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Deutscher Jugendfilmpreis

Filmwettbewerb From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Deutsche Jugendfilmpreis ist ein bundesweites Forum für die Filmproduktionen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Der Wettbewerb wird seit 1988 ausgeschrieben und zählt mit jährlich über 600 Einreichungen zu den reichweitenstärksten Veranstaltungen seiner Art. Die Organisation liegt in der Verantwortung des Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrums (KJF), das den Wettbewerb im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchführt. Jedes Jahr werden Preise im Gesamtwert von 16.000 Euro vergeben.[1] Die Ausschreibung startet jeweils am 1. September eines Jahres und endet am 15. Januar des Folgejahres.

Geschichte

Unter dem Namen Jugend-Video-Preis wurde der Wettbewerb bereits 1985 gegründet. Damals richtete sich die Auszeichnung ausschließlich an professionelle und kommerzielle Videoproduktionen. Ziel des Preises war es, die Flut der auf den Verleih- und Verkaufsmarkt strömenden Produktionen für Kinder und Jugendliche übersichtlicher zu machen und Eltern unabhängige Empfehlungen zu geben. Bereits 1988 wurde das Konzept des Wettbewerbs überarbeitet. Unter dem Namen Jugend und Video sollte fortan auch die aktive Medienarbeit von Kindern und Jugendlichen gezielt gefördert werden. Foren und Seminare sollten ihnen zusätzliche Hilfestellungen geben, um ihre Produktionen zu präsentieren und zu diskutieren. Parallel dazu blieb der Jugend-Video-Preis in seiner Zielsetzung bestehen.

2001 wurden die beiden Wettbewerbe Jugend und Video und Deutscher Jugend-Video-Preis unter dem neuen Label Deutscher Jugendvideopreis zusammengefasst – aufgeteilt in die Sektionen Young Media: Produktionen von Jugendlichen und Professional Media: Produktionen für Jugendliche. Die Verknüpfung von Nachwuchs- und Profiszene sollte entschiedener gefördert werden, um der Nachwuchsszene auch berufliche Orientierungsmöglichkeiten zu bieten. Ab dem Jahr 2002 wurde der Bereich Professional Media schließlich komplett vom Wettbewerb entkoppelt. Unter dem Namen Deutscher Jugendvideopreis richtet er sich fortan ausschließlich an junge Filmemacherinnen und Filmemacher aus dem nicht-kommerziellen Bereich.

2016 wurde der Wettbewerb erneut umbenannt. Aus dem Deutschen Jugendvideopreis wird der Deutsche Jugendfilmpreis. Mit dieser Umbenennung trugen die Veranstalter den aktuellen technischen Entwicklungen Rechnung und grenzten sich begrifflich von der YouTuber- und Webvideo-Szene ab. Das Konzept des Wettbewerbs blieb jedoch unverändert. Nach wie vor werden die besten Filmproduktionen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 25 Jahre prämiert.

2026 wurde im Zuge einer umfassenden Wettbewerbskonzept das Profil des Deutschen Jugendfilmpreises erweitert. Der vormals eigenständig ausgeschrieben Schwester-Wettbewerb Deutscher Generationenfilmpreis wurde als neue generationenübergreifende Wettbewerbskategorie unmittelbar in den Deutschen Jugendfilmpreis integriert. Innerhalb der neuen Kategorie Generations werden fortan auch thematische Beitrage von Filmschaffenden aller Generationen sowie von generationengemischten Teams berücksichtigt.[2]

Wettbewerbs- und Teilnahmebedingungen

Teilnehmen können Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zum Alter von einschließlich 25 Jahren, die allein oder in einer Gruppe einen Film realisieren. In der Wettbewerbskategorie Generations sind zudem auch generationenübergreifende Filmteams und Filmschaffender jeden Alters teilnahmeberechtigt. Teilnahmebedingung ist ein Wohnsitz in Deutschland. Die eingereichten Produktionen müssen in den letzten 2 Jahren entstanden sein.

Preisstruktur des Wettbewerbs

Der Wettbewerb Deutscher Jugendfilmpreis gliedert sich in die Kategorie Freies Thema, die Kategorie Jahresthema sowie die seit 2026 bestehende Kategorie Generations.[3] Ergänzt wird der Wettbewerb durch den wettbewerbsübergreifenden Team-Award.

Freies Thema

Der allgemeine Wettbewerb mit freier Themenwahl ist offen für alle Genres und Umsetzungsformen. Die Beiträge im Freien Thema werden in fünf Altersgruppen bewertet:

  • Altersgruppe A: 00–12 Jahre
  • Altersgruppe B: 13–15 Jahre
  • Altersgruppe C: 16–18 Jahre
  • Altersgruppe D: 19–22 Jahre
  • Altersgruppe E: 23–25 Jahre

Themenkategorien

Jahresthema: Jedes Jahr schreiben der Deutsche Jugendfilmpreis ein spezifisches Thema aus, zu dem Filme eingereicht werden können. Die Einreichungen zum Jahresthema werden unabhängig vom Alter der Einreichenden bewertet. Hier überzeugen einzig und allein gute Ideen und natürlich der Bezug zum vorgegebenen Thema.

Generations: In dieser Kategorie, die seit 2026 fester Bestandteil des Wettbewerbs ist, geht es um den Dialog zwischen Jung und Alt und das Miteinander über Altersgrenzen hinweg. Filmschaffende jeden Alters sowie altersübergreifend Filmteams sind teilnahmeberechtigt.[4]

Sonderkategorie:

Team-Award: Mit dem Team-Award zeichnet der Deutsche Jugendfilmpreis die originellsten Produktionen aus diesen Kontexten aus. Bewertet wird hier nicht nur das filmische Ergebnis, sondern vor allem auch Aspekte wie der Entstehungsprozess und die Teamleistung. Alle eingereichten Filme werden von der Jury für diesen Preis berücksichtigt.

Festival des Deutschen Jugendfilmpreises

Die besten Einreichungen aus dem Deutschen Jugendfilmpreis werden im Juni jeden Jahres beim Abschlussfestival präsentiert und ausgezeichnet. Bis zum Jahr 2025 fand das Festival unter dem Eigennamen Bundes.Festival.Film. statt, der seit 2026 nicht weitergeführt wird.[5] Das Festival findet an immer wieder neuen Austragungsorten in Deutschland statt. Die nominierten Filmschaffenden werden vom Veranstalter zum Festival eingeladen, präsentieren ihren Film vor Publikum, stellen sich den Fragen des Publikums und haben Gelegenheit, sich mit anderen Filmschaffenden auszutauschen und zu vernetzen. Zuletzt fand das Festival 2024 und 2025 in Duisburg statt.

In Frühjahr 2026 wurde des Festival (damals noch unter dem Namen Bundes.Festival.Film.) mit dem Fair Festival Award ausgezeichnet.[6]

Einzelnachweise

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