wird Sydney von einem „Unsichtbaren“ geschlagen, und sie und James nehmen an, dass Cecilia es getan habe. Alleine im Haus, versucht Cecilia verschiedene Taktiken, um den „Unsichtbaren“ zu fangen. Dabei stellt sie fest, dass Adrian sie und Sydney vom Speicher das Hauses aus überwacht hat. Nachdem sie Renovierfarbe auf den „Unsichtbaren“ geworfen hat, kommt es zu einem heftigen Kampf, bevor sie entkommen kann. Sie begibt sich in Adrians Villa, um sein Labor zu untersuchen. Dort findet sie ein Kleidungsstück, das ihren Verdacht bestätigt. Gleich nachdem sie den Tarnanzug im Haus versteckt hat, greift die unsichtbare Gestalt erneut an, sodass Cecilia flieht und Emily kontaktiert. Sie trifft sich mit Emily in einem Restaurant, aber der „Unsichtbare“ schneidet Emily die Kehle durch und legt das Messer in Cecilias Hand. Cecilia wird des Mordes beschuldigt.

Während sie auf den Prozess wartet, wird Cecilia in eine Nervenheilanstalt gebracht, wo sie erfährt, dass sie schwanger ist. Tom kann angeblich dafür sorgen, dass sie straffrei ausgeht, wenn sie sich bereit erklärt, „zu ihm zurückzukehren“ und das Kind großzuziehen, was impliziert, dass Tom geholfen hat, den Selbstmord seines Bruders vorzutäuschen. Er enthüllt, dass Adrian seinerzeit heimlich ihre Antibabypille ausgetauscht hatte, um sie zu schwängern. Cecilia lehnt das Angebot ab und stiehlt einen Füllfederhalter aus seiner Aktentasche. In dieser Nacht täuscht sie vor, damit Selbstmord begehen zu wollen. Als die unsichtbare Gestalt versucht, sie aufzuhalten, sticht sie mit dem Füllfederhalter auf ihn ein, was zu einer Fehlfunktion des Anzugs führt und die Person teilweise sichtbar macht. Mehrere Polizisten eilen herbei, aber die Figur macht diese handlungsunfähig, bevor sie aus dem Krankenhaus flieht und von Cecilia verfolgt wird. Um das ungeborene Kind nicht zu gefährden, droht der „Unsichtbare“, statt Cecilia diejenigen anzugreifen, die sie liebt.

Cecilia fährt zu James’ Haus und findet dort die Gestalt, die ihn und Sydney angreift. Sie erschießt den dank der Farbbeschmutzung nicht mehr ganz „Unsichtbaren“ und entdeckt Tom im Anzug. Die Polizei stürmt Adrians Haus und findet ihn lebend und gefesselt in einem verbarrikadierten Kellerverschlag. Er behauptet, Tom habe ihn die ganze Zeit gefangen gehalten; Cecilia ist jedoch überzeugt, dass die Brüder sich den Anzug geteilt haben und Adrian Tom ins Haus geschickt hat, weil er wusste, dass es eine Falle war.

Um Adrians Geständnis zu bekommen, trifft sie ihn in seinem Haus, während James das Gespräch abhört. Sie willigt ein, ihre Beziehung zu verbessern, aber nur, wenn er gesteht, der „Unsichtbare“ zu sein. Adrian besteht darauf, dass Tom ihn entführt habe, und behauptet, die Erfahrung habe seine Lebenseinstellung verändert; aber während sie weint, spielt Adrian mit einer ähnlichen Formulierung wie die Figur auf seinen Missbrauch an. Cecilia geht auf die Toilette, vorgeblich um sich frisch zu machen. Augenblicke später fängt die Überwachungskamera Adrian dabei ein, wie er sich scheinbar selbst die Kehle durchschneidet. Cecilia kehrt zurück, wirkt aufgelöst und ruft die Polizei. Außer Sichtweite der Kamera verspottet sie jedoch den sterbenden Adrian und enthüllt, dass sie den Ersatzanzug benutzt hat, um ihn zu töten.

Als James ankommt, bestätigt sie, was die Kamera aufgenommen hat. Er bemerkt zwar, dass sie den Anzug dabei hat, lässt sie aber gehen. Erleichtert, frei von Adrian zu sein, verlässt Cecilia das Haus und nimmt den Anzug mit.

Produktion

Die Entwicklung eines neuen Invisible-Man-Films begann bereits 2007, als David S. Goyer mit dem Schreiben des Drehbuchs beauftragt wurde.[3] Goyer blieb dem Projekt bis zum Jahr 2011 verbunden, entwickelte den Film jedoch kaum bis gar nicht weiter.[4]

Laut Ankündigungen sollte das Projekt dann als Teil des filmischen Universums namens Dark Universe von den Universal Studios im Jahr 2016 wiederbelebt werden, wobei Johnny Depp die Titelrolle des Films verkörpern und Ed Solomon das Drehbuch schreiben sollte.[5]

Nachdem der Film Die Mumie als erster Film des filmischen Universums im Jahr 2017 die Erwartungen an den Kinokassen nicht erfüllt hatte, wurden Änderungen am Dark Universe vorgenommen, um sich auf das individuelle Geschichtenerzählen zu konzentrieren und vom Konzept des gemeinsamen Universums abzuweichen.[6][7]

Im Januar 2019 kündigte Universal an, dass sich künftig alle Filme, die auf den Classic Universal Monsters basieren, auf eigenständige Geschichten anstatt auf Interkonnektivität konzentrieren sollten. Ebenso wurde bestätigt, dass Leigh Whannell als neuer Regisseur und Drehbuchautor für den Film verpflichtet wurde und Blumhouse Productions die Produktion des Films übernehmen werde.[8]

Im März 2019 befand sich Elisabeth Moss in frühen Verhandlungen, um als eine der Hauptfiguren mitzuwirken,[9] und trat im Folgemonat offiziell der Besetzung bei.[10] Des Weiteren traten einen Monat später Storm Reid,[11] im Folgemonat Aldis Hodge und Harriet Dyer[12][13] und im Juli Oliver Jackson-Cohen für die Rolle des Antagonisten der Besetzung bei.[14]

Die Hauptdreharbeiten zum Film begannen am 16. Juli 2019[15] und wurden am 17. September 2019 in Sydney, Australien beendet.[16]

Rezeption

Kritiken

Der Film konnte laut Rotten Tomatoes 91 Prozent der Kritiker positiv überzeugen.[17]

epd Film urteilt: „Der australische Schauspieler Leigh Wannell hat die bereits 1933 von James Whale verfilmte Vorlage von H. G. Wells ganz zeitgemäß in eine Geschichte trickreich weiblicher Selbstermächtigung verwandelt.“[18]

Einspielergebnis

Die weltweiten Einnahmen aus Kinovorführungen belaufen sich bei einem Budget von 7 Millionen US-Dollar auf 130,75 Millionen US-Dollar, von denen der Film allein 64,91 Millionen im nordamerikanischen Raum einspielen konnte.[19] Damit befindet er sich auf Platz 15 (Stand: 5. September 2023)[20] der finanziell erfolgreichsten Filme des Jahres 2020. In Deutschland verzeichnete der Film insgesamt 382.282 Kinobesucher, womit er sich auf Platz 17 der Jahres-Charts 2020 befindet.[21]

Auszeichnungen

Chicago Film Critics Association Awards 2020

  • Auszeichnung für den Besten Einsatz von visuellen Effekten[22]

Critics’ Choice Movie Awards 2021

Critics’ Choice Super Awards 2021

Golden Reel Awards 2021

  • Nominierung für den Besten Tonschnitt beim Underscoring[25]

Independent Spirit Awards 2021

  • Nominierung für den Besten Schnitt (Andy Canny)[26]

MTV Movie & TV Awards 2021

  • Nominierung für die Beste verängstigte Schauspielleistung (Elisabeth Moss)[27]

North Carolina Film Critics Association Awards 2021

  • Nominierung als Beste Schauspielerin (Elisabeth Moss)
  • Nominierung für die Besten visuellen Effekte[28]

People’s Choice Award 2020

  • Nominierung als Film des Jahres
  • Nominierung als Filmdrama des Jahres
  • Nominierung als Beste Schauspielerin (Elisabeth Moss)
  • Nominierung als Beste Schauspielerin in einem Filmdrama (Elisabeth Moss)[29]

Saturn-Award-Verleihung 2021

Synchronisation

Die deutsche Synchronisation entstand im Auftrag von Berliner Synchron nach einem Dialogbuch und der Dialogregie von Nico Sablik.[30]

Weitere Informationen Rolle, Darsteller ...
RolleDarstellerSynchronsprecher
Cecilia Kass Elisabeth Moss Anna Grisebach
Adrian Griffin Oliver Jackson-Cohen Nico Sablik
James Lanier Aldis Hodge Bernd Egger
Sydney Lanier Storm Reid Léa Mariage
Emily Kass Harriet Dyer Rubina Kuraoka
Tom Griffin Michael Dorman Leonhard Mahlich
Doktor Lee Renee Lim Susanne Geier
Marc Benedict Hardie Hannes Maurer
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Literatur

Einzelnachweise

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