Der entführte Prinz
deutscher Märchenfilm von Wolfgang Hübner aus dem Jahr 1983
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Der entführte Prinz ist ein in der Gegenwart angesiedelter deutscher Märchenfilm von Wolfgang Hübner aus dem Jahr 1983.
| Film | |
| Titel | Der entführte Prinz |
|---|---|
| Produktionsland | DDR |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 1983 |
| Länge | 63 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | DEFA im Auftrag des Fernsehens der DDR |
| Stab | |
| Regie | Wolfgang Hübner |
| Drehbuch | |
| Musik | Günther Fischer |
| Kamera | Eberhard Borkmann |
| Besetzung | |
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Handlung
Ein Mädchen und sein Vater sehen einen Fernsehbeitrag über einen in ihrer Nähe produzierten Märchenfilm. Darin wird eine Prinzessin von einem Prinzen aus der Hand eines Riesen befreit. Das Mädchen wundert sich, dass in den Geschichten nie Prinzen geraubt und ihnen anschließend von Frauen geholfen wird. Sie stellt sich vor, dieser Fall wäre eingetreten und macht sich auf, einen Entführten zu retten.
Auf ihrer Suche begegnen dem Mädchen sprechende Tiere, die ihr gute Ratschläge geben. Die Zusammentreffen mit Menschen sind hingegen meist unangenehm, vor allem da sie wegen ihres androgynen Äußeren oftmals für einen Jungen gehalten wird. Nur die 100-jährige Oma Osladil, zu deren Geburtstagsfeier die Suchende zufällig stößt, erkennt sofort, dass sie ein Mädchen ist und einen Prinzen befreien möchte. Die gütige Seniorin ermutigt sie und gibt ihr ebenfalls einen Hinweis.
Das Mädchen erreicht letztlich das Haus einer Riesin, die einen Prinzen in ihrer Gewalt hat. Da die Hünin sich langweilt, kann das Mädchen sie zum Spielen von Leben und Tod überreden, das sie auf der Wanderschaft gelernt hat. Die Riesin verlangt aber, dass sie nebenher zusammen Köm trinken. Das Mädchen kann diesen aber, wie bei einem Gast auf der Geburtstagsfeier beobachtet, stets heimlich wegkippen. Als die Riesin betrunken ist, findet sie den Prinzen und überredet ihn, mit ihr zu gehen. Auf der Flucht beschwert er sich aber fortlaufend über den mühsamen Weg und dass er nun auf Milchsuppe verzichten müsse. Letztlich wirft er seiner Retterin sogar vor, ihn entführt zu haben und gar kein richtiges Mädchen zu sein. Bei der Riesin sei es ihm hingegen gut gegangen. Das Mädchen kehrt daraufhin allein nach Haus zurück.
Hintergrund und Veröffentlichungen
Der entführte Prinz wurde von der DEFA im Auftrag des Fernsehens der DDR produziert und am Silvestertag 1983 erstmals gesendet. Für die Dramaturgie zeichnete Beate Hanspach verantwortlich. Der Film beruht auf dem Kinderbuch Der entführte Prinz und das Gärtnermädchen von Gerhard Holtz-Baumert. Er ist örtlich im heutigen Brandenburg angesiedelt; so liest der Vater die Märkische Volksstimme und das Mädchen wandert bei ihrer Suche in die Glauer Berge.
Der Name Cyprinus carpio, unter dem sich der sprechende Karpfen vorstellt, ist dessen zoologische Bezeichnung.
Der Familienname von Erika Pelikowsky wird im Abspann mit Pelikowski angegeben.
Zusammen mit Der Hasenhüter erschien Der entführte Prinz im Jahr 2016 auf DVD. Herausgeber war das Studio Hamburg Enterprises, als Lizenzgeber fungierte das Deutsche Rundfunkarchiv im Auftrag der rbb Media GmbH.[1]
Kritik
Für das Lexikon des internationalen Films war Der entführte Prinz ein „fantastisches Fernsehmärchen“.[2]