Deutsches Turn- und Sportfest 1938

18. Deutsches Turnfest (1938 in Breslau) From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Deutsche Turn- und Sportfest 1938 fand vom 23. bis 31. Juli 1938[1] in Breslau statt. Hauptaustragungsort war das damalige Hermann-Göring-Stadion (ehemals Schlesierkampfbahn) im Sportpark Leerbeutel.

Eröffnung des Deutschen Turn- und Sportfestes in Breslau 1938 durch Innenminister Wilhelm Frick und Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten
6 Pfennig-Marke, Briefmarkenserie Deutsches Turn- und Sportfest in Breslau.

Das 18. Deutsche Turnfest fiel zeitlich mit den 5. Deutschen Kampfspielen zusammen. Wegen des kombinierten Programms wurde auch der Name erweitert. Die Veranstaltung fand mit 150.000 Aktiven aus zehn Ländern, 150.000 Festzugteilnehmern und 70.000 Mitwirkenden bei der Abschlussvorführung statt.

Das Fest war eine der größten Massenveranstaltungen der NS-Zeit.

Fußball

Im Rahmen des Deutschen Turn- und Sportfestes 1938 kam es zu einem Gauauswahlwettbewerb zwischen den Auswahlmannschaften der zu dieser Zeit bestehenden 17 Fußballgaue. Anders als in den Reichsbundpokal-Wettbewerben gab es in diesem Turnier zusätzlich eine Trostrunde, die von den Verlierern des Hauptturniers bestritten wurden. Sieger dieses Wettbewerbs wurde die Auswahlmannschaft der Ostmark durch einen 4:1-Erfolg über Niedersachsen. Ab dem Viertelfinale fanden alle Spiele in Breslau statt, die Achtelfinale wurden in verschiedenen Spielstätten in Schlesien ausgetragen.

Das Fußballturnier wurde vom 24. Juli bis 31. Juli 1938 ausgetragen, dadurch mussten die Mannschaften innerhalb einer Woche mehrere Spiele absolvieren. Durch die Vielzahl der Sportveranstaltungen in dieser Woche wurden einige Partien bereits in den Vormittagsstunden absolviert, was sich negativ auf den Zuschauerbesuch ausgewirkt hatte.

Hauptturnier

Ausscheidungsspiel

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Datum Ergebnis Stadion
17. Juli 1938 Sachsen 4:3 (0:1) Hessen Thüringer Landeskampfbahn, Weimar (4.000)
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Achtelfinale

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Datum Ergebnis Stadion
24. Juli 1938 Berlin-Brandenburg 3:0 (1:0) Ostpreußen Ostmarkstadion, Frankfurt/Oder (5.000)
24. Juli 1938 Niedersachsen 2:0 (1:0) Sachsen VfB-Stadion, Liegnitz (6.000)
24. Juli 1938 Südwest 4:1 (2:1) Bayern Bergland-Kampfbahn, Waldenburg (10.000)
24. Juli 1938 Ostmark 3:0 (1:0) Mittelrhein 03-Stadion am Birkenwald, Ratibor (12.000)
24. Juli 1938 Baden 4:3 (2:0) Niederrhein Schweidnitzer Stadion, Schweidnitz (6.000)
24. Juli 1938 Schlesien 6:4 (4:3) Pommern Stadion am Stadtpark, Beuthen (7.000)
24. Juli 1938 Württemberg 3:0 (0:0) Westfalen Neissestadion, Neisse (12.000)
24. Juli 1938 Mitte 1:0 n. V. Nordmark Schenkendorfplatz, Görlitz (4.000)
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Viertelfinale

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Datum Ergebnis Stadion
26. Juli 1938 Niedersachsen 3:1 (1:0) Berlin-Brandenburg Sportpark Grüneiche, Breslau (1.500)
26. Juli 1938 Südwest 3:1 (1:0) Baden Sportpark Gräbschen, Breslau (3.000)
26. Juli 1938 Schlesien 2:8 (0:5) Ostmark Schlesierkampfbahn, Breslau (15.000)
26. Juli 1938 Württemberg 5:1 (2:1) Mitte Jahn-Kampfbahn, Breslau (15.000)
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Halbfinale

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Datum Ergebnis Stadion
28. Juli 1938 Ostmark 2:0 (1:0) Württemberg Friesenwiese, Breslau (50.000)
28. Juli 1938 Niedersachsen 4:1 (1:0) Südwest Friesenwiese, Breslau (30.000)
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Spiel um Platz 3

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Datum Ergebnis Stadion
30. Juli 1938 Südwest 5:0 (3:0) Württemberg Sportpark Grüneiche, Breslau (1.000)
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Finale

Das Spiel begann wegen des Zuschauerandrangs statt um 18:00 erst um 19:00 Uhr. Wegen verspätetem Beginn betrug die Spielzeit nur 2 × 35 Minuten.
Angeblich überwanden 20.000 Zuschauer die Sperren des Eingangstores.

Paarung NiedersachsenOstmark
Ergebnis 1:4 (0:2)
Datum 30. Juli 1938
Stadion Schlesierkampfbahn, Breslau
Zuschauer 70.000
Schiedsrichter Egon Zacher (Berlin)
Tore Tor 0:1 Neumer (3.)
Tor 0:2 Stroh (33.)
Strafstoß 0:3 Stroh (38.; Elfmeter)
Tor 0:4 Hahnemann (40.)
Tor 1:4 Heidemann (63.)
Niedersachsen Heinz Flotho (VfL Osnabrück) – Heinz Ditgens (MSV Jäger 7 Bückeburg), Albert Sukop (Eintracht Braunschweig) – Beyer (SV Arminia Hannover), Werner Schulz (SV Arminia Hannover), Bergmann (MSV Lüneburg) – Alexander Ziolkewitz (Werder Bremen), Ludwig Pöhler (Hannover 96), Herbert Matschinski (Eintracht Braunschweig), Matthias Billen (VfL Osnabrück), Matthias Heidemann (Werder Bremen)
Ostmark Peter Platzer (SK Admira Wien) – Karl Sesztak (FK Austria Wien), Willibald Schmaus (First Vienna FC) – Franz Wagner (SK Rapid Wien), Johann Hofstätter (SK Rapid Wien), Stefan Skoumal (SK Rapid Wien) – Karl Zischek (SC Wacker Wien), Wilhelm Hahnemann (SK Admira Wien), Josef Stroh (FK Austria Wien), Leopold Neumer (FK Austria Wien), Johann Pesser (SK Rapid Wien)

Trostrundenturnier

Vorrunde

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Datum Ergebnis Stadion
26. Juli 1938 Ostpreußen 0:2 (0:1) Sachsen Städtisches Stadion, Münsterberg (2.000)
26. Juli 1938 Westfalen 4:2 (3:1) Nordmark Jahn-Kampfbahn, Breslau (3.000)
26. Juli 1938 Bayern 5:4 (3:0) Niederrhein Städtisches Stadion, Brieg (8.000)
26. Juli 1938 Mittelrhein 5:4 (3:0) Pommern Schlesierkampfbahn, Breslau
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Viertelfinale Trostrunde

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Datum Ergebnis Stadion
28. Juli 1938 Sachsen 2:1 (1:0) Berlin-Brandenburg Friesenwiese, Breslau (15.000)
28. Juli 1938 Mittelrhein 5:2 (2:1) Baden Friesenwiese, Breslau (6.000)
28. Juli 1938 Schlesien 1:2 (0:1) Bayern Sportpark Grüneiche, Breslau (1.000)
28. Juli 1938 Westfalen 4:2 (2:1) Mitte Sportpark Grüneiche, Breslau
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Halbfinale Trostrunde

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Datum Ergebnis Stadion
29. Juli 1938 Sachsen 2:1 (1:0) Bayern Hermann-Göring-Sportfeld, Breslau (3.000)
29. Juli 1938 Mittelrhein 2:1 (1:1) Westfalen Hermann-Göring-Sportfeld, Breslau (5.000)
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Finale Trostrunde

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Datum Ergebnis Stadion
30. Juli 1938 Sachsen 1:0 (1:0) Mittelrhein Sportpark Grüneiche, Breslau (2.000)
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Feldhandball

Die Austragung der Deutschen Feldhandball-Meisterschaft der Frauen 1938 erfolgte ab der Zwischenrunde ebenfalls im Rahmen des Deutschen Turnfestes in Breslau. In dem am 30. Juli 1938 ausgetragenen Finale setzten sich die Frauen der Turngemeinde in Berlin mit 4:3 gegen den VfR Mannheim durch.[2]

Literatur

Propagandistisch:

  • Werner Gärtner: Volk in Leibesübungen. Deutsches Turn- und Sportfest, Breslau 1938. Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten. Wilhelm Limpert Verlag, Berlin 1938.
  • Heinrich Hoffmann: Hitler bei dem Deutschen Turn- und Sportfest in Breslau 1938. Verlag Heinrich Hoffmann, München 1938.

Gauauswahlwettbewerb:

Einzelnachweise

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