Deutsche Depressionsliga

Gemeinnütziger Verein für Menschen mit Depression From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Deutsche Depressionsliga (Eigenschreibweise auch: Deutsche DepressionsLiga, DDL) ist eine Selbsthilfeorganisation von Patienten, die an einer Depression erkrankt sind, und deren Angehörigen.

Gründung2009
SitzBonn,[1] Deutschland Deutschland
SchwerpunktPatientenvertretung für an Depressionen erkrankte Menschen
Schnelle Fakten Deutsche DepressionsLiga (DDL), Rechtsform ...
Deutsche DepressionsLiga
(DDL)
Logo
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 2009
Sitz Bonn,[1] Deutschland Deutschland
Schwerpunkt Patientenvertretung für an Depressionen erkrankte Menschen
Vorsitz vakant[2]
Umsatz 604.213 Euro (2020)
Mitglieder 2417 (05/2025)
Website depressionsliga.de
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Geschichte

Der Verein wurde im Jahr 2009 als erste ausschließlich von Betroffenen organisierte bundesweit tätige Patientenvertretung mit dem Ziel gegründet, über Depression aufzuklären, praktische Hilfestellung für Betroffene zu leisten und deren Interessen zu vertreten.[3] Hierzu betreibt die DDL Lobby- und Pressearbeit. Darüber hinaus fördert und initiiert sie verschiedene Projekte.

Positionen

Der Verein setzt sich dafür ein, dass Patienten, die an einer Depression erkrankt sind, so schnell wie möglich Hilfe erhalten sollen. Die DDL kritisiert deshalb insbesondere die langen Wartezeiten bei der Suche nach einer Behandlung. Viele Betroffene seien aufgrund ihrer Erkrankung nicht in der Lage, die langwierige Suche nach einem Therapieplatz auf sich zu nehmen.[4] Seit Januar 2010 betreibt der Verein eine Beratung per E-Mail und unterstützt durch Datenbanken bei der Suche nach Informationen zum Thema Depression.

Projekte

Die Deutsche DepressionsLiga e.V. möchte Betroffene durch unterschiedliche Projekte zur Selbsthilfe motivieren und stärken. In der Vergangenheit gehörten dazu etwa der Patientenkongress Depression, der gemeinsam mit der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und dem Deutschen Bündnis gegen Depression (2011–2024)[5] veranstaltet wurde, sowie die Mut-Tour, deren Trägerverein die DDL zwischen 2012 und 2021 war.[6]

Zu den aktuellen Projekten zählen unter anderem der Thementag Depression 2025,[7] der am 25. Oktober 2025 in Siegburg stattfindet, die Kinotour Depression: Expedition[8] und die Selbsthilfegruppen-Datenbank der DDL,[9] die im Herbst 2025 online gehen soll und Betroffenen wie Angehörigen einen einfachen Zugang zu Selbsthilfegruppen in Deutschland ermöglichen möchte. Mit dem Projekt #22WochenWarten wird auf die durchschnittliche Wartezeit auf einen Psychotherapieplatz aufmerksam gemacht.[10]

Darüber hinaus organisiert der Verein Angebote für Mitglieder. Dazu gehören die monatlich stattfindende virtuelle Selbsthilfegruppe DDLmeeteinander, die Projekte Traumasensibles Yoga und Großformatiges Malen sowie der Recovery-Kurs RAMSES, der Menschen im Recovery-Prozess begleitet und unter anderem als Anschlussangebot nach einem Klinikaufenthalt oder zur Überbrückung von Therapie-Wartezeiten genutzt werden kann.[11][12][13][14]

Organisation

Der gemeinnützige eingetragene Verein mit Sitz in Bonn[15] finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Zuwendungen der gesetzlichen Krankenkassen für die Projektfinanzierung. Zu den Mitgliedern der DDL gehören aktuell 32 Selbsthilfegruppen, die sich über das gesamte Bundesgebiet verteilen (Stand: Winter 2024).[16] Die Prozess Landesuntergliederungen zu schaffen ist aktuell im Gange.[16]

Schirmherr ist seit 2018 Torsten Sträter.[17][18][19]

Botschafter sind die Moderatorin Katty Salié sowie die Künstlerin Marie-Luise Gunst und das Pop-Duo Glüxkinder.[20]

Siehe auch

Einzelnachweise

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