Der vilder foter

Film von Andrzej Marek (1911) From Wikipedia, the free encyclopedia

Der vilder foter ist der Titel eines jiddischen Stummfilms aus dem zaristischen Polen von 1911. Andrzej Marek[1] hat ihn nach einem Bühnenstück[2] von Zalmen Libin und einem Drehbuch, welches er mit diesem[3] erarbeitet hatte, für den Warschauer Filmproduzenten Mordka Towbin realisiert. Die Hauptrollen spielten Herman Sieracki und Zina Goldsztejn.

TitelDer vilder foter
ProduktionslandRussland
OriginalspracheJiddisch
Erscheinungsjahr1911
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Der vilder foter
Produktionsland Russland
Originalsprache Jiddisch
Erscheinungsjahr 1911
Länge 4 Akte, 1250 Meter, bei 16 BpS 68 Minuten, in USA gekürzt auf 800 Meter, 44 Minuten
Produktions­unternehmen Siła-kino, Warschau
Stab
Regie Andrzej Marek
Drehbuch Zalmen Libin und Andrzej Marek
Kamera Stanisław Sebel
Besetzung
  • Herman Sieracki … Zachar
  • Zina Goldsztejn … Rachel, Zachar’s Tochter
  • Esther Rachel Kamińska
  • Mojzesz Szpiro
  • Lejzer Zelazo
  • Adolf Berman
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Handlung

Vater tötet illegitimes Kind der Tochter.

In einem jüdischen shtetl lebt mit seiner Familie der Bauer Zachar. Seine schöne Tochter Rachel hat er gegen ihren Willen seinem reichen, aber nicht mehr jungen Nachbarn zur Ehe versprochen. Rachel jedoch liebt einen anderen. Als sie ein Kind bekommt, wirft es der Vater, verrückt vor Enttäuschung, in den Teich. Rachel vergeht vor Verzweiflung, und der grausame Vater stürzt sich, eingedenk seines Verbrechens, von einem Felsen hinab in den Abgrund.[4]

Hintergrund

Der Film, den Stanisław Sebel fotografiert hat, war eine Produktion der Gesellschaft Kantor Zjednoczonych Kinematografów Sila (deutsch Stärke). Er hatte eine ursprüngliche Länge von 1200 Metern auf 4 Akten; die in den USA verliehene Kopie war nur noch 800 Meter lang.[5] In Polen, wo am 12. November 1911 die Uraufführung stattfand, wurde der Film unter dem Titel Okrutny ojciec, in den USA als The Harsh Father gezeigt.[6]

Literatur

  • Charles Ford, Robert Hammond: Polish Film: A Twentieth Century History. Verlag McFarland, 2005, ISBN 0-7864-4677-3.
  • Natan Gross: Film żydowski w Polsce. Verlag Rabid, Kraków 2002, ISBN 83-88668-23-4, S. 21, 145.
  • Marek Haltof: Polish National Cinema. Berghahn Books, 2002, ISBN 1-57181-276-8, S. 294.
  • J. Hoberman, Museum of Modern Art (New York, N.Y.): Bridge of light: Yiddish film between two worlds. Museum of Modern Art, 1991, ISBN 0-8052-4107-8.
  • Sorrel Kerbel (Hrsg.): The Routledge Encyclopedia of Jewish Writers of the Twentieth Century. Verlag Routledge, 2004, ISBN 1-135-45606-2.
  • Chantal Catherine Michel: Das Jiddische Kino: Aufstiegsinszenierungen zwischen Schtetl und American Dream. Metropol-Verlag, 2012, ISBN 978-3-86331-081-3.
  • Sheila Skaff: The law of the looking glass : cinema in Poland, 1896–1939. Ohio University Press, Athens, Ohio 2008, ISBN 978-0-8214-1784-3, S. 6, 9–10, 19, 28, 31, 45, 49, 92 u. 122

Einzelnachweise

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