Deutsche Hirnstiftung

gemeinnützige medizinische Organisation mit Sitz in Berlin From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Deutsche Hirnstiftung e. V. ist eine gemeinnützige medizinische Organisation mit Sitz in Berlin,[1] die sich die objektive und leicht verständliche Verbreitung von Informationen über neurologische Erkrankungen nach dem aktuellen Stand der Medizin und die Unterstützung ihrer Erforschung zur Aufgabe gemacht hat. Ihr Ziel ist es, die öffentliche Wahrnehmung neurologischer Erkrankungen zu stärken, unabhängige Informationen in Deutschland zur Verfügung zu stellen und Forschungsprojekte anzustoßen und zu fördern.

GründungJuli 2019 in Berlin
SitzBerlin
MottoAufklären. Beraten. Fördern. Stärken.
Schnelle Fakten Rechtsform, Gründung ...
Deutsche Hirnstiftung
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Rechtsform eingetragener Verein
Gründung Juli 2019 in Berlin
Sitz Berlin
Motto Aufklären. Beraten. Fördern. Stärken.
Zweck Entwicklung, Umsetzung und Förderung von Maßnahmen zur Aufklärung über neurologische Erkrankungen, zu deren Behandlung und Vorbeugung sowie Bündelung von Fach-Expertise.
Vorsitz Frank Erbguth (Präsident)
Kathrin Reetz (Präsidentin)
Umsatz 788.171 Euro (2021)
Mitglieder 338 (2023)
Website www.hirnstiftung.org
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Die Stiftung wurde 2018[2] von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) initiiert und 2019 gegründet.[3][4] Schirmherrin der Deutschen Hirnstiftung ist seit 2020 Malu Dreyer.

Arbeitsschwerpunkte und Zielgruppen

Neurologische Erkrankungen, wie zum Beispiel Schlaganfall, Kopfschmerzen, Parkinson, Alzheimer, Epilepsie oder Multiple Sklerose stellen die dritthäufigste Ursache für Behinderungen und vorzeitige Todesfälle in Europa dar.[5] Die Deutsche Hirnstiftung informiert und berät Betroffene, Angehörige und Interessierte bei Fragen zum Umgang mit neurologischen Krankheiten, Erkenntnissen aktueller Forschung und Präventionsmöglichkeiten. Neben Patienteninformation und Öffentlichkeitsarbeit steht die Sammlung und Aufbereitung aktueller wissenschaftlicher Forschung im Vordergrund des Aufgabenspektrums, nicht zuletzt aufgrund der hohen Innovationsdynamik der Neurologie in den letzten Jahren.[6][7][8]

Zielgruppe ist neben der Bevölkerung somit auch die Fachöffentlichkeit, wie Ärzte, Kliniken sowie das neurologische Forschungsumfeld. Die Beratung erfolgt ehrenamtlich primär durch Neurologen. Allgemeine Informationen werden vorwiegend über die Internetseite der Stiftung und soziale Medien vermittelt. Mittels Stipendien- und Preisvergabe durch den Stiftungsverein wird zudem die Erforschung von Diagnose- und Therapiemöglichkeiten gefördert. Gemäß Förderprogramm sollen herausragende Arbeiten gewürdigt, Anschubförderungen für junge Neurologinnen und Neurologen geboten sowie Einzelprojekte im Bereich der Versorgungsforschung finanziert werden.

Organisation

Der Vorstand setzt sich aus dem Präsidenten, der Präsidentin, der Schriftführerin, dem Schatzmeister und zwei Beisitzern zusammen. 1. Präsident ist seit Gründung Frank Erbguth, bis 2022 ärztlicher Leiter der Universitätsklinik für Neurologie der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität am Klinikum Nürnberg, die stellvertretende Präsidentin ist Kathrin Reetz, geschäftsführende Oberärztin an der Neurologischen Universitätsklinik der RWTH Aachen. Unterstützt wird der Vorstand von einem vierköpfigen Kuratorium, unter ihnen Karl Max Einhäupl, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Charité in Berlin. Daneben gibt es einen Fachbeirat für medizinisch-fachliche Expertise, welcher aus 18 Mitgliedern besteht (Stand Juli 2023).

Kooperation

Kooperationspartner sind u. a.

Zu den Unterstützenden für die Öffentlichkeitsarbeit gehören als „Botschafterinnen und Botschafter“ der Deutschen Hirnstiftung aktuell Christina Plate, Nora Gomringer, Joana Mallwitz und Oliver Geissen.

Projekte und Aktivitäten

Neben Aufklärungsaktionen über neurologische Erkrankungen sind aufgrund der COVID-19-Pandemie in Deutschland ebenso eine Reihe von Orientierungen zu COVID-19/Coronavirus-assoziierten Themen für Patienten neurologischer Erkrankungen herausgegeben worden.[9]

Einzelnachweise

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