Deutsche Snooker-Meisterschaft

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Die deutsche Snooker-Meisterschaft ist ein Wettbewerb zur Ermittlung des deutschen Meisters in der Billardvariante Snooker. Er wird seit 1988 jährlich in verschiedenen Kategorien (Herren, Damen, Senioren & Jugend) ausgetragen. Seit 2005 ist Bad Wildungen fester Austragungsort der Ende Oktober bis Anfang November stattfindenden Wettkämpfe. Der deutsche Meistertitel für Mannschaften wird seit 1999 in der Snooker-Bundesliga ausgespielt.

Titelträger (DSKV)

Von 1989 Bis 1998 wurde aufgrund zweier existierender deutscher Snooker-Dachverbände jährlich jeweils zwei Mal ein Deutscher Meister ermittelt. 1987 fand erstmals eine offene und internationale deutsche Meisterschaft statt, die im Jahr darauf vom Deutschen Snooker Kontroll Verband (DSKV) übernommen wurde; Sieger wurde bei den ersten drei Austragungen jeweils Mike Henson. 1989 wurden unter dem DSKV erstmals deutsche Meistertitel für Herren und Damen vergeben. Da die Teilnehmerzahl bei den ersten beiden Damenmeisterschaften nur gering war, wurde das Turnier von 1991 bis 1996 nicht mehr ausgetragen; die Frauen durften stattdessen an der Herrenmeisterschaft teilnehmen. Ab 1992 wurden zusätzlich auch eigene Turniere für Doppel und Mannschaften ausgetragen.[1] 1997 wurde zudem eine Meisterschaft für U18-Junioren ausgetragen, die von Miriam Miosga gewonnen wurde.[2]

Peter Wagner war mit drei Titeln Rekordsieger beim Herrenturnier.

Weitere Informationen Jahr, Herren ...
Jahr Herren Damen Senioren Doppel Mannschaft
Sieger Ergebnis Finalist Halbfinalisten 1. Platz 1. Platz 1. Platz 1. Platz
1989[1]Edgar NickelunbekanntPeter SterzerunbekanntRenate Newesilnicht
ausgetragen
nicht ausgetragen
1990[1]Edgar Nickel5:1Markus DrudeRenate Newesil
1991[1]Markus Drude4:2Peter SterzerPeter Wagner
Olaf Pohlmann
nicht
ausgetragen
[2][3]
1992[1]Peter Wagner[4]4:2Markus DrudePeter Sterzer
Lutz Koch
Peter Sterzer
Frank Hoitz
Hannover 3 (Jörg Schneidewindt,
Lutz Koch, Andre Fiene)
1993[5][6]Martin Krzewitza4:3Peter WagnerSascha Diemer
Frank Schröder
Sascha Diemer 1
Karl-Heinz Beggel
Fürth 1 (Peter Sterzer,
Norbert Eckstein, Michael Bär)
1994[7]Sascha Diemer4:0Michael HeegerLasse Münstermann
Hans-Joachim Meyer
Lasse Münstermann
Jörg Duggen[7]
Breakers München (Sascha Diemer,
Dieter Hantschk, Carl Rosenberger)[8]
1995[6]Peter Wagner[4]4:1Martin KrzewitzaDirk Hochheim
Floris De Waard[9]
Dirk Hochheim
Martin Gwozdz[9]
nicht ausgetragen
1996[10]Peter Wagner[4]6:4Lasse Münstermann[11]Thomas Schweser
unbekannt
Olaf Thode[12]
Andreas Schlupkothen[13]
1. SBC Bielefeld (Marco Hülsmann,
Christian Jung, Michael Majewski,
Lasse Münstermann,
Michael Peitzmeier)[14]
1997[2]Sascha Diemer5:2Hans-Joachim MeyerCarl Rosenberger
Mario Burot
Sigrid Kahl[15]Peter SterzerLasse Münstermann
Carl Rosenberger[16]
Hannover (Jörg Schneidewindt,
Lutz Koch, Jörg Duggen,
Martin Gwozdz, Dirk Hochheim)[17][18]
1998/1999Mike Henson5:0 2Sascha DiemerDirk Hochheim
Floris De Waard
nicht
ausgetragen
Peter Barnes 3Mike Henson
Sascha Diemer 2
Essen (Miro Popovic, Jakob Stacha,
Thomas Hein, Gunnar Geiter,
Frank Schiller, Frank Spieker,
Kurt Stock)[19][20]
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1 
Spieler gewann das Spiel um Platz drei.
2 
Im Januar 1999 ausgetragen.
3 
Im Mai 1999 ausgetragen.

Titelträger (DBU)

Der Deutsche Pool Billard Bund (DPBB) trug 1988 die erste nationale deutsche Meisterschaft im Snooker aus. Nach einer zweijährigen Pause und dem Zusammenschluss des DPBB mit dem Deutschen Billard Bund unter dem Namen Deutsche Billard-Union (DBU) kehrte das Turnier 1992 zurück und wird seitdem jährlich ausgetragen. 1992 wurde zudem vom Deutscher Damen Snooker Verband (DDSV) eine eigene Meisterschaft ausgespielt, die von Ilona Bernhard gewonnen wurde.[21] Die DBU trug 1994 erstmals eine Damenmeisterschaft aus, allerdings wurde Bernhard bereits 1992 als einzige Teilnehmerin am Männerturnier zur Siegerin erklärt. Ab 1999 kamen zudem Meisterschaften für Junioren hinzu, im Jahr darauf wurde erstmals ein Turnier für Senioren ausgetragen.

Die Rekordhalter sind Marcus Westen, Lasse Münstermann, Patrick Einsle und Richard Wienold mit je 3 Titeln bei den Herren, Diana Stateczny mit 12 Titeln bei den Damen und Frank Schröder sowie Miro Popovic mit je 6 Titeln bei den Senioren.

Weitere Informationen Jahr, Herren ...
Jahr Herren Damen Senioren U21 U19 5 U16 6
Sieger Ergebnis Finalist Halbfinalisten 4 1. Platz 1. Platz 1. Platz 1. Platz 1. Platz
1988Werner Grewatsch[22][23]unbekanntRainer Herweg[24]Michael Fehlberg[24]
Michael Engelen
nicht
ausgetragen
nicht
ausgetragen
nicht ausgetragennicht ausgetragen
1989[25]Ralf Mund3:2Werner GrewatschNooh Rahim
unbekannt
1990nicht ausgetragen
1991
1992Thomas Bau4:2Werner GrewatschJürgen Adam 7
Peter Wagner
Ilona Bernhard[26]
1993Ralf Mund5:4Edgar NickelWerner Grewatsch
Peter Wagner 7
nicht
ausgetragen
[27]
1994Wolfgang Gerlach4:1Birol BayraktarClaus Mader 7
Denis Vuk
Birgit Reimann
1995Marcus Westen4:1Magid PopalzeiNorbert Feiertag
Roland Feiertag 7
Birgit Reimann[28]
1996Marcus Westen4:2Christoph HilbertPeter Trappmann
Ralf de Vries
Dorothea Stieger[29]
1997[30]Thomas Hein4:3Marcus WestenRoland Feiertag
Gerhard Nanik
Natascha Niermann
1998Marcus Westen4:0Thomas HeinJürgen Kesseler
Philip Hanel
Birgit Reimann
1999Thomas Hein4:0Kurt StockMarcus Westen
André Jung
Miriam MiosgaAndré JungSascha Lippe
2000Mike Henson4:1Kurt StockAndreas Metz
André Jung
Natascha NiermannPeter BarnesLasse MünstermannSascha Lippe
2001Sascha Diemer4:2Lasse MünstermannMarco Hülsmann
Mario Burot
Natascha NiermannKlaus NiersSascha LippeSascha Lippe
2002Mike Henson4:3Sascha LippeKurt Stock
Patrick Einsle
Natascha NiermannDel TaylorPatrick EinsleSascha Lippe
2003Lasse Münstermann4:2Kurt StockOlaf Thode
Mario Burot
Natascha NiermannDel TaylorPatrick EinslePatrick Einsle
2004Lasse Münstermann4:0Sascha LippePhil Barnes
Christian Gabriel
Natascha NiermannDel TaylorSascha LippeChristian Gabriel
2005Itaro Santos4:0Lasse MünstermannAndreas Cieslak
Mario Burot
Ramona KirchnerFrank SchröderChristian GabrielMarco Lützen
2006Lasse Münstermann4:3Itaro SantosChristian Gabriel
Sascha Lippe
Natascha NiermannFrank SchröderPatrick EinslePatrick Einsle
2007Sascha Lippe4:1Michael HeegerPatrick Einsle
Olaf Thode
Natascha NiermannFrank SchröderStefan KasperStefan Kasper
2008Itaro Santos4:0Christian GabrielJörn Hannes-Hühn
Stefan Kasper
Susanne RepplingerThomas HöltschlStefan KasperArmin SchmidtTobias Rautenberg
2009Patrick Einsle4:2Itaro SantosThomas Hein
Sascha Lippe
Diana StatecznyThomas HeinFlorian WerresBenedikt GriesdornWladimir Ponomarenko
2010[31]Stefan Kasper4:1Sascha LippeAndreas Cieslak
Jakob Stacha
Diana StatecznyMiro PopovicRoman DietzelBenedikt GriesdornLukas Kleckers
2011[32]Patrick Einsle4:3Stefan KasperRoman Dietzel
Sascha Lippe
Anne-Katrin HirschFrank SchröderAndré LacknerPawel LeykKevin Malz
2012Patrick Einsle4:2Roman DietzelOlaf Thode
Robin Otto
Diana StatecznyThomas DammLukas KleckersMichael SchnabelLukas Kleckers
2013Lukas Kleckers4:2Roman DietzelMarco Weber
Sascha Lippe
Diana StatecznyMario BurotLukas KleckersLukas KleckersSimon Lichtenberg
2014 Roman Dietzel4:2Sascha BreuerSascha Lippe
Jan Eisenstein
Diana Stateczny[33] Mario Burot[34] Lukas Kleckers[35] Tobias Bongers[36] Umut Dikme[37]
2015 Sascha Lippe4:3Patrick EinsleRobin Otto
Roman Dietzel
Stefanie Müller[38] Olaf Thode[39] Kevin Malz[40] nicht
ausgetragen
Umut Dikme[41]
2016 Simon Lichtenberg4:2Roman DietzelJan Eisenstein
Patrick Einsle
Diana Stateczny[42] Frank Schröder[43] Michael Schnabel[44] Umut Dikme[45]
2017 Richard Wienold4:2Roman DietzelSimon Lichtenberg
Felix Frede
Diana Stateczny[46] Thomas Hein[47] Richard Wienold[48] Fabian Haken[49]
2018 Michael Schnabel4:1Daniel SciborskiUmut Dikme
Robin Otto
Linda Erben[50] Thomas Hein[51] Umut Dikme[52] Germanos Nestoridis[53]
2019 Lukas Kleckers4:0Robin OttoMichael Schnabel
Felix Frede
Linda Erben[54] Frank Schröder[55] Richard Wienold[56] Fabian Haken[57] Jakob Pfeiffer[58]
2020 aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt[59]
2021 Alexander Widau4:2Soner SariLoris Lehmann
Michael Schnabel
Diana Stateczny[60] Miro Popovic[61] Felix Kirsten[62] Alexander Widau[63] Christian Richter[64]
2022 Richard Wienold4:1Umut DikmeRobin Otto
Jan Eisenstein
Diana Stateczny[65] Miro Popovic[66] Fabian Haken[67] Marec Stachly[68] Lennart Tomei[69]
2023 Richard Wienold4:0Alexander WidauSven-Goran Maier
Felix Kirsten
Diana Stateczny[70] Miro Popovic[71] Felix Kirsten[72] Marec Stachly[73] Christian Richter[74]
2024 Umut Dikme4:3Simon LichtenbergAlexander Widau
Christian Richter
Diana Stateczny[75] Miro Popovic[76] Alexander Widau[77] Christian Richter[78] Lennart Tomei[79]
2025 Simon Lichtenberg4:3Joel FandreiChristian Richter
Lennart Tomei
Diana Stateczny[80] Miro Popovic[81] Marec Stachly[82] Paul Arthur Jeroch[83] Moritz Schiehle[84]
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4 
Der erstgenannte Halbfinalist verlor gegen den späteren Sieger, der zweitgenannte gegen den anderen Finalisten.
5 
Seit 2019 U18
6 
2015–2018 U17, seit 2019 U15
7 
Spieler gewann das Spiel um Platz drei

Titelträger (6-Reds)

Seit 2016 wird außerdem noch eine Bundesmeisterschaft in der Variante 6-Reds ausgetragen.[85] Es dürfen sowohl Männer als auch Frauen teilnehmen.[86] 2019 wurde das Turnier erstmals als Deutsche Meisterschaft ausgetragen.[87]

Weitere Informationen Jahr, Sieger ...
Jahr Sieger Ergebnis Finalist Halbfinalisten 8
2016[85] Lukas Kleckers 4:0 Robin Otto Felix Frede
Armin Schmidt
2017[88] Simon Lichtenberg 4:1 Christoph Gawlytta Daniel Schneider
Luca Kaufmann
2018[89] Jean-Luca Nüßgen 5:0 Daniel Schneider David Lis
Luca Kaufmann
2019[90] Lukas Kleckers 4:2 Sascha Breuer Miro Popovic
Felix Frede
2020 aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt[59]
2021
2022[91] Richard Wienold 5:4 Felix Frede Wojciech Pastor
Antonio Aguado Rodriguez
2023[92] Alexander Widau 5:0 Felix Frede Jan Eisenstein
Julien Leifert
2024[93] Richard Wienold 5:4 Luca Kaufmann Suphi Yalman
Miro Popovic
2025[94] Richard Wienold 5:0 Luca Kaufmann Patrick Klaiber
Fabian Haken
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8 
Der erstgenannte Halbfinalist verlor gegen den späteren Sieger, der zweitgenannte gegen den anderen Finalisten.

Einzelnachweise

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