Deutschland sicher im Netz
gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin unter der Schirmherrschaft des Bundesinnenministeriums
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Deutschland sicher im Netz e. V. (DsiN) ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin, der 2006 gegründet wurde. Zweck des Vereins ist die Förderung digitaler Kompetenzen und IT-Sicherheit bei Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie kleinen und mittleren Unternehmen. Der Verein steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums des Innern und für Heimat.[1]
| Deutschland sicher im Netz (DsiN) | |
|---|---|
| Rechtsform | eingetragener Verein |
| Gründung | 2006 |
| Sitz | Berlin |
| Zweck | Förderung digitaler Kompetenzen und IT-Sicherheit |
| Vorsitz | Thomas Tschersich |
| Geschäftsführung | Isabelle Rosière |
| Website | https://www.sicher-im-netz.de/ |
Geschichte
DsiN wurde im Rahmen des ersten Nationalen IT-Gipfels der Bundesregierung im Jahr 2006 gegründet. Seit 2007 steht der Verein unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums des Innern.
In strategischen Dokumenten der Bundesregierung, darunter die Digitale Agenda (2014–2017) sowie die Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland 2016, wird die Zusammenarbeit mit DsiN im Bereich der digitalen Aufklärung und IT-Sicherheit hervorgehoben.[2][3]
Organisation
DsiN ist ein gemeinnütziger Verein, in dem sich Unternehmen, Verbände und gesellschaftliche Organisationen engagieren. Die Finanzierung erfolgt über Mitgliedsbeiträge sowie projektbezogene Fördermittel aus öffentlichen Programmen.
Die Geschäftsführung liegt (Stand 2026) bei Isabelle Rosière.[4]
Aktivitäten und Projekte
Deutschland sicher im Netz entwickelt und betreibt verschiedene Informations- und Bildungsangebote zur digitalen Sicherheit.
Zu den zentralen Formaten zählt der DsiN-Sicherheitsindex, eine jährlich erscheinende Studie zur digitalen Sicherheitslage von Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland.[5]
Die Untersuchung wird seit 2014 durchgeführt und basiert auf einer repräsentativen Befragung zu Bedrohungslage, Schutzverhalten und digitalen Kompetenzen.
Medienberichten zufolge liegt der Index seit mehreren Jahren auf vergleichsweise niedrigem Niveau, während die wahrgenommene Bedrohungslage hoch bleibt.[6][7]
Zu den weiteren Aktivitäten zählen unter anderem:
- der „Digital-Kompass“, adressiert Verbraucherinnen und Verbraucher mit Lern- und Leseschwierigkeiten, um ihre Rechte zu stärken und den Zugang zur digitalen Welt zu erleichtern. ,[8][9]
- der „Digitale Engel“, ein mobiles Beratungsangebot zur Förderung digitaler Kompetenzen älterer Menschen,[10][11]
- das „DsiN-Sicherheitsbarometer (SiBa)“, eine App/Informationsdienst zu aktuellen Cyberbedrohungen für Verbraucherinnen und Verbraucher,[12][13]
- der Jugendwettbewerb „myDigitalWorld“ zur Förderung digitaler Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern,[14][15]
- das Projekt „PolisiN – Politiker sicher im Netz“ zur Stärkung der IT-Sicherheit politischer Akteure,[16][17]
- sowie der „FitNIS2-Navigator“, ein Angebot zur Unterstützung von Unternehmen bei der Umsetzung von Anforderungen der NIS2-Richtlinie,[18][19][20]
Die Projekte werden teilweise in Kooperation mit staatlichen Institutionen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Unternehmen umgesetzt.
Vorstand und Geschäftsführung
(Stand: 2026)[21]
Der Vorstand besteht unter anderem aus:
- Thomas Tschersich (Vorsitzender)
- Nikolaus Hagl (stellvertretender Vorsitzender)
- Martin Drechsler (Schatzmeister)
Die Geschäftsführung liegt bei:
- Isabelle Rosière